SV Darmstadt 98 verspielt 2:0-Führung gegen SpVgg Greuther Fürth!

Darmstadt - Was für ein Finale! Beim 2:2 (2:0) am 29. Spieltag der 2. Bundesliga verspielte der SV Darmstadt 98 gegen die SpVgg Greuther Fürth eine 2:0-Führung.

Tobias Kempe (l.) verwandelt den Freistoß zum frühen 1:0 der Lilien.
Tobias Kempe (l.) verwandelt den Freistoß zum frühen 1:0 der Lilien.  © dpa/Thomas Frey

Tobias Kempe brachte die Hessen früh per Freistoß mit 1:0 in Führung (2.), Torjäger Serdar Dursun erhöhte kurz vor der Pause auf 2:0 (40.). Julian Green sorgte für den Anschlusstreffer zum 1:2 (69.), ehe David Raum mit dem Ausgleich zum 2:2-Endstand traf (75.).

Im Vergleich zum 2:1-Auswärtssieg beim HSV veränderte Lilien-Coach Markus Anfang die Startelf auf vier Positionen. Für die verletzten Marcel Schuhen, Patric Pfeiffer und Tim Skarke sowie den angeschlagenen Nicolai Rapp (Bank) rückten Ersatztorwart Carl Klaus, Lars Lukas Mai, Fabian Schnellhardt und Mathias Honsak ins Team.

Dem Tabellendritten aus Franken blieb nach der zweiwöchigen Corona-Zwangspause nicht lange Zeit zur Eingewöhnung. Im Zweikampf mit Victor Pálsson griff Paul Jaeckel im Fallen mit der Hand nach dem Ball.

Den fälligen Freistoß aus 20 Metern setzte Tobias Kempe formvollendet und unhaltbar ins linke obere Eck zum frühen 1:0 für die Hausherren (2.). Zwar stand Maximilian Bauer auf der Linie, kam mit dem Kopf aber nicht mehr an den Ball heran.

Gezwungenermaßen übernahmen die Kleeblätter im Anschluss die Initiative, während sich die Hessen erst einmal zurückzogen.

Vier Änderungen in der Startelf des SV Darmstadt 98

Die Aufstellung der SpVgg Greuther Fürth in Darmstadt

Serdar Dursun trifft wie aus dem Nichts zum 2:0 für den SV Darmstadt 98

Gleich mit seinem ersten Torschuss traf Serdar Dursun (2.v.r.) zum 2:0 für den SV Darmstadt 98
Gleich mit seinem ersten Torschuss traf Serdar Dursun (2.v.r.) zum 2:0 für den SV Darmstadt 98  © dpa/Thomas Frey

Allerdings fehlte es den Gästen bei ihren Bemühungen an Präzision, weshalb die Lilien bei der Verteidigung des eigenen Kastens keine großen Probleme hatte und ihrerseits den ein oder anderen vielversprechenden Angriff führen konnten. Vor den Toren passierte aber zunächst wenig.

Gerade als das Spiel komplett einzuschlafen drohte, machten die Lilien wie aus dem Nichts das 2:0: Schnellhardt fing in der gegnerischen Hälfte einen Pass ab und spielte in die Spitze. Pálsson ließ schlau zu Dursun am Sechzehner durch, der sich schnell drehte und das Leder unter die Latte zum 2:0 drosch (40.).

Im Gegenzug dann die erste Großchance für Fürth: Bedrängt versuchte Havard Nielsen Klaus aus kurzer Distanz mit einem Heber zu überlisten.

Doch der Lilien-Keeper war noch mit der Hand dran und Holland konnte den Ball vor der Linie klären (42.). Kurz darauf setzte Paul Seguin das Spielgerät aus spitzem Winkel an den Pfosten (45 +1).

Würden die Kleeblätter in der zweiten Halbzeit noch einmal zurückkommen? Zunächst sah es nicht danach aus, die Lilien verteidigten nach wie vor konsequent und mit Übersicht und ließen wenig zu.

SpVgg Greuther Fürth belohnt Angriffsbemühungen mit zwei Treffern

Die Lilien mit leider nur 60 Minuten andauernder guter Defensivleistung: Hier steigt Darmstadts Victor Pálsson (r.) höher als der Fürther Paul Seguin.
Die Lilien mit leider nur 60 Minuten andauernder guter Defensivleistung: Hier steigt Darmstadts Victor Pálsson (r.) höher als der Fürther Paul Seguin.  © dpa/Thomas Frey

Glück hatten die Hausherren allerdings, als Branimir Hrgota denkbar knapp an einer scharfen Hereingabe von Julian Green vorbei rutschte (61.) Kurz darauf klärte Klaus stark gegen Marco Meyerhöfer (62.) und Anton Stach (63.).

Jetzt lag der Anschlusstreffer in der Luft und er fiel. Hrgota legte mit dem Kopf auf den sträflich freistehenden Green ab, der direkt abnahm und zum 1:2 traf (69.).

Die Gäste rochen nun ihre Chance und erhöhten weiter den Druck. Green flankte von rechts, Seguins Kopfball geriet zur Verlängerung für Raum, der ungestört mit dem Kopf zum 2:2-Ausgleich verwandelte (75.).

Und Fürth wollte mehr. Ein Treffer von Dickson Abiama, der gekonnt im Lilien-Strafraum angespielt worden war und souverän einnetzte, wurde durch VAR Guido Winkmann zu Recht annulliert (85.).

Glück für die Darmstädter, die so zumindest noch einen Punkt in dieser in der Schussphase höchst dramatischen Partie am Böllenfalltor halten konnten.

Bereits am kommenden Dienstag (18.30 Uhr) müssen die Lilien in der englischen Woche beim Tabellen-Schlusslicht Würzburger Kickers antreten.

Titelfoto: dpa/Thomas Frey

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