Lilien-Ernüchterung nach spätem Remis in Regensburg: Dennoch ist Historisches möglich

Darmstadt/Regensburg - Das Last-Minute-Gegentor des SSV Jahn Regensburg kann der SV Darmstadt 98 ganz schnell vergessen machen.

Christoph Moritz vom SSV Jahn Regensburg (r.) im Zweikampf mit Fabian Schnellhardt vom SV Darmstadt 98.
Christoph Moritz vom SSV Jahn Regensburg (r.) im Zweikampf mit Fabian Schnellhardt vom SV Darmstadt 98.  © DAP/Armin Weigel

Nur drei Tage nach dem bitteren 1:1 bei den Oberpfälzern hat der Fußball-Zweitligist am Dienstag (18.30 Uhr/Sky) die Chance, erstmals seit 34 Jahren wieder ins Viertelfinale des DFB-Pokals einzuziehen.

Gegner ist nicht - wie befürchtet - der übermächtige Titelverteidiger FC Bayern München, sondern der Triple-Besieger Holstein Kiel, der nach seinem überraschenden Coup gegen die Bayern nun die Lilien zu einem unerwarteten Zweitliga-Duell fordert.

Am Samstag hatte das Team von Trainer Markus Anfang (46) aber noch keinen Kopf für die große Pokalchance in der anstehenden Woche. Der späte 1:1-Ausgleichstreffer für Jahn Regensburg, den der eingewechselte Kaan Caliskaner (21) in der siebten Minute der Nachspielzeit erzielte, wurmte Darmstadt gehörig.

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"Dass das Gegentor nach sechseinhalb Minuten Nachspielzeit fällt, obwohl nur fünf angezeigt waren, ist mächtig bitter", sagte Chefcoach Anfang. Tim Skarke (24) hatte Darmstadt in der 30. Minute in Führung gebracht.

Mit vier Punkten aus den Spielen gegen den SV Sandhausen (2:1) und Regensburg ist der Start in die Rückrunde zwar gelungen. Gerade beim Gastspiel am Samstag hätte man aber gerne den nächsten Dreier mitgenommen.

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"Wir wollten in der Rückrunde besser sein als noch in der Hinserie. Zum gleichen Zeitpunkt hatten wir in der Hinrunde einen Punkt, jetzt haben wir vier. Trotzdem fühlt es sich gerade so an, als hätten wir das Spiel verloren", sagte Anfang.

Die Bedingungen im Regensburger Jahnstadion waren für beide Teams schwierig. Teilweise gab es Schneeregen, der holprige Platz war schwer bespielbar. In der Tabelle blieb der Jahn (24 Punkte) vor Darmstadt (22). Bei Defensivspieler Patrick Herrmann (32) fiel das Fazit gemischt aus:

"Es tut weh, hier nur einen Punkt mitzunehmen. Aber mit vier Zählern in die Rückrunde zu starten, ist dennoch in Ordnung." Nach dem Gastspiel in Kiel wartet am nächsten Zweitliga-Wochenende ein Duell mit dem 1. FC Nürnberg.

Titelfoto: DAP/Armin Weigel

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