Überraschendes Ergebnis: Dynamos bester Feldspieler ist Chris Löwe

Dresden - Das Sportmagazin "Kicker" stellte auf seiner aktuellen Zweitliga-Strecke die notenbesten Feldspieler der jeweiligen Teams vor. 

Glücklich sieht anders aus: Chris Löwe galt als Dynamos Königstransfer, konnte die Erwartungen bisher aber aus verschiedenen Gründen nicht erfüllen.
Glücklich sieht anders aus: Chris Löwe galt als Dynamos Königstransfer, konnte die Erwartungen bisher aber aus verschiedenen Gründen nicht erfüllen.  © picture point/Sven Sonntag

Bei Dynamo überrascht der Name, weil er zuletzt kaum eine Rolle gespielt hat: Chris Löwe. Was nicht überrascht: Mit einem Schnitt von 3,5 ist er der Schlechteste der Besten der jeweiligen 18 Vereine. Zum Vergleich: Bielefelds Fabian Klos steht da auf Platz eins mit 2,60.

Im gesamten Ranking aller Zweitliga-Profis liegt Klos damit auf Rang zwei hinter Aues Keeper Martin Männel (2,54). Bester Dresdner ist Kevin Broll. Der Keeper kommt auf einen Schnitt von 3,14 und liegt im Mittelfeld.

Die Noten sind Spielereien, aber auch oft ein Anhaltspunkt der Formkurven. 

Bei Dynamo nicht. Da stachen zuletzt eher Patrick Schmidt oder Jannis Nikolaou heraus. Daher überrascht Löwe, nicht, weil es ihm keiner zutraut, sondern weil er kaum spielt. 

In den acht Partien der Rückrunde kickte er nur viermal, davon ganze zwei Partien von Beginn an - in Heidenheim und auf St. Pauli (je 0:0). Insgesamt kommt er auf 15 Partien, zwölf davon von Beginn an.

Chris Löwe braucht Vertrauen von Trainern

Chris Löwe im Trainingslager.
Chris Löwe im Trainingslager.  © Lutz Hentschel

Als der 30-Jährige im Sommer von Premier-League-Absteiger Huddersfield in seine sächsische Heimat zurückkehrte, war er der Hoffnungsträger, wurde als Königstransfer gepriesen. Schon früh war aber zu erkennen, dass er unter dem System von Cristian Fiel eher leidet als aufblüht. 

Aufgestellt im linken Mittelfeld verpufften seine Stärken. "Ich brauche ja nicht drumherum zu reden, ich fühle mich in der linken Viererkette deutlich wohler", sagte er im Januar in Mijas im Trainingslager.

Damals hoffte der gebürtige Plauener noch, dass in der Rückrunde seine Zeit kommt, denn zufrieden war er mit seinen Leistungen nicht. In Spanien trat er gefestigt auf, kam an sein gewohntes Niveau heran: „Wenn ich das schaffe, bin ich mit Sicherheit ein Gewinn für die Mannschaft. Wenn ich es wie in der Hinrunde nicht schaffe, kann auch irgendjemand anderes spielen", sagte er damals. 

Es kam für ihn so. Brian Hamalainen bekam von Trainer Markus Kauczinski meist das Vertrauen auf der Löwe-Position.

Bei Fiel war es das System, bei Kauczinski die Körperlichkeit, da hat er gegenüber Hamalainen einen Nachteil. Vertrauen verspürt(e) er von beiden Trainern nicht bedingungslos. Und Chris Löwe ist ein Typ, der genau das benötigt, um so funktionieren wie einst in Huddersfield.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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