TSG-Coach Hoeneß versteht Kritik an Europacup-Reisen: "Wir werden das demütig angehen"

Sinsheim - Kann man europäischen Fußball noch verantworten? Trainer Sebastian Hoeneß (38) von der TSG 1899 Hoffenheim hat Verständnis für die Kritik an den Europacup-Reisen.

TSG-Trainer Sebastian Hoeneß (38) äußerte sich zu den umstrittenen Europacup-Reisen.
TSG-Trainer Sebastian Hoeneß (38) äußerte sich zu den umstrittenen Europacup-Reisen.  © Uwe Anspach/dpa

"Im Endeffekt ist es so, dass wir in einer Blase leben. Trotzdem kann ich diese moralische Debatte nachvollziehen", sagte der 38-Jährige bei einer Online-Pressekonferenz des Bundesligisten am Donnerstag.

"Wir werden das so demütig wie möglich angehen", sagte Hoeneß vor dem Europa-League-Hinspiel am kommenden Donnerstag (21 Uhr) gegen Molde FK.

Die Partie wird wegen der Einreisebeschränkungen in Norwegen im Stadion des FC Villarreal in Spanien stattfinden.

In der Europa League und Champions League sind aus ähnlichen Gründen mehrere Begegnungen in andere Länder verlegt worden. So spielen RB Leipzig gegen den FC Liverpool (16. Februar) und Borussia Mönchengladbach gegen Manchester City (24. Februar) in Budapest.

Die rege Reisetätigkeit der Clubs in der Corona-Pandemie ist umstritten. "Es liegt nicht an mir, das in irgendeiner Form zu bewerten", sagte Hoeneß. Man sei natürlich froh, spielen zu dürfen.

An diesem Donnerstag wurde bekannt, dass Thomas Müller (31) positiv auf das Coronavirus getestet wurde (TAG24 berichtete). Sein Verein, der FC Bayern München, weilt derzeit bei der Klub-WM in Katar.

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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