War das schon Dynamos Startelf für das erste Spiel gegen Ingolstadt?

Dresden - Der nette Herr Schmidt kann auch ernst schauen. Er scheut sich zudem nicht, öffentlich Klartext zu reden, wenn ihm Dinge nicht passen. Da können sich die Spieler sicher sein, dass er intern noch einmal anders reden wird. Beim 0:3 zur Generalprobe von Dynamo Dresden bei Union Berlin hat ihm einiges gefallen, deutlich mehr stieß ihm aber negativ auf.

So sah die Dresdner Startelf beim abschließenden Härtetest gegen Union Berlin aus. Beim Auftakt gegen Ingolstadt könnte es aber noch Veränderungen geben.
So sah die Dresdner Startelf beim abschließenden Härtetest gegen Union Berlin aus. Beim Auftakt gegen Ingolstadt könnte es aber noch Veränderungen geben.  © Lutz Hentschel

"Wir werden reden müssen", sagte der Dynamo-Coach nach den 90 Minuten.

Im letzten Testspiel machen Trainer eigentlich keine großen Experimente mehr. Da beginnt die Elf, die auch zum Punktspielstart auflaufen soll.

Ein, zwei wacklige Positionen gibt es immer, aber das Grundgerüst steht.

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Dynamo Dresden Dynamo-Coach Alexander Schmidt über Robin Becker: "Er ist ein brutaler Fighter!"

Das war die Anfangsformation gegen Union: Kevin Broll - Michael Sollbauer, Paul Will, Tim Knipping - Morris Schröter, Yannick Stark, Luca Herrmann, Chris Löwe - Heinz Mörschel - Ransford Königsdörffer, Christoph Daferner.

War es bereits das Team für Ingolstadt?

Bei der Antwort ließ sich Alexander Schmidt Zeit, zog die Stirn in Falten, das sonst übliche Lächeln verschwand für Momente: "Da waren schon noch einmal Erkenntnisse dabei, die ich gezogen habe. Ich habe ein paar Spritzige gesehen und einige, bei denen ich mir noch mehr wünsche, mehr Aggressivität gegen den Ball zum Beispiel. Ich habe ein paar Dinge gesehen, da müssen wir wirklich darüber reden."

Brandon Borrello (r.) warf sich in jeden Zweikampf und konnte so durchaus Pluspunkte sammeln.
Brandon Borrello (r.) warf sich in jeden Zweikampf und konnte so durchaus Pluspunkte sammeln.  © Lutz Hentschel

Dynamos Startelf gegen Ingolstadt noch nicht in Stein gemeißelt

Dynamo-Trainer Alexander Schmidt bescherte das Spiel bei Union noch einmal neue Erkenntnisse.
Dynamo-Trainer Alexander Schmidt bescherte das Spiel bei Union noch einmal neue Erkenntnisse.  © Imago Images / Contrast

Namen nannte der 52-Jährige keine, doch die Protagonisten dürften wissen, wer gemeint ist.

Gerade das defensive Verhalten bei Kontern der Unioner passte überhaupt nicht.

Vor allem über die rechte Dresdner Seite passierte hinten zu viel und nach vorn zu wenig. "Muss ich analysieren. Da will ich öffentlich kein Statement abgegeben", sagte Schmidt, lobte aber fast im gleichen Atemzug Brandon Borrello.

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Der Australier kam nach der Pause für Morris Schröter auf die rechte Mittelfeldposition.

"Brandon hat es gut gemacht, als er reinkam. Frischer Wind, war spritzig, hat sich in jeden Zweikampf reingeschmissen. So etwas meine ich, dass wir das analysieren müssen. Wer ist bereit, wer ist schon spritzig, wer braucht noch ein bisschen?", wird Schmidt in dieser Woche ganz genau hinschauen.

Er wird damit auch die Elf anstacheln, die bei Union begonnen hat. Die Feldspieler wissen nun: Nichts ist in Stein gemeißelt.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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