"Haben uns selbst geschlagen": Lilien hadern nach verpatztem Saisonstart mit sich selbst

Darmstadt - Dominanz gewinnt im Fußball nicht zwangsläufig Spiele! Dass dem so ist, musste auch der SV Darmstadt 98 bei der 2:3 (1:2)-Niederlage (TAG24 berichtete) beim SV Sandhausen zum Start in die neue Saison der 2. Bundesliga schmerzhaft erfahren.

Lilien-Coach Markus Anfang (r./46) versteht die Welt nicht mehr: Wie konnten seine Darmstädter trotz so vieler Chancen nichts Zählbares aus Sandhausen mitnehmen?
Lilien-Coach Markus Anfang (r./46) versteht die Welt nicht mehr: Wie konnten seine Darmstädter trotz so vieler Chancen nichts Zählbares aus Sandhausen mitnehmen?  © dpa/Uwe Anspach

Dem Führungstreffer von Mathias Honsak folgte ein Dreierpack des Sandhausener Goalgetters Daniel Keita-Ruel, der schließlich für die Entscheidung sorgte. Tim Skarkes mit dem Abpfiff erzielter Anschlusstreffer war dann nur noch Ergebnis-Kosmetik.

Der Spielverlauf wurde jedoch von starken Lilien bestimmt. Daher war es nachvollziehbar, dass Neu-Coach Markus Anfang (46) seinen Schützlingen nach Spielende lediglich eine Sache wirklich vorwerfen konnte.

"Wir haben mehr Pässe gespielt, hatten mehr Ballbesitz und deutlich mehr Großchancen. Bis auf die Chancenverwertung kann ich den Jungs keinen Vorwurf machen", sagte Anfang im Anschluss an die bittere Saisonauftakt-Pleite.

Und auch sein Gegenüber, SV-Trainer Uwe Koschinat (49), hatte angesichts der Verteilung der Spielanteile alles andere als große Hoffnung in einen Heimsieg gesetzt. "Ich muss sagen, dass ich selten so einen Gast erlebt habe, der sich so viele klare Chancen erspielt hat", gab der Sandhausener Übungsleiter sportsmännisch zu.

Unter dem Strich stehen für die Lilien aber nach dem ersten Spieltag der neuen Saison trotz der vielen Lorbeeren null Punkte auf der Habenseite. Nach dem starken Comeback-Weiterkommen im DFB-Pokal beim 1. FC Magdeburg (TAG24 berichtete) stellte das 2:3 in Sandhausen also definitiv einen herben Rückschlag dar.

Dass das mit dem Toreschießen auch weitaus besser geht können und wollen die Südhessen im ersten Heimspiel der neuen Zweitliga-Saison beweisen. 

Am Samstag (26. September, 13 Uhr) geht es im Merck-Stadion am Böllenfalltor, erstmals seit der Corona-Krise wieder vor Zuschauern, gegen Jahn Regensburg ran.

Titelfoto: dpa/Uwe Anspach

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