Fünf-Tore-Spektakel! Darmstadt 98 siegt beim 1. FC Nürnberg in wildem Spiel

Nürnberg - Was für ein Tor-Spektakel zum Abschluss des 3. Spieltages der 2. Fußball-Bundesliga! Im Montagsspiel lieferte sich der SV Darmstadt 98 beim 1. FC Nürnberg ein munteres Hin und Her und siegte nach zweimaligem Rückstand am Ende noch mit 3:2 (0:1).

Robin Hack (M.) jubelt mit seinen Nürnberger Kollegen Fabian Schleusener (l.) und Tim Handwerker über seinen Treffer zum 1:0.
Robin Hack (M.) jubelt mit seinen Nürnberger Kollegen Fabian Schleusener (l.) und Tim Handwerker über seinen Treffer zum 1:0.  © dpa/Daniel Karmann

Robin Hack brachte die Hausherren vor 6772 Zuschauern im altehrwürdigen Max-Morlock-Stadion früh in Front (3.). Serdar Dursun glich für den SVD aus (56.). Die erneute Club-Führung durch Felix Lohkemper (61.) egalisierte Marvin Mehlem (76.). Nicolai Rapp sicherte den Lilien mit dem Schlusswort den Sieg in der Nachspielzeit (90.+3).

Um endlich den ersten Dreier der noch jungen Zweitliga-Saison fix zu machen, stellte Lilien-Trainer Markus Anfang die Startformation im Vergleich zum torlosen Remis gegen Jahn Regensburg - mitunter gezwungenermaßen - auf zwei Positionen um: Victor Palsson (Länderspiel-Einsatz für Island) und Patrick Herrmann machten Platz für Matthias Bader und Immanuel Höhn. 

FCN-Coach Robert Klauß fand nach dem 1:0-Erfolg gegen den SV Sandhausen keinen Anlass zum Wechseln und schickte die gleiche Elf auf den Platz.

Der Club wirkte vom Anstoß weg hellwach und ging mit der ersten Aktion direkt in Führung. 

Einen hohen Schlag von Felix Lohkemper in den Darmstädter Sechzehner verwandelte Hack mit einem sehenswerten Flugkopfball - ein früher Schock für die Gäste aus Südhessen (3.).

Von diesem wollten sich die Lilien jedoch nicht lange irritieren lassen und suchten ihr Heil in der Offensive. Außer einer artistischen "Rabona"-Flanke von Dursun kam aber erst einmal nicht viel bei den Versuchen herum. 

Weniger Zirkus und mehr Zielstrebigkeit zeigte dann Tobias Kemp, der sich nach vertändeltem Ball der Nürnberger aus rund 17 Metern ein Herz fasste und abzog - doch FC-Keeper Christian Mathenia parierte (22.). 

Die Aufstellung des SV Darmstadt 98 beim 1. FC Nürnberg

Die Aufstellung des 1. FC Nürnberg gegen den SV Darmstadt 98

Robin Hack bringt den 1. FC Nürnberg früh gegen den SV Darmstadt 98 in Führung

Darmstadts Serdar Dursun (m.) bejubelt seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1.
Darmstadts Serdar Dursun (m.) bejubelt seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1.  © dpa/Daniel Karmann

In der Folge wurde Darmstadt immer zwingender. Nach einer Ecke wuselte sich Dursun durch die Meute im Strafraum und erwischte das Spielgerät mit dem Kopf, doch erneut gab Mathenia den Spielverderber und parierte den nicht ausreichend platzierten Kopfball (31.).

Von den Nürnbergern kam offensiv mittlerweile kaum noch etwas.

Dennoch retteten die Mittelfranken die frühe Führung in die Kabine. Und dies, obwohl Dursun nach Vorarbeit von Mehlem das Kunstleder per Direktabnahme an den Pfosten donnerte (43.).

Zum Start in Durchgang zwei nahm Herrmann den Platz des stark gelb-rot-gefährdeten Bader ein, was sich umgehend bezahlt machte! 

Nach einem Eckball köpfte Herrmann den Ball in den Sechzehner, Dursun verlängerte per Hinterkopf zum wohlverdienten Ausgleich (56.).

Die Freude währte jedoch nicht lange: Nach schnellem Umschaltspiel der Nürnberger marschierte Lohkemper in den Lilien-Strafraum und schlenzte die Pille unhaltbar für Marcel Schuhen ins lange Eck - 1:2 (61.). Und der durchaus überraschende Gegentreffer hinterließ Spuren.

Den Anfang-Schützlingen gelang es in der Folge nicht mehr, den zuvor ausgeübten Druck aufrechtzuerhalten. Mehlem wollte sich mit dieser Tatsache aber scheinbar nicht abfinden und besorgte den erneuten Ausgleich, nachdem er von Kempe schön in Szene gesetzt worden war und das Spielgerät nach feinem Dribbling mit einem strammen Schuss vom Innenpfosten in die Maschen gesetzt hatte (76.).

So richtig zufrieden wirkten aber vor allem die Darmstädter mit diesem Ergebnis noch immer nicht. Und das wurde letzten Endes belohnt. Einen weiten Freistoß von Kempe hämmerte Rapp per Kopf zum nicht unverdienten Sieg ein (90.+3).

Titelfoto: dpa/Daniel Karmann

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