Wegen 2G-Regelung: Dynamo-Fanszene fährt nicht mit nach St. Pauli

Dresden - Keine SG-Dynamo-Dresden-Fans am Millerntor! Aufgrund der 2G-Regelung fahren die "Ultras" am 3. Oktober nicht mit nach Hamburg, wie es in einer Stellungnahme der Fanszene hieß.

Die Heimfans der Elbstädter im Rudolf-Harbig-Stadion gegen Paderborn am 5. Spieltag. Bei der 3G-Regelung hat ein negativer Corona-Test gereicht.
Die Heimfans der Elbstädter im Rudolf-Harbig-Stadion gegen Paderborn am 5. Spieltag. Bei der 3G-Regelung hat ein negativer Corona-Test gereicht.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Wie der "K-Block-Dynamo" bekannt gab, wird die aktive Fanszene nicht mit in die Hansestadt reisen, um das Team zu unterstützen.

Der Grund dafür ist die 2G-Regel des FC St. Pauli. Die Hamburger wollen erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wieder Vollauslastung erreichen. Dafür werden bei dem Match am neunten Spieltag nur geimpfte oder genesene Zuschauer in das Stadion gelassen.

"Diese Vorgehensweise ist für uns nicht akzeptabel. Wir sind eine (Sport-)Gemeinschaft, das heißt: jedem #Dynamofan muss es ermöglicht werden, egal ob geimpft, genesen oder getestet, seine Mannschaft unterstützen zu können", heißt es in dem Statement.

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Ein Alternativ-Programm außerhalb des Stadions wie zuletzt in Darmstadt wird es auch nicht geben, da im Stadtgebiet überall die 2G-Regel gilt.

Zwar sei die Vollauslastung "ein erster Schritt in die Richtung Normalität", aber für eine Freiluftveranstaltung sind der Fanorganisation die Auflagen zu streng.

Deshalb empfehlen sie allen SGD-Fans die Auswärtsreise zu unterlassen und suchen nach besseren Möglichkeiten für die zukünftigen Spiele.

Dynamo-Fanszene steht den Corona-Maßnahmen kritisch gegenüber

Gegen Darmstadt hat "K-Block-Dynamo" ein Programm außerhalb des Stadions organisiert. Beim nächsten Auswärtsspiel wird auch das entfallen.
Gegen Darmstadt hat "K-Block-Dynamo" ein Programm außerhalb des Stadions organisiert. Beim nächsten Auswärtsspiel wird auch das entfallen.  © Thomas Frey/dpa

Schon zuvor hat sich die Fanszene kritisch gegen die Zuschauer-Beschränkungen geäußert.

"Wenn die Auslastung des Stadions einfach so massiv beschränkt ist, dass tausende Dynamofans bei Heimspielen draußen bleiben müssen und wir gar nicht erst zu Auswärtsspielen anreisen dürfen, überall Abstandsgebote eingehalten und Gesichtsmasken getragen werden müssen, dann können wir als Fanszene nicht einfach so zur Tagesordnung übergehen und tun, als wäre die Welt im Dynamoland in Ordnung", so eine Erklärung.

Deshalb verzichtete der K-Block auf Choreografien und das Aufhängen von Fanclub-Zaunfahnen.

Derweil vermeldete die SGD trotzdem ein ausverkauftes Stadion für das anstehende Heimspiel am Sonntag gegen den SV Werder Bremen. Die 16.000 verfügbaren Tickets waren innerhalb kürzester Zeit weg.

Titelfoto: Montage: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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