Vereins-Initiative um Dynamo-Geschäftsführer Wehlend fordert Auslastung von 25 Prozent!

Dresden/Leipzig - 15.000 Fans beim 1. FC Magdeburg, 10.000 dürfen in Bayern wieder, 1000 sind in Sachsen zugelassen, 750 in NRW.

Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Jürgen Wehlend (56) findet die Zuschauerbeschränkungen "nicht nachvollziehbar".
Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Jürgen Wehlend (56) findet die Zuschauerbeschränkungen "nicht nachvollziehbar".  © Lutz Hentschel

Nicht nur was die Zuschauerzahlen bei Sportveranstaltungen angeht, aber gerade da: Deutschland ist ein reiner Flickenteppich.

"Es ist nicht nachvollziehbar, das kannst du keinem vermitteln", sagt Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Jürgen Wehlend (56).

Dynamo Dresden gehört zu den 22 Vereinen der Initiative TeamSportSachsen, die sich während der Pandemie gegründet hat. Die Initiative hat am gestrigen Donnerstag auf einer Online-Pressekonferenz einen Stufenplan für die Rückkehr der Zuschauer vorgestellt.

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Dieser baut vor allem auf geprüften und genehmigten Hygienekonzepten auf. Er folgt den Empfehlungen zur Orientierung aller Maßnahmen an der Belastung des Medizinsektors anstelle von Inzidenzwerten.

Personalisierte Tickets, platzgenaue Buchungen, FFP2-Masken, Auslastungsgrad der Spielstätte je nach Impfschutz, Zulassung von Stehplätzen und Gästefans - alles orientiert sich an der jeweiligen Belegung von Krankenhausbetten durch Covid19-Patienten im Bundesland und ist unterteilt in fünf Stufen.

Mit dem Stufenplan soll allen Vereinen und Zuschauern ein transparenter und nachvollziehbarer Rahmen zur Durchführung von Spielen mit Zuschauern geschaffen werden.

Der Plan der Initiative "TeamSportSachsen".
Der Plan der Initiative "TeamSportSachsen".  © Grafik "TeamSportSachsen"
Dynamo fordert wie die gesamte Initiative "TeamSportSachsen" 25 Prozent Auslastung der Stadien und Hallen. Bei der SGD wären das etwas mehr als 8000 Zuschauer.
Dynamo fordert wie die gesamte Initiative "TeamSportSachsen" 25 Prozent Auslastung der Stadien und Hallen. Bei der SGD wären das etwas mehr als 8000 Zuschauer.  © Lutz Hentschel
DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther (40) will wieder vor mehr als 1000 Zuschauern spielen.
DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther (40) will wieder vor mehr als 1000 Zuschauern spielen.  © Picture Point/Gabor Krieg

"TeamSportSachsen" muss die Entscheidung vom Sächsischen Kabinett abwarten

Dirk Rohrbach (49) ist Coach der Lausitzer Füchse und wünscht sich, dass die Kapazitätsgrenze bei Zuschauern an das Hygienekonzept angepasst wird.
Dirk Rohrbach (49) ist Coach der Lausitzer Füchse und wünscht sich, dass die Kapazitätsgrenze bei Zuschauern an das Hygienekonzept angepasst wird.  © Thomas Heide

Im ersten Schritt strebt "TeamSportSachsen" eine Aufhebung der Obergrenze von 1000 Zuschauern unterhalb der Überlastungsstufe und eine Genehmigung von mindestens 25 Prozent Auslastung während der Vorwarnstufe an. Die finale Entscheidung dazu fällt das Sächsische Kabinett am Dienstag.

"Nach den bisherigen Gesprächen und den Entwicklungen in anderen Bundesländern baue ich fest darauf, dass das Kabinett unserem Vorschlag folgt und damit auch der positiven Entwicklung der Zahlen in Sachsen Rechnung trägt", sagt Karsten Günther (40), Geschäftsführer des Handball-Bundesligisten SC DHfK Leipzig.

"Gleichzeitig sehen wir unseren Stufenplan auch als wichtigen Impuls für die Arbeitsgruppe der Chefs der Staatskanzleien zur Erarbeitung einer bundesweit einheitlichen Lösung."

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Dirk Rohrbach (49), Geschäftsführer der Lausitzer Füchse, weist noch einmal daraufhin, dass die Hygienekonzepte der Vereine sicher sind: "Fakt ist, dass seit dem Ausbruch der Pandemie durch den Einsatz von passgenauen Hygienekonzepten keine Zuschauerinfektionen zu verzeichnen sind. Auch aus Gründen der Wettbewerbsfähigkeit gilt es deshalb, die Kapazitätsgrenze anzupassen und eine klare Perspektive aufzuzeigen."

Titelfoto: Lutz Hentschel

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