Verlust für Dynamo: Leroy Kwadwo kehrt zu seinem Jugendverein zurück!

Dresden - Ein weiterer Aufsteiger geht von Bord! Leroy Kwadwo (24) verlässt Dynamo Dresden nach seinem Vertragsende und schließt sich ablösefrei seinem Jugendverein MSV Duisburg an.

Leroy Kwadwo (24) strahlte nach der Drittliga-Meisterschaft mit Dynamo Dresden, doch nun verlässt er den Klub..
Leroy Kwadwo (24) strahlte nach der Drittliga-Meisterschaft mit Dynamo Dresden, doch nun verlässt er den Klub..  © picture point/Sven Sonntag

Das gaben die beiden Klubs am Freitag bekannt. Die SGD bedankte sich beim vielseitig einsetzbaren Defensivakteur für dessen "Einsatz im schwarz-gelben Trikot".

Die Zebras statteten ihn mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2023 aus und freuen sich auf den neuen Mann, der viel mit dem Verein verbindet, wie er auf der MSV-Website erklärte: "Ich kenne den MSV Duisburg aus der Jugendzeit, komme aus der Region und weiß, dass der MSV zu den großen Vereinen der Gegend gehört. Die sportliche Ambition und die Infrastruktur haben mich jetzt hier überzeugt."

Er wurde unter anderem im Nachwuchsleistungszentrum der Duisburger ausgebildet und sagte: "Ich war mal Balljunge bei einem MSV-Erstliga-Heimspiel gegen Borussia Dortmund, ein ganz großes Erlebnis."

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Coach Pavel Dotchev (55) verdeutlicht die Fähigkeiten seines neuen Abwehrspielers: "Leroy ist ein sehr robuster Spieler, der sowohl defensiv als auch offensiv sehr gute Voraussetzungen mitbringt. Er wird mit seinen Laufwegen in die Tiefe und seiner Stabilität definitiv unsere linke Seite verstärken."

Sportdirektor Ivica Grlic (45) meint: "Ein Außenverteidiger, der zuletzt mit seinen Teams zweimal nacheinander in die 2. Bundesliga aufgestiegen ist. Wir freuen uns auf einen spannenden Spieler, der nicht nur aus der Region kommt, sondern unseren Spielverein als ehemaliger Jugendspieler auch schon kennt!"

Dynamo Dresden verkündet den Abgang von Leroy Kwadwo

MSV Duisburg freut sich auf Rückkehrer Leroy Kwadwo

Leroy Kwadwo trug mit guten Leistungen seinen Teil zum Aufstieg von Dynamo Dresden bei

Leroy Kwadwo (24) kam für Dynamo Dresden zwölfmal zum Einsatz und trug seinen Teil zum Aufstieg in die 2. Bundesliga bei.
Leroy Kwadwo (24) kam für Dynamo Dresden zwölfmal zum Einsatz und trug seinen Teil zum Aufstieg in die 2. Bundesliga bei.  © Picture Point/Gabor Krieg

Der Defensivspezialist kam bei Dynamo zwölfmal zum Einsatz und trug mit seinen guten Leistungen einen Teil zur Meisterschaft in der 3. Liga und dem damit verbundenen Aufstieg in die 2. Bundesliga bei. Sowohl Markus Kauczinski (51), als auch Alexander Schmidt (51) schätzten seine Vielseitigkeit.

So lief Kwadwo in der Innenverteidigung auf, als Linksverteidiger und sogar im zentralen Mittelfeld. Seine grundsoliden Darbietungen brachte er überall und stand für Stabilität. Deshalb dürften nicht wenige gehofft haben, dass er in Dresden bleibt.

Doch wer könnte ihm die Rückkehr zu einem Jugendverein übel nehmen? Zumal die Duisburger offenbar die richtigen Lehren aus der phasenweise chaotischen Saison 2020/21 gezogen haben.

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Mit Marvin Bakalorz (31, Denizlispor) wurde ein echter Kämpfer und Mentalitätsspieler verpflichtet. Mit Alaa Bakir (20, Borussia Dortmund II) und Rudolf Ndualu (21, Tennis Borussia Berlin) zwei hoch veranlagte und vor allem hungrige Offensivkräfte, die sich im Profibereich beweisen wollen.

Dazu mit Mittelstürmer Julian Hettwer (18) und Keeper Roman Schabbing (19) zwei Talente aus dem eigenen Nachwuchs. Mit Keeper Leo Weinkauf (24) wurde der Vertrag verlängert, Stützen wie Kapitän Moritz Stoppelkamp (34), und Marlon Frey (25) haben noch gültige Kontrakte.

Leroy Kwadwo soll die (extrem) anfällige Defensive des MSV Duisburg stabilisieren

Leroy Kwadwo (24, v.-l.) stieg vor seiner Dynamo-Zeit auch schon mit den Würzburger Kickers in die 2. Bundesliga auf.
Leroy Kwadwo (24, v.-l.) stieg vor seiner Dynamo-Zeit auch schon mit den Würzburger Kickers in die 2. Bundesliga auf.  © Picture Point/Gabor Krieg

Nun kommt also auch noch Kwadwo. Dem gegenüber stehen die Abgänge von Leroy-Jacques Mickels (26, Türkgücü München), Federico Palacios (26, Leih-Ende, Rückkehr zum SSV Jahn Regensburg), Ahmet Engin (24), Joshua Bitter (24), Sinan Karweina (22), Connor Krempicki (26), Mirnes Pepic (25), Lukas Scepanik (27) Cem Sabanci (21) und Jonas Brendieck (22, alle vereinslos). Dazu schloss sich der von Dynamo umworbene Arne Sicker (24) am heutigen Freitag dem SV Sandhausen an.

Bei den Zebras wird sich daher noch einiges tun. Kwadwo könnte dabei eine tragende Rolle einnehmen, schließlich kassierte die MSV-Defensive trotz Weinkaufs teilweise überragender Paraden die mit Abstand meisten Gegentore aller Drittligisten (67). Zudem stieg er vor seiner Dynamo-Zeit bereits mit dem FC Würzburger Kickers auf und kam dort auch zum Auftakt in der 2. Liga zum Einsatz, ehe er seinen Platz verlor und sich der SGD anschloss.

Davor hatte er sich über die TSG Sprockhövel (Oberliga Westfalen), Rot-Weiss Essen und Fortuna Düsseldorf II (beide Regionalliga West) nach und nach in den Profibereich vorgearbeitet, denn als Ausnahmetalent galt er nicht.

Nun ergreift er die Chance, einen Klub, mit dem er einiges verbindet, dabei zu helfen, eine bessere Saison zu spielen. Wenig verwunderlich, dass er diese Gelegenheit wahrgenommen und dafür sogar (vorläufig) auf die 2. Bundesliga verzichtet hat.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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