Kurzfristige Ansetzung: Warum brummt der DFB Dynamo eine Englische Woche auf?

Dresden - Die Neuansetzung mutet schon etwas kurios an. Erst am Freitag gab der DFB bekannt, dass die Dynamos ihren Nachholer gegen Bayern II. an diesem Mittwoch austragen müssen - zwischen Zwickau und dem absoluten Top-Spiel gegen den FC Ingolstadt am Sonnabend. Dabei hatte das genau jener Verband im Gespräch mit TAG24 vorige Woche noch ausgeschlossen.

Jochen Breideband ist "Themenmanager 3. Liga & Amateurfußball" beim DFB.
Jochen Breideband ist "Themenmanager 3. Liga & Amateurfußball" beim DFB.  © imago images/Hartenfelser

Ursprünglich sollte die Partie am 29. Januar stattfinden, doch heftiger Schneefall verhinderte dies.

Für die Münchner war es der zweite Ausfall binnen drei Tagen, schon das Heimspiel gegen Verl fiel am 24. Januar dem Wetter zum Opfer. Von beiden Neuansetzungen war bis Mittwoch aber noch nichts bekannt.

TAG24 hatte per Mail beim DFB nachgefragt, warum es diesmal so lange dauert. Völlig überraschend antwortete Jochen Breideband vom Verband innerhalb weniger Minuten.

Bei kritischeren Fragen passiert das sonst so gut wie nie. Noch überraschender: Etwas später rief er sogar an und erklärte das alles.

Einmal am Telefon, wollte TAG24 natürlich wissen, ob genau jene Bayern-Partie kurzfristig angesetzt werden könnte.

Breideband verneinte, erklärte das mit organisatorischen und logistischen Problemen für die Gastmannschaft - durchaus nachvollziehbar. "Das wird eher Mitte/Ende März. Zuvor muss ja München noch seinen Nachholer gegen Verl bestreiten", so Breideband.

Auch das erschien logisch.

Vorteil für den FC Ingolstadt? FCI hat keine Englische Woche wie Dynamo

Dynamo-Cheftrainer Markus Kauczinski (51).
Dynamo-Cheftrainer Markus Kauczinski (51).  © Lutz Hentschel

Am Freitag kamen die Neuansetzungen. Der amtierende Meister der 3. Liga tritt am 10. März gegen Verl an, muss aber schon am Mittwoch nach Dresden.

Warum der DFB den Dynamos vor einem sehr entscheidenden Spiel eine englische Woche aufbrummt, während sich Ingolstadt ausruhen kann, bleibt ein Rätsel.

Auch, warum die Partien nicht umgedreht angesetzt wurden. Machbar wäre es gewesen. Der FCI hat seinen Nachholer in Uerdingen übrigens auch am 10. März. Am Mittwoch ging nicht, weil der KFC erst Montagabend spielte.

Nun ist das zwar bitter, dürfte auch bei der SGD für Stirnrunzeln gesorgt haben, aber es regt sich keiner auf.

Trainer Markus Kauczinski erst recht nicht. "Wir haben das schon erwartet, dass so etwas kommen kann, dass es mal nicht perfekt passt. Bis zum Mittwoch haben wir die Zeit, danach wird es schon enger bis zu Ingolstadt. Aber am Ende werden die Partien jetzt eh alle Willenssache, hart umkämpfte Spiele, weil es um alles geht. Von daher ist es egal. Zwei Tage, drei Tage Pause, alles Wurst, wir werden alles geben."

Titelfoto: imago images/Hartenfelser

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