Warnende Worte von Dynamo-Aufsichtsrat: "Finanzielle Lage ist ernst"

Dresden - Bis zum 30. Juni muss Dynamo Dresden zwei kaufmännische Geschäftsführer bezahlen: Jürgen Wehlend und dessen Vorgänger, Michael Born. Der war am 10. September beurlaubt worden, bezieht aber Monat für Monat pünktlich sein Geld.

Aufsichtsratsvorsitzender Jens Heinig (rechts) im Gespräch mit Dynamos neuem Sportchef Ralf Becker.
Aufsichtsratsvorsitzender Jens Heinig (rechts) im Gespräch mit Dynamos neuem Sportchef Ralf Becker.  © Lutz Hentschel

Das bestätigte Jens Heinig, Dynamos Aufsichtsratsvorsitzender.

"Wir werden Herrn Born bis Ende des Vertrages weiter bezahlen, werden alle Verpflichtungen ihm gegenüber einhalten", so Heinig.

Kann Dynamo das bezahlen? Die Posten sind kostspielig. "Können bezahlen ist relativ", sagte Heinig.

"Vor der Corona-Krise hätte ich gesagt: Ja, ist machbar. Jetzt ist es bedeutend schwieriger. Wir mussten und werden diesen Schritt gehen, werden ihn auch schaffen. Es ist eine zusätzliche Belastung. Aber ich glaube, was am Ende dabei herauskommt, wird uns mehr positive Effekte bringen, als es uns kostet."

Heinig sieht die finanzielle Lage des Vereins als ernst an.

"Es hängt davon ab, wie es weitergeht. Wenn wir im Februar wieder mit Zuschauern spielen, sieht es anders aus, als wenn es bis zum Ende der Saison so bleibt. Das kostet uns richtig viel Geld. Wir werden das erste Mal seit vielen, vielen Jahren ein negatives Ergebnis haben. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir Eigenkapital aufbauen konnten. Davon leben wir im Moment. Das ist aber relativ schnell aufgebraucht. Ob wir so die gesamte kommende Saison durchstehen würden, würde ich infrage stellen", so Heinig.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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