Dynamo-Kommentar: Trainerwechsel? Kauczinski tut der SGD gut!

Dresden - Geht es nach den zahlreichen Twitter-Coaches auf der Couch, ist es an der Zeit. Das 1:2 in Saarbrücken brachte für viele das Fass zum Überlaufen. Keine Taktik, kein Konzept, Angsthasenfußball - so die Stimmen. Mit vier Siegen, einem Remis und vier Niederlagen ist Dynamo wahrlich suboptimal gestartet. Aber ein Trainerwechsel? Nein!

Markus Kauczinski hat bei Dynamo Dresden das Sagen.
Markus Kauczinski hat bei Dynamo Dresden das Sagen.  © Uwe Anspach/dpa

Warum? Dynamo ist von jeher notorisch aufgeregt. 

Ruhe ist in Elbflorenz ein Fremdwort, fast schon verpönt. Bei einem 1:0 heißt es, warum nicht 2:0? Bei einem 3:0, warum nicht 5:0? Zu meckern gibt es immer. Einiges ist ja derzeit auch berechtigt. 

Der Motor stottert gewaltig, es sind zu viele Fehlzündungen dabei. Aber das ist nicht der Fehler von Markus Kauczinski. Er gibt zwar vor, aber umsetzen müssen es die Jungs auf dem Rasen.

Sie müssen sich an die eigene Nase fassen. 

Ich kann es mir nicht vorstellen, dass ihnen der Trainer in Saarbrücken gesagt hat, spielt mal so passiv, stellt mal das Fußballspielen ein. Sie setzen seine Ideen nur ungenügend um.

Kauczinski tut dem Verein in dieser Phase gut. 

Weil er nicht den aufgeregten Springinsfeld spielt. Weil er von Anfang wusste, dass es Rückschläge geben wird. Weil er schon nach dem HSV-Sieg mahnte und nicht in die allgemeine Euphorie verfiel. Weil er gut analysiert.

Weil er eben das bewahrt, was Dynamo nicht kennt: Ruhe! Und das wird sich auszahlen.

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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