Zuschauertabelle: Dynamo ist zwar Sechster, aber verliert ein paar Fans

Dresden/Aue - Dynamo Dresden: Platz sechs, aber im Gegensatz zum Vorjahr etwas verloren. Erzgebirge Aue: Rang 13, aber dazugewonnen. In dieser Tabelle geht es nicht um Punkte, sondern um die Zuschauerzahlen der Saison 2019/20 nach dem 25. Spieltag - dem bisher letzten mit Fans.

Der Zuschauerschnitt ging bei Dynamo leicht nach unten - was vor allem an den mangelnden Leistungen der Mannschaft in der Hinrunde lag.
Der Zuschauerschnitt ging bei Dynamo leicht nach unten - was vor allem an den mangelnden Leistungen der Mannschaft in der Hinrunde lag.  © Lutz Hentschel

Egal, was diese Saison noch so an Unwägbarkeiten für die Vereine bereithält, Zuschauer bringt sie keine mehr. Daher sind das die absoluten Zahlen. Dresden durfte in den 13 Heimspielen mit Zuschauern im Schnitt 27.154 Anhänger im Rudolf-Harbig-Stadion begrüßen. Im Vorjahr waren es bei 17 Partien noch 28.482 Fans, also 1328 mehr als jetzt.

Das hängt mit den gezeigten Leistungen im Herbst zusammen, aber auch damit: Mit dem HSV und Stuttgart finden - wenn überhaupt - zwei Begegnungen vor leeren Rängen statt, die sonst Richtung ausverkauft gegangen wären. So wie zuletzt beim 2:1 gegen Aue - da kamen 30.753 Leute. 

"Natürlich wären die Heimspiele im Saisonfinale traditionell allesamt sehr voll geworden, weil es für uns sportlich noch um eine Menge geht. Aber hier hilft kein Hadern und auch kein Jammern, denn der Verlust von Einnahmen betrifft alle Menschen und somit auch alle Lebensbereiche in unserer Gesellschaft", so Dresdens kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born. 

Den Einnahmeverlust für die vier Heimpartien bezifferte er unlängst "auf etwas mehr als 500.000 Euro pro Spiel".

Mit dem Zuschauerschnitt ist er dennoch zufrieden, denn: "Unsere Anhänger, Mitglieder und Sponsoren sind immer da, auch wenn es sportlich nicht so gut läuft. Das haben die vergangenen zweieinhalb Jahre bewiesen."

Aue gewinnt dazu

Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born nimmt es, wie es ist: "Es hilft kein Jammern!"
Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born nimmt es, wie es ist: "Es hilft kein Jammern!"  © Lutz Hentschel

Aue durfte zwölfmal im Erzgebirgsstadion auflaufen. Dabei kamen durchschnittlich 11.642 Zuschauer, im Vorjahr waren es 10.222. Die Veilchen haben ein Plus von 1420. Gegen Stuttgart, Dresden und den HSV war die Bude ausverkauft - je 15.000 Zuschauer. 

Fünfmal müssten die Auer in dieser Spielzeit im Lößnitztal noch vor leeren Rängen spielen. Den finanziellen Verlust schätzt FCE-Geschäftsführer Michael Voigt insgesamt auf eine Million Euro. 

Ansonsten ist er von der Entwicklung der Zuschauerzahlen angetan: "Für eine Stadt mit 16.000 Einwohner ist das enorm. Die Steigerung liegt zum großen Teil an den sportlichen Leistungen daheim, zum anderen aber auch daran, dass unser Stadion familienfreundlich ist. Viele Männer bringen Frau und Kinder mit. Daher passt das", so Voigt. 

"Ich hoffe, der Trend hält auch in der kommenden Saison an, wenn wir irgendwann mal wieder vor Zuschauern spielen dürfen. Das wird dann umso wichtiger", sagt der 47-Jährige.

Darin sind sich übrigens beide Geschäftsführer einig: Die fehlenden Zuschauereinnahmen werden "Konsequenzen auf die Bilanz des Geschäftsjahres 2019/20 haben."

Titelfoto: Lutz Hentschel

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