Nächste Klatsche für die Lilien! SV Darmstadt 98 geht auch beim KSC gnadenlos unter

Darmstadt/Karlsruhe - Die nächste Klatsche für die Lilien: Vor rund 10.000 zugelassenen Fans im Wildparkstadion schickte der Karlsruher SC den SV Darmstadt 98 mit 3:0 (1:0) nach Hause.

Darmstadts Matthias Bader (l.) und Dominik Kother liefern sich ein Kopfballduell.
Darmstadts Matthias Bader (l.) und Dominik Kother liefern sich ein Kopfballduell.  © dpa/Uli Deck

Philipp Hofmann brachte die Gastgeber früh mit 1:0 in Führung (9.), Kyoung-rok Choi (76.) und wieder Hofmann (79.) sorgten für den Endstand.

Immer noch geplagt von Verletzungen und vor allem Corona-Fällen musste Lilien-Coach Torsten Lieberknecht erneut improvisieren.

Im Gegensatz zur 0:2-Heimpleite gegen den SSV Jahn Regensburg begannen für die ebenfalls an Covid-19 erkrankten Erich Berko und Mathias Honsak nun Adrian Stanilewicz und der erst 18-jährige Clemens Riedel, der sein Startelfdebüt gab.

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Karlsruhes Trainer Christian Eichner veränderte sein Team nach dem 3:1 beim FC Hansa Rostock auf einer Position: Für Malik Batmaz stand Dominik Kother von Beginn an auf dem Platz.

Darmstadts Plans, erst einmal tief stehend gegnerische Torchancen zu vermeiden, wurde schnell durchkreuzt. Denn der KSC ging gleich mit der ersten Möglichkeit in Führung.

Philip Heise brachte einen Freistoß aus etwa 20 Metern auf den langen Pfosten, wo Jérôme Gondorf den Ball scharf herein spielte.

Eine Änderung in der Startaufstellung des Karlsruher SC

Mit dieser improvisierten Anfangself begann der SV Darmstadt 98

Fehlerkette des SV Darmstadt 98 führt zum frühen 1:0 für den Karlsruher SC durch Philipp Hofmann

Karlsruhes Stürmer Philipp Hofmann (r.) jubelt über seinen Treffer zum 1:0.
Karlsruhes Stürmer Philipp Hofmann (r.) jubelt über seinen Treffer zum 1:0.  © dpa/Uli Deck

Keeper Morten Behrens wehrte das Leder schwach nach vorne ab und Lasse Sobiech köpfte die Kugel vor die Füße des sträflich ungedeckten Hofmann.

Der Goalgetter ließ sich die Chance nicht nehmen und netzte im Fallen vom Elferpunkt rechts unten ein (9.). Hier sah die komplette Lilien-Defensive nicht gut aus.

Die Hessen trauten sich gezwungenermaßen nun etwas mehr nach vorne und griffen auch früher an, allerdings kontrollierte der KSC weiterhin das Spiel.

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Gegen Mitte der ersten Hälfte erhöhten die Badener wieder das Tempo und Darmstadt hatte Glück, dass Hofmann (26.) und Dominik Kother (31.) ihre Großchancen nicht nutzen konnten. So zitterten die Lilien den knappen Rückstand in die Pause.

Lieberknecht brachte zu Beginn der zweiten 45 Minuten Neuzugang Nemanja Celic für Fabian Schnellhardt, was sich fast auf der Stelle ausgezahlt hätte.

Der Österreicher bediente mustergültig Phillip Tietz, dessen Schuss Marius Gersbeck gerade noch mit dem Fuß parieren konnte (50.).

SV Darmstadt 98 dreht auf, der KSC macht durch Kyoung-rok Choi und Philipp Hofmann die Tore

Darmstadts Coach Torsten Lieberknecht hatte seinen Jungs in der Pause wohl einiges erzählt, denn die kamen wesentlich druckvoller aus der Kabine.
Darmstadts Coach Torsten Lieberknecht hatte seinen Jungs in der Pause wohl einiges erzählt, denn die kamen wesentlich druckvoller aus der Kabine.  © dpa/Uli Deck

Kurz darauf erzielte Tietz nach toller Vorarbeit von Matthias Bader den Ausgleich, stand aber im Abseits, wie der Videobeweis klar zeigte (56.).

Jetzt war Darmstadt im Spiel und es entwickelte sich eine muntere Partie auf Augenhöhe.

Allerdings traf der KSC. Ein weiter Ball von Riedel wurde abgefangen und nach einer guten Kombination schloss Choi mit einem schönen Schlenzer ins lange Eck zum 2:0 ab (76.).

Nur drei Minuten später machte Hofmann den Sack zu: Ballverlust Celic, ein weiterer schneller Angriff und schließlich setzte sich der Torjäger im Zweikampf mit Riedel durch und verwandelte eine Hereingabe von Wanitzek zum 3:0 (79.).

Die guten Ansätze der Lilien in der zweiten Halbzeit machen zwar Mut. In dieser schwierigen Personalsituation müssen sich die 98er aber wirklich warm anziehen.

Nun tritt Darmstadt am kommenden Freitag (20.45 Uhr) im DFB-Pokal beim ambitionierten Drittligisten TSV 1860 München an, während der KSC am übernächsten Montag (18.30 Uhr) gegen die Sportfreunde Lotte aus der Regionalliga West spielt.

Titelfoto: dpa/Uli Deck

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