Hoffenheim-Fans fordern Aufklärung nach ZDF-Doku über Hopp

Sinsheim - Der Dauerkonflikt zwischen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp (80) und der Fan-Szene hat zu einer ungewöhnlichen Reaktion geführt - im Lager der eigenen Anhänger.

Der Unternehmer und Mäzen Dietmar Hopp (80) steht bei der Verleihung des Karl Kübel Preises im Musiktheater Rex auf der Bühne. Der Fan-Club "Sektion Kraichgau" hat die TSG 1899 Hoffenheim auf, die Vorkommnisse rund um das Skandal-Spiel gegen den FC Bayern aufzuklären.
Der Unternehmer und Mäzen Dietmar Hopp (80) steht bei der Verleihung des Karl Kübel Preises im Musiktheater Rex auf der Bühne. Der Fan-Club "Sektion Kraichgau" hat die TSG 1899 Hoffenheim auf, die Vorkommnisse rund um das Skandal-Spiel gegen den FC Bayern aufzuklären.  © Uwe Anspach/dpa-Pool/dpa

Der Fan-Club "Sektion Kraichgau" fordert den Fußball-Bundesligisten auf, die Vorkommnisse um das Skandal-Spiel zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und dem FC Bayern München aus dem Februar 2020 aufzuklären.

Hintergrund sind Inhalte einer ZDF-Dokumentation, wonach es den Verantwortlichen beider Clubs vor der Partie bekannt war, dass es erneut vehemente Schmähungen gegen Hopp geben werde.

"Diese Tatsachen lassen die Vermutung aufstellen, dass die Bilder vom 29. Februar bewusst in Kauf genommen wurden, um Dietmar Hopp medienwirksam als Opfer zu stilisieren", schrieb die "Sektion Kraichgau" auf ihrer Homepage und in den sozialen Netzwerken.

"Da die TSG Hoffenheim in der ZDF-Doku keine Stellung beziehen wollte, fordern wir hiermit die Geschäftsstelle zu einer öffentlichen Stellungnahme in Bezug auf die Ereignisse des 29. Februar 2020 auf, hieß es weiter.

Zudem veröffentlichte die Fan-Gruppe auch Fotos mit Spruchbändern ähnlichen Inhaltes, die sie nach ihren Angaben in der Nacht zum Sonntag am Trainingsgelände der Hoffenheimer aufhängten.

TSG-Sprecher: "Werden nochmal Kontakt zu Fangruppe aufnehmen"

Karl-Heinz Rummenigge (65, l.), Vorstandschef vom Bayern München, und Dietmar Hopp (80), Mäzen des TSG 1899 Hoffenheim, stehen nach der Spielunterbrechung am 29. Februar 2020 am Spielfeldrand.
Karl-Heinz Rummenigge (65, l.), Vorstandschef vom Bayern München, und Dietmar Hopp (80), Mäzen des TSG 1899 Hoffenheim, stehen nach der Spielunterbrechung am 29. Februar 2020 am Spielfeldrand.  © Tom Weller/dpa

Das Spiel in Sinsheim war beim Stande von 6:0 für die Münchner wegen Beleidigungen aus dem Bayern-Block unterbrochen worden.

In der restlichen Spielzeit schoben sich beide Teams nur noch den Ball zu. Hopp und Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge (65) standen dabei demonstrativ Arm in Arm am Spielfeldrand. Der Fall sorgte für viele Schlagzeilen.

Hoffenheim und Hopp sind vor allem bei Fans von Traditionsvereinen nicht gerne gesehen, da die TSG mit Unterstützung des Milliardärs innerhalb weniger Jahre aus dem Amateurbereich an die Spitze der Bundesliga aufstieg.

Ein TSG-Sprecher sagte auf dpa-Anfrage zur Forderung der Fangruppe: "Wir waren schon vorher mit der Fanszene dazu im Austausch und werden jetzt nochmal den Kontakt zu dieser Fangruppe aufnehmen."

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa-Pool/dpa

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