Hammer-Schlussphase! BVB feiert Last-Minute-Sieg gegen TSG Hoffenheim

Sinsheim - Der BVB zeigte die erhoffte Reaktion! Nach der 1:2-Niederlage beim SC Freiburg gewann Borussia Dortmund zum Auftakt des 3. Spieltags in der 1. Bundesliga mit 3:2 (0:0) gegen die TSG 1899 Hoffenheim.

Giovanni Reyna (r.) brachte Borussia Dortmund gegen die TSG Hoffenheim mit 1:0 in Führung.
Giovanni Reyna (r.) brachte Borussia Dortmund gegen die TSG Hoffenheim mit 1:0 in Führung.  © dpa/Marius Becker

Torgarant Erling Haaland und zwei erst 18 Jahre alte Fußball-Juwele bewahrten die Schwarz-Gelben dabei vor einem weiteren Rückschlag. Nach einer wilden Partie erzielte Haaland in der Nachspielzeit den Siegtreffer und führte sein Team damit zumindest für einen Tag an die Tabellenspitze.

Zuvor hatten die beiden Youngster Giovanni Reyna (48.) und Jude Bellingham (69.) den BVB zweimal in Führung gebracht, doch Christoph Baumgartner (61.) und Munas Dabbur (90.) hatten jeweils eine Antwort parat.

Die Gäste mussten vor 25.000 Zuschauern im Signal Iduna Park ihren ersten Rückschlag nach zuvor saisonübergreifend neun Partien ohne Niederlage in Serie hinnehmen.

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In einem hektischen Spiel konnte dem BVB fehlende Mentalität dieses Mal nicht vorgeworfen werden. Leidenschaft und Engagement stimmten, eher fehlte es den Dortmundern an Balance. Denn bei aller Offensivpower wackelte die Defensive auch oftmals bedenklich.

Das hatte auch Gründe, musste Trainer Marco Rose in der Innenverteidigung doch wieder improvisieren. Neben den Ausfällen von Abwehrchef Mats Hummels sowie dem Langzeitverletzten Dan-Axel Zagadou musste auch noch Emre Can wegen muskulärer Probleme kurzfristig passen. So war wieder der Belgier Axel Witsel als Aushilfe hinten gefragt. "Fakt ist, dass wir dort seit geraumer Zeit einfach eine Baustelle haben", monierte der Coach.

Anfangsformation des BVB für das Bundesliga-Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim

Startelf der TSG 1899 Hoffenheim für das Bundesliga-Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund

Borussia Dortmund gegen die TSG Hoffenheim engagiert, aber noch nicht präzise genug

Jude Bellingham (l.) brachte den BVB zwischenzeitlich mit 2:1 in Front.
Jude Bellingham (l.) brachte den BVB zwischenzeitlich mit 2:1 in Front.  © dpa/Marius Becker

Engagiert gingen die Schwarz-Gelben gegen die robusten Hoffenheimer (drei Gelbe Karten in den ersten 20 Minuten) zu Werke.

Doch zunächst gab es eine Schrecksekunde zu überstehen, als Hoffenheims Torjäger Andrej Kramaric früh per Kopf den Pfosten traf (3.).

Nach dem wackeligen Start bekamen die Borussen das Spiel zunehmend in den Griff. Doch wie schon in Freiburg mangelte es an Kreativität und Präzision beim Passspiel in die Spitzen.

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So waren bei aller Überlegenheit die Torchancen im ersten Durchgang nicht zwingend genug, um Hoffenheims Keeper Oliver Baumann zu überwinden. Weder ein Schuss von Reyna (4.), noch ein Kopfball von Manuel Akanji (9.) oder ein Versuch von Neuzugang Donyell Malen (40.) stellten eine Herausforderung für die Nummer eins von Hoffenheim dar.

Anders dagegen die Gäste: Der BVB-Angstgegner der vergangenen Jahre kam nicht oft, dafür aber gefährlich vor das Tor.

So rettete Schlussmann Gregor Kobel die Rose-Elf vor einem Rückstand, als er aus kurzer Distanz gegen Baumgartner parierte (39.).

Spektakel in Hälfte zwei: Erling Haaland schießt Borussia Dortmund zum Heimsieg

Erlösung beim BVB: Erling Haaland (r.) erzielte das entscheidende Tor.
Erlösung beim BVB: Erling Haaland (r.) erzielte das entscheidende Tor.  © dpa/Marius Becker

Die zweite Hälfte begann wie die erste: mit einer Chance von Kramaric (46.). Doch dann war der BVB zur Stelle. Nach einer feinen Kombination über Marco Reus und Bellingham erzielte Reyna in seinem 50. Spiel sein sechstes Tor.

Wer dachte, der BVB bekommt mit der Führung mehr Sicherheit ins Spiel sah sich getäuscht. Hoffenheim drehte auf und hatte bereits durch Kramaric die Riesenchance zum Ausgleich (59.). Kobel rettete aber großartig.

Zwei Minuten später war auch der Schweizer geschlagen, nachdem Baumgartner auf Zuspiel von Dennis Geiger den Ball ins lange Eck setzte.

Doch die Hausherren hatten wieder eine Antwort parat. Nach einer verunglückten Kopfballabwehr setzte Bellingham den Ball aus 14 Metern in das Tor.

Allerdings gab sich Hoffenheim auch danach nicht geschlagen. Ein Freistoß von Kramaric entschärfte Kobel (74.) und es gab weitere brenzlige Szenen.

Erling Haaland verpasste dagegen die Vorentscheidung (82. und 87.). Das sollte sich rächen, ehe Haaland am Ende doch jubelte.

Titelfoto: dpa/Marius Becker

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