Zweitliga-Meister Arminia Bielefeld ringt starken SV Darmstadt 98 nieder

Darmstadt/Bielefeld - Auf der Bielefelder Alm besiegte Arminia Bielefeld den SV Darmstadt 98 in einer guten Partie 1:0 (0:0). Das goldene Tor für den Zweitliga-Meister erzielte Manuel Prietl (52.).

Bielefelds Marcel Hartel (l) im Kampf um den Ball mit Fabian Holland (r) aus Darmstadt.
Bielefelds Marcel Hartel (l) im Kampf um den Ball mit Fabian Holland (r) aus Darmstadt.  © dpa/Friso Gentsch

Gegenüber dem 3:2-Heimsieg gegen Hannover 96 stellte Lilien-Coach Dimitrios Grammozis seine Startelf auf zwei Positionen um. Für Patrick Hermann (Bank) und den angeschlagenen Tobias Kempe rückten Yannick Stark und  Dario Dumic nach Gelb-Sperre ins Team.

Im Duell der beiden besten Rückrunden-Mannschaften legten die Darmstädter aggressiv los und griffen die Hausherren bereits an deren Strafraum an. Das nutzte Bielefeld aber für einen blitzsauberen Konter.

Stephan Salger schickte aus der eigenen Hälfte mit einem langen Ball durch die aufgerückte Dreierkette der Gäste Cebio Soukou, dessen Schuss aus 15 Metern Lilien-Torhüter Marcel Schuhen aber grandios parieren konnte (4.).

Auf der anderen Seite setzte sich Marcel Heller links durch und legte auf den mitgelaufenen Fabian Schnellhardt zurück, der sofort abzog, aber Amos Pieper klärte mit dem Kopf (9.).

Es entwickelte sich eine sehr ansehnliche Partie mit Vorteilen und mehr Ballbesitz für den Tabellenführer, in der sich die Lilien aber keineswegs versteckten.

Die Startaufstellung des SV Darmstadt 98

Kein Elfer für Arminia Bielefeld, SV Darmstadt 98 schießt Abseits-Tor

Bielefelds Cedric Brunner (l) und Amos Pieper (r) im Kampf um den Ball mit Yannick Stark (M).
Bielefelds Cedric Brunner (l) und Amos Pieper (r) im Kampf um den Ball mit Yannick Stark (M).  © dpa/Friso Gentsch

Dann Aufregung im Lilien-Strafraum: Nach einer abgefälschten Flanke von Florian Hartherz fiel Sven Schipplock über den abgetauchten Schuhen. Elfmeter? Nein, nach Absprache mit dem VAR entschied Schiedsrichter Benedikt Kempkes auf Abseits. (25.).

Abseits war leider auch das schön herausgespielte 0:1 der Gäste. Schnellhardt mit einem mustergültigen Pass auf den starken Heller, der rechts durchgestartet war und dann den frei stehenden Serdar Dursun bediente (36.). Allerdings war der Darmstädter Flügelflitzer einen Tick zu früh gestartet.

Und Darmstadt setzte nach. Eine weite Freistoß-Flanke von Yannick Stark fand den sträflich ungedeckten Dumic, der aus acht Metern aber über das Tor köpfte (42.). So ging es ohne Treffer in die Halbzeit.

Dimitrios Grammozis brachte zu Beginn von Abschnitt zwei Seung-ho Paik für Stark.

Der leitete dann auch gleich mit einer Ecke die nächste gute Chance für die Lilien ein. Dursun köpfte aus sieben Metern Pieper an und drosch den Abpraller anschließend in Richtung Arminen-Tor, aber Stefan Ortega parierte (50.).

Manuel Prietl erzielt den goldenen Treffer für Arminia Bielefeld

Die Arminen feiern das 1:0 durch Manuel Proetl.
Die Arminen feiern das 1:0 durch Manuel Proetl.  © dpa/Friso Gentsch

Auf der Gegenseite machte es Bielefeld besser. Nach kurz ausgeführter Ecke flankte Marcel Hartel in den Strafraum der Gäste, wo Manuel Prietl den Ball mit dem Kopf über Schuhen hinweg ins lange Eck verlängerte: 1:0 (52.).

Das schockte den SVD aber nur kurz. Die teils schön vorgetragenen Angriffe der Hessen endeten aber zunächst alle am Strafraum der Hausherren.

Mit Felix Platte und Braydon Manu für Schnellhardt und Heller brachte Grammozis zwei neue Offensivkräfte (66.), die für mehr Torgefahr sorgen sollten.

Allerdings schafften es die Darmstädter trotzdem weiterhin nicht, gefährlich in den Sechzehner der Ostwestfalen zu gelangen.

Die technisch versierteren Arminen machten ihre Sache clever und hielten nun den Ball sehr passsicher weitgehend in den eigenen Reihen. 

Das entnervte die Lilien zusehends, denen es nur noch selten gelang, die langen Ball-Stafetten des Gegners zu unterbrechen.

So spielte Arminia Bielefeld die knappe aber verdiente Führung letztlich souverän über die Zeit und kann nun auch rechnerisch nicht mehr von der Tabellenspitze verdrängt werden. Darmstadt bleibt Tabellen-Fünfter.

Titelfoto: dpa/Friso Gentsch

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