Lilien hadern mit Saison-Fehlstart: "Es gewinnt nicht immer die bessere Mannschaft"

Darmstadt - Den Saisonstart in der 2. Liga hatte sich der SV Darmstadt 98 ganz anders vorgestellt. In Regensburg setzt es in Unterzahl eine 0:2-Niederlage. Der Trainer ist mit dem Auftritt dennoch nicht unzufrieden.

Die Lilien-Kicker Klaus Gjasula (32, l.) und André Leipold (20) schleichen nach dem mit 2:0 verlorenen Spiel gegen Regensburg enttäuscht vom Rasen.
Die Lilien-Kicker Klaus Gjasula (32, l.) und André Leipold (20) schleichen nach dem mit 2:0 verlorenen Spiel gegen Regensburg enttäuscht vom Rasen.  © dpa/Armin Weigel

"Es gewinnt nicht immer die bessere Mannschaft, heute war es die glücklichere. Wir hätten es mit Sicherheit nicht verdient gehabt, den Platz als Verlierer zu verlassen. Ich habe großen Respekt vor der Mannschaft, denn sie hat versucht, sich mit allem gegen die Niederlage zu stemmen", sagte Torsten Lieberknecht (48) nach dem Spiel. "Das Ergebnis ist ärgerlich, aber nicht das Auftreten der Mannschaft."

Vor 8509 Zuschauern gerieten die Lilien am Samstag bereits nach 17 Sekunden durch Joshua Mees (26) in Rückstand und mussten nach einer Gelb-Roten Karte für Abwehrspieler Patric Pfeiffer (22) fast eine Stunde lang in Unterzahl spielen.

"Ich glaube, schlechter kann man nicht in ein Spiel starten, so hat man sich das natürlich nicht vorgestellt. Aber trotzdem haben wir mit einem Mann weniger dagegen gehalten und über 90 Minuten gezeigt, dass wir wollen und alles reinwerfen", befand Kapitän Fabian Holland (32).

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Ähnlich fiel die Analyse des Trainers aus. "Es war ein unglücklicher Beginn und trotzdem hatten wir ab der 20. Minute die Spielkontrolle, hatten gute Abschlüsse, auch wenn am Ende die letzte Präzision gefehlt hat. Nach der Gelb-Roten-Karte hat die Mannschaft eindrucksvoll gezeigt, dass wir die Situation annehmen", sagte Lieberknecht.

Trotz einiger guter Gelegenheiten wollte der Ball aber einfach nichts ins gegnerische Tor. Die Hausherren waren effektiver und verbuchten nach dem zweiten Treffer durch Andreas Albers (32) in der 67. Minute drei Punkte.

"Wie das Ergebnis heute zustande gekommen ist, ist einfach Wahnsinn", haderte Holland.

Und Torwart Marcel Schuhen (29) forderte: "Im Fußball geht es immer darum, Dinge zu lernen und clever zu sein. Das müssen wir in Zukunft besser machen."

Titelfoto: dpa/Armin Weigel

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