SV Darmstadt 98: Trainer Dimitrios Grammozis will letztes Spiel "unbedingt gewinnen"

Darmstadt - Wehmut sei natürlich dabei, bekannte Trainer Dimitrios Grammozis über seinen bevorstehenden Abschied vom SV Darmstadt 98.

Das Foto vom 6. Juni zeigt den scheidenden Darmstädter Trainer Dimitrios Grammozis.
Das Foto vom 6. Juni zeigt den scheidenden Darmstädter Trainer Dimitrios Grammozis.  © Sebastian Widmann/Getty Images Europe/Pool/dpa

Dabei gehe es ihm vor allem um die Spieler, zu denen er ein enges Verhältnis aufgebaut habe. "Ich selbst bin da nicht so wichtig."

Am Sonntag sitzt Grammozis im Saisonfinale des hessischen Fußball-Zweitligisten beim VfB Stuttgart (15.30 Uhr) zum letzten Mal auf der Lilien-Bank.

Die 16 Monate in Darmstadt seien eine "sehr schöne und erfolgreiche Zeit" gewesen, betonte Grammozis. Mannschaft und Trainerteam hätten immer besser harmoniert.

Da hätte in den kommenden Jahren etwas wachsen können. "Deswegen wollten wir länger bleiben. Der Verein hatte da andere Vorstellungen, was auch okay ist", erklärte Grammozis.

Ende Februar scheiterten die Vertragsverhandlungen, nachdem der Verein dem Trainer nur einen Einjahresvertrag angeboten hatte (TAG24 berichtete). 

Wie es für ihn weitergeht, lässt Grammozis offen. Er müsse erstmal zur Ruhe kommen. Auf Nachfrage schloss er aber nicht aus, dass er zeitnah bei einem anderen Verein anheuern werde. "Vielleicht habe ich ja schon", sagte er lachend.

Neben Grammozis verlassen auch zwei verdiente Spieler den Verein: Marcel Heller und Yannick Stark. Wohin es für die beiden Akteure geht, ist ebenfalls noch nicht bekannt.

Wechselt Marcel Heller vom SV Darmstadt 98 in die USA?

Das Foto vom 6. Juni zeigt den Darmstädter Spieler Marcel Heller in Aktion.
Das Foto vom 6. Juni zeigt den Darmstädter Spieler Marcel Heller in Aktion.  © Sebastian Widmann/Getty Images Europe/Pool/dpa

Heller hatte im Winter angedeutet, dass ihn die USA reizen würden.

Der Flügelflitzer war 2013 zu den Lilien gestoßen, hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die Mannschaft zweimal aufstieg und 2016 den Klassenerhalt in der Bundesliga schaffte. 

Nach einem Intermezzo beim FC Augsburg kehrte er 2018 zurück. In der laufenden Saison verlor er – mittlerweile 34 Jahre alt – seinen Stammplatz.

Stark ist der einzige gebürtige Darmstädter im Stammkader und deswegen für viele Fans eine Identifikationsfigur. 

Er stand seit Winter 2015 ununterbrochen unter Vertrag, war zwischenzeitlich aber für eine Spielzeit an den FSV Frankfurt ausgeliehen. 

Dass der 29-Jährige gehen muss, bezeichnete Sportchef Carsten Wehlmann als Härtefall und verwies auf die Sparzwänge und das Überangebot im zentralen Mittelfeld.

Auch wenn es in der Partie beim designierten Aufsteiger Stuttgart für die Hessen quasi um nichts mehr geht, strebt Grammozis einen Sieg an. "Das ist ein Spiel, das wir unbedingt gewinnen möchten", sagte er.

Fraglich ist der Einsatz von Angreifer Felix Platte wegen muskulärer Probleme. Immanuel Höhn ist nach seinem Sprunggelenkbruch wieder im Training. Ob es für einen Platz im Kader reicht, ist aber offen.

Titelfoto: Sebastian Widmann/Getty Images Europe/Pool/dpa

Mehr zum Thema SV Darmstadt 98:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0