Tormaschine Dursun! Lilien-Stürmer wird bei Kantersieg gegen Heidenheim zum Liga-Topscorer

Darmstadt - Alles andere als einen lauen Saisonabschluss-Kick lieferten sich am vorletzten Spieltag der 2. Bundesliga der SV Darmstadt 98 und der 1. FC Heidenheim. Eine abwechslungsreiche Partie endete schließlich mit einem durchaus verdienten 5:1 (2:1)-Sieg für die Hausherren. Vor allem SVD-Toptorjäger Serdar Dursun war hierbei so richtig on Fire!

Darmstadts Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich, Nicolai Rapp (l.), im Zweikampf mit Denis Thomalla vom 1. FC Heidenheim.
Darmstadts Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich, Nicolai Rapp (l.), im Zweikampf mit Denis Thomalla vom 1. FC Heidenheim.  © dpa/Thomas Frey

Im leeren Merck-Stadion am Böllenfalltor brachte Oliver Hüsing die Gäste früh mit 1:0 in Front (12. Minute), ehe Nicolai Rapp (17.) und Dursun mit einem Viererpack (40., 54., 58. und 83.) die Partie zum 5:1 zugunsten der Darmstädter drehten.

Nach dem 2:1-Erfolg bei Hannover 96 sah sich Lilien-Coach Markus Anfang lediglich zu einem Wechsel in seiner Startformation veranlasst: Christian Clemens ersetzte Tim Skarke.

FCH-Übungsleiter Frank Schmidt brachte nach dem 2:1-Sieg gegen den SV Sandhausen mit Ersatzkeeper Vitus Eicher, Florian Pick und Andreas Geipl für Robert Leipertz, Konstantin Kerschbaumer sowie Stammkeeper Kevin Müller insgesamt drei frische Kräfte für die Anfangsformation.

Nach je einer Halbchance auf beiden Seiten, zappelte das Leder bereits früh im Spiel im Netz der Hausherren. Nach einem Eckball von Pick schädelte Denis Thomalla den Ball auf den Kopf von Hüsing, der SVD-Schlussmann Marcel Schuhen letztlich eher zufällig zum 1:0 überwinden konnte (12.).

Lange ärgern mussten sich die Gastgeber darüber aber nicht: Ein hoher Ball von Fabian Holland fand kurz vor dem Heidenheimer Fünfmeterraum den Kopf von Rapp, der sich gegen zwei Verteidiger durchsetzte und zum 1:1-Ausgleich einnickte (17.). Und die Lilien blieben auch danach weiter am Drücker.

Kurz vor dem Pausenpfiff gab es eine Eins-zu-Eins-Kopie des Ausgleichstreffers: Erneut brachte Holland eine Flanke an den zweiten Pfosten, wo Darmstadts Torjäger vom Dienst Dursun lauerte und lässig zum 2:1 für den SVD verwandelte (40.). Mit der Führung ging es letztlich auch in die Pause.

Die Startaufstellung des SV Darmstadt 98 gegen den 1. FC Heidenheim

Mit dieser Elf startete der 1. FC Heidenheim ins Auswärtsspiel beim SV Darmstadt 98

1. FC Heidenheim legt früh vor, SV Darmstadt 98 dreht die Partie umgehend

Die Spieler des SV Darmstadt 98 bejubeln den zwischenzeitlichen 2:1-Führungstreffer durch Serdar Dursun (r.) gegen den 1. FC Heidenheim.
Die Spieler des SV Darmstadt 98 bejubeln den zwischenzeitlichen 2:1-Führungstreffer durch Serdar Dursun (r.) gegen den 1. FC Heidenheim.  © dpa/Thomas Frey

Durch seinen Treffer kurz vor der Pause hatte Dursun scheinbar Blut geleckt: Nach einem perfekt getimten Zuspiel von Clemens lud er FC-Schlussmann Eicher zunächst zu einem kurzen Tänzchen ein und traf anschließend zum 23. Mal in dieser Saison (54.).

Damit zog der Mann mit dem Zöpfchen vorerst mit Simon Terodde vom Hamburger SV in der Torjägerliste gleich. Das reichte dem SVD-Angreifer aber scheinbar immer noch nicht! Wenig später löffelte Victor Pálsson das Spielgerät butterweich in den Lauf von Mehlem, der den mitgelaufenen Dursun sah und bediente - Saisontor 24 und das 4:1 waren dann lediglich Formsache (59.).

Zwar waren die Gäste in der Folge weit davon entfernt die sprichwörtliche Flinte vollkommen ins Korn zu werfen, die Angriffsbemühungen der Schmidt-Truppe ließen dennoch an Durchschlagskraft vermissen.

Stattdessen machte Dursun weiter das, was er am besten kann: Ein verunglückter Abschluss von Pálsson fiel dem Angreifer wenige Meter vor dem gegnerischen Kasten vor die Füße - seinen vierten Treffer des Spiels nachzulegen, war schließlich eine seiner leichtesten Übungen (83.). Kurz darauf war für ihn Schluss und die wenigen Anwesenden im Stadionrund widmeten dem Mann des Tages stehende Ovationen.

Am Ergebnis änderte sich schließlich nichts mehr. Somit siegten die Südhessen - erneut nach Rückstand - wohlverdient und machten einen Sprung auf einen einstelligen Tabellenrang.

Zum Saisonfinale sind die Lilien am Sonntag (23. Mai, 15.30 Uhr) bei Aufstiegsaspirant Holstein Kiel zu Gast, während der FCH zeitgleich den Karlsruher SC empfängt.

Der Mann des Nachmittags, Serdar Dursun (r.) und SVD-Teamkollege Victor Pálsson bejubeln den Treffer zum zwischenzeitlichen 2:1 gegen den 1. FC Heidenheim.
Der Mann des Nachmittags, Serdar Dursun (r.) und SVD-Teamkollege Victor Pálsson bejubeln den Treffer zum zwischenzeitlichen 2:1 gegen den 1. FC Heidenheim.  © dpa/Thomas Frey

Titelfoto: dpa/Thomas Frey

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