Hoffenheims Kapitän Benjamin Hübner: "Müssen diese Saison beenden"

Sinsheim - Kapitän Benjamin Hübner von der TSG 1899 Hoffenheim hat "wirklich" die Hoffnung, dass die Bundesliga-Saison zu Ende gespielt wird.

Bremen, 26. Januar: Hoffenheims Benjamin Hübner (links) im Kampf mit Bremens Milot Rashica.
Bremen, 26. Januar: Hoffenheims Benjamin Hübner (links) im Kampf mit Bremens Milot Rashica.  © Carmen Jaspersen/dpa

"Wir müssen diese Saison beenden, wenn es irgendwie geht", sagte der 30-Jährige in einem "Kicker"-Interview. 

"Natürlich spielen wir alle am liebsten in vollen Stadien, aber es geht dann nicht um uns Spieler." In erster Linie gehe es aber um die Gesundheit aller, das habe oberste Priorität.

"Unter einem Abbruch würden sehr viele Vereine und Menschen enorm leiden. Das sollte wirklich das letzte Mittel sein", sagte Hübner weiter. 

Sein Bruder Florian spielt bei Union Berlin, sein Vater Bruno ist Sportdirektor bei Eintracht Frankfurt.

Offiziell ausgesetzt ist der Spielbetrieb in der Bundesliga wegen des Coronavirus bis zum 2. April. Höchstwahrscheinlich wird es aber wohl für einen längeren Zeitraum keine Spiele geben.

Einige Virologen rechnen sogar damit, dass es bis zum Jahresende keinen regulären Sportbetrieb mit Zuschauern gibt. Das Präsidium der Deutschen Fußball Liga will an diesem Dienstag beraten.

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Update 10.12 Uhr:  Ein Abbruch der Saison würde den Fußball-Zweitligisten SV Sandhausen finanziell hart treffen. "Rund 48 Prozent" ist der Anteil der TV-Einnahmen am Gesamtetat des SVS groß, wie Präsident Jürgen Machmeier im Interview der "Rhein-Neckar-Zeitung" (Montag) sagte. "Und es sind rund elf Prozent Zuschauereinnahmen. Da sieht man, wo die Prioritäten liegen müssen."

Die Verantwortlichen halten daher Geisterspiele, die im TV ausgestrahlt werden könnten, für besser als gar keine Spiele. "Nicht weiter zu spielen, wäre existenzbedrohend", sagte Geschäftsführer Volker Piegsa. "Der SV Sandhausen ist bislang nicht gefährdet, aber wenn ein Abbruch kommen sollte, dann wird es auch bei uns erhebliche Einschränkungen im sportlichen Bereich und bei den Mitarbeitern geben, da müssen wir dann gemeinsam durch", ergänzte Machmeier.

Titelfoto: Carmen Jaspersen/dpa

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