Nach mittelmäßigem Saison-Start: Lilien und Coach Anfang bereits auf Kriegsfuß?

Darmstadt - Ein Sieg, eine Niederlage und ein Remis: Die Bilanz des SV Darmstadt 98 zum Saisonauftakt der 2. Fußball-Bundesliga schmeckte Neu-Trainer Markus Anfang (46) so gar nicht. Als wäre das nicht schon genug, polterte er nun in einem Interview gegen die Vereinsführung.

Darmstadts neuer Trainer Markus Anfang (46) äußerte deutliche Kritik an der Transferpolitik der Lilien.
Darmstadts neuer Trainer Markus Anfang (46) äußerte deutliche Kritik an der Transferpolitik der Lilien.  © dpa/Daniel Karmann

Der Frankfurter Rundschau erzählte der ehemalige Coach des 1. FC Köln, dass er vor allem mit der Transferpolitik während des kürzlich geschlossenen Sommer-Transferfensters hadere. "Ich hätte mir, ehrlich gesagt, gewünscht, dass wir viele Sachen anders umgesetzt hätten", so der 46-jährige Fußballlehrer.

Ihm wurden kurz nach seinem Amtsantritt "lediglich" Low-Budget-Verstärkungen zur Verfügung gestellt wurden. Mit Aaron Seydel (24/ FSV Mainz 05), Adrian Stanilewicz (20/Bayer 04 Leverkusen) sowie Lars Lukas Mai (20/ausgeliehen vom FC Bayern) und Nicolai Rapp (23/ausgeliehen von Union Berlin) schlugen insgesamt vier Neue am Böllenfalltor auf.

Geld wurde für sie allesamt jedoch kaum bis gar nicht in die Hand genommen. Das schien auch einige Tage nach dem sogenannten "Deadline Day", dem letzten Tag der Transfer-Periode, Spuren bei Anfang hinterlassen zu haben.

"Das ist auf Sicht nicht schön und anstrengend, weil ich hier bin, um etwas zu gestalten", brachte er seinen Missmut weiter zum Ausdruck. Denn trotz corona-bedingter Einschränkungen bei nahezu allen Klubs, musste er mit ansehen, wie Liga-Konkurrenten durchaus prominente - und vor allem erfahrene - Neuzugänge akquirierten. 

Seinem Glauben in die Stärken seiner Mannschaft tut dies alles jedoch keinerlei Abbruch. Seinen Schützlingen traut Anfang sogar ganz Großes zu: "Ich glaube an die Mannschaft, und ich glaube auch, dass sich der Verein in Zukunft in diesen Bereichen bewegen kann, wenn die Voraussetzungen stimmen", unterstrich er im Bezug auf ein zukünftiges Mitmischen im Kampf um die Aufstiegsplätze.

Ob sich die Lilien diesen bereits in dieser Saison nähern können, wird unter anderem auch die Partie beim VfL Osnabrück am Sonntag (18. Oktober/13.30 Uhr) zeigen. Aufgrund zu vieler Corona-Fälle in Reihen der Spieler hoffen die Niedersachen jedoch auf eine Verlegung des Spiels.

Titelfoto: dpa/Daniel Karmann

Mehr zum Thema SV Darmstadt 98:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0