Was lange währt: Lilien fertigen Braunschweig ab und holen ersten Heimsieg

Darmstadt - Was für eine Anfangsphase! Dem SV Darmstadt 98 ist es - auch aufgrund zweier früher Treffer - gelungen, den ersten Heimsieg der laufenden Saison einzufahren. Dank eines 4:0 (4:0) gegen Eintracht Braunschweig sicherten sich die Südhessen eindrucksvoll den ersten Dreier im heimischen Stadionrund.

Darmstadts Serdar Dursun (m.) feiert seinen Treffer zum 2:0 mit Fabian Holland (l.) und Tobias Kempe.
Darmstadts Serdar Dursun (m.) feiert seinen Treffer zum 2:0 mit Fabian Holland (l.) und Tobias Kempe.  © dpa/Hasan Bratic

Tobias Kempe (5./FE und 36./FE) und Serdar Dursun (7. und 34.) brachten Darmstadt in der Baustelle Merck-Stadion am Böllenfalltor im ersten Durchgang mit 4:0 in Front und sorgten für die Entscheidung.

Lilien-Coach Markus Anfang setzte im Gegensatz zur 0:3-Klatsche bei Erzgebirge Aue auf drei Neue: Paik Seung-ho, Nicolai Rapp und Fabian Holland ersetzten Adrian Stanilewicz, Mathias Honsak und Tim Skarke.

Auf der anderen Seite hielt es Eintracht-Trainer Daniel Mayer ähnlich. Fabio Kaufmann, Lasse Schlüter und Robin Ziegele räumten ihren Platz in der ersten Elf für Marcel Bär, Benjamin Kessel und Michael Schultz.

Die Hausherren waren noch kein einziges Mal vor das gegnerische Tor gekommen, hatten aber dennoch die große Chance zur Führung. Nach einer Kempe-Hereingabe wurde Dursun regelwidrig von Braunschweig-Keeper Felix Dornebusch zu Fall gebracht -Strafstoß.

Diese Gelegenheit ließ sich Kempe nicht nehmen und verwandelte souverän zur Führung (5.). Der Darmstädter Traumstart wurde nur 45 Sekunde später noch veredelt. Nach einem schlampigen Rückpass von Schultz schnappte sich Dursun das Leder und schob im Eins-gegen-Eins locker ein - 2:0 (7.).

Die Aufstellung des SV Darmstadt 98 gegen Eintracht Braunschweig

Die erste Elf von Eintracht Braunschweig im Gastspiel beim SV Darmstadt 98

Schneller Doppelschlag ebnet dem SV Darmstadt 98 gegen Eintracht Braunschweig den Weg

Die Lilien-Kicker Matthias Bader (l.) und Serdar Dursun im Duell mit Braunschweigs Danilo Wiebe.
Die Lilien-Kicker Matthias Bader (l.) und Serdar Dursun im Duell mit Braunschweigs Danilo Wiebe.  © dpa/Hasan Bratic

Die Löwen wirkten in der Folge deutlich angeschlagen, die Gastgeber kontrollierten die Partie und gingen bereits weit in der gegnerischen Hälfte ins Pressing.

Dennoch gab es weder auf der einen, noch auf der anderen Seite weitere nennenswerte Chancen, das Spielgeschehen verlagerte sich indessen vor allem ins Zentrum.

Aus dem Nichts wurde es dann wieder richtig wild: Zunächst traf Dursun erneut, nachdem die BTSV-Defensive nach einem langen Ball in den Tiefschlaf gefallen war (34.). Wieder nur wenige Momente später gab es nach Foul von Schultz an Dursun den nächsten Elfmeter für Darmstadt.

Diesen nutzte Kempe, um ebenfalls seinen zweiten Treffer des Abends folgen zu lassen (36.) - das 4:0 war praktisch gleichbedeutend mit der Vorentscheidung. Hiernach zeigten die Hausherren scheinbar Erbarmen und beließen es bis zum Pausenpfiff bei der souveränen Führung.

Nach dem Seitenwechsel schalteten beide Teams zunächst einmal in den Verwaltungs-Modus. Während sich Darmstadt die Pille gemütlich hin und her schob, ließen die Löwen den Glauben an ein mögliches Comeback zunächst vermissen und hielten sich vornehm zurück.

Serdar Dursun und Tobias Kempe sichern Darmstadt mit doppeltem Doppelpack den ersten Heimsieg

Lilien-Kicker Tobias Kempe (l.) hat es im Zweikampf mit Dominik Wydra (m.) und Danilo Wiebe zu tun.
Lilien-Kicker Tobias Kempe (l.) hat es im Zweikampf mit Dominik Wydra (m.) und Danilo Wiebe zu tun.  © dpa/Hasan Bratic

Näher dran am nächsten Treffer blieb weiterhin der SVD. Nach schönem Solo stellte Paik Dornebusch mit einem leicht abgefälschten Distanzschuss auf die Probe, Braunschweigs Schlussmann parierte jedoch (52.).

Darüber hinaus verlagerte die Anfang-Truppe ihr Engagement darauf, auf die Fehler ihres Gegenüber zu warten. Da diese aber vorerst ausblieben, die gelb-blau gekleidete Eintracht aber zeitgleich zusehends den Glauben an sich selbst verlor, plätscherte die Partie mehr oder minder vor sich hin.

Daran änderte sich auch bis zum Abpfiff nichts mehr. Für die Lilien war somit der erste Heimsieg der laufenden Spielzeit völlig verdient perfekt und gleichbedeutend mit der zweiten Partie, die man ohne Gegentor beenden konnte.

Für Braunschweig blieb nur ein schwaches Trostpflaster: Sie konnten zumindest in Durchgang zwei die Null halten.

Der 10. Zweitliga-Spieltag gestaltet sich für beide Teams wie folgt: Die Lilien bekommen es am Freitag (4. Dezember/18.30 Uhr) mit Fortuna Düsseldorf zu tun, Braunschweig spielt am Samstag (5. Dezember/13 Uhr) zu Hause gegen den FC St. Pauli.

Titelfoto: dpa/Hasan Bratic

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