Lilien beweisen Köpfchen im Topspiel: Auch Düsseldorf kann Darmstadt nicht stoppen

Darmstadt - Nächstes Topspiel für den SV Darmstadt 98, nächster Sieg für den SV Darmstadt 98! Am Samstagnachmittag empfingen die Lilien den Tabellenvierten der 2. Bundesliga, Fortuna Düsseldorf und behielten dank eines knappen 1:0 (0:0)-Erfolges die Oberhand.

Tobias Kempe (l.) vom SV Darmstadt 98 im Zweikampf mit Düsseldorfs Shinta Appelkamp.
Tobias Kempe (l.) vom SV Darmstadt 98 im Zweikampf mit Düsseldorfs Shinta Appelkamp.  © dpa/Hasan Bratic

Patric Pfeiffer (1:0, 73. Spielminute) sorgte im mit 15.850 Fußballbegeisterten besetzten und somit ausverkauften Merck-Stadion am Böllenfalltor für das goldene Tor.

Nur einen notgedrungenen Wechsel nahm der Gastgebertrainer Torsten Lieberknecht nach dem 2:1-Erfolg beim SC Paderborn vor: Der verletzte Fabian Schnellhardt (Knieverletzung) wurde durch Frank Ronstadt ersetzt.

Ähnlich handhabte es Düsseldorfs Übungsleiter Daniel Thioune. Nachdem man am vergangenen Spieltag mit 4:1 über Arminia Bielefeld triumphierte, musste lediglich der verletzte Jordy de Wijs (Rippenbruch) durch Tim Oberdorf ausgetauscht werden.

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Ganz untypisch für die Lilien lief die Anfangsphase verhältnismäßig ruhig ab. Lediglich ein Treffer von Marvin Mehlem, dem jedoch zuvor eine hauchdünne Abseitsposition voran gegangen war, sorgte für kurzzeitige Aufregung (12.). Wenn sich offensiv überhaupt etwas tat, dann vor dem Kasten der Hausherren.

Mehr als vielversprechende, aber geklärte Hereingaben sowie ein abgeblockter Schuss von Jorrit Hendrix (17.) kamen aber auch bei den Fortunen noch nicht herum. Und auch der weitere Verlauf des ersten Durchgangs gestaltete sich weitestgehend zäh.

Denn jegliche Offensivbemühungen waren beiderseits von entscheidenden Ungenauigkeiten geprägt, die größere Torgefahr im Keim erstickten - die logische Konsequenz: Schiedsrichter Max Burda schickte beide Formationen torlos in Richtung Pausentee.

Mit dieser Elf startete der SV Darmstadt 98 in das Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf

Die Startformation von Fortuna Düsseldorf beim SV Darmstadt 98

Topspiel zwischen Darmstadt 98 und Fortuna Düsseldorf mit wenig Highlights - Patric Pfeiffer entscheidet

Für Darmstadts Angreifer Phillip Tietz (r.) gab es gegen Fortuna Düsseldorf kein Durchkommen.
Für Darmstadts Angreifer Phillip Tietz (r.) gab es gegen Fortuna Düsseldorf kein Durchkommen.  © dpa/Hasan Bratic

Und auch nach dem Seitenwechsel wurden die Aktionen beider Teams nicht wirklich zwingender.

Bestes Beispiel: Ein 30-Meter-Freistoß von Düsseldorfs Dawid Kownacki, der rund einen Meter am rechten Pfosten vorbei segelte, bildete das Highlight der ersten 15 Minuten in Durchgang zwei.

Aufgrund der Highlightarmut auf dem Feld gab es für die Coaches scheinbar genügend Zeit, sich in anderen Berufsfeldern zu engagieren. So schulte Fortuna-Trainer Thioune kurzerhand zum Interimsphysio um und betreute Ronstadt, der am Boden liegend über Krämpfe klagte (67.).

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Als sich rund eine Viertelstunde vor Schluss schon nahezu alle mit der Punkteteilung abgefunden hatten, klingelte es aus heiterem Himmel doch. Infolge eines Eckballs nach einer zuvor vielversprechenden Gelegenheit für Marvin Mehlem (72.) stieg Pfeiffer im Sechzehner am höchsten in die Lüfte und versenkte das Leder per Kopf im linken unteren Eck (73.).

Die Führung für die Platzherren war angesichts der bis dahin zustande gekommenen Chancen durchaus schmeichelhaft, mit ihrem weiteren Engagement rechtfertigten die Lilien den nächsten Sieg in einem Topspiel jedoch allemal. Für einen zumindest zwischenzeitlichen Sprung an die Tabellenspitze reichte der knappe Erfolg jedoch trotzdem nicht aus.

Der 12. Zweitliga-Spieltag gestaltet sich für beide Kontrahenten wie folgt: Die Darmstädter gastieren am Samstag (15. Oktober, 13 Uhr) beim Karlsruher SC, die Fortuna empfängt zeitgleich den 1. FC Nürnberg.

Titelfoto: dpa/Hasan Bratic

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