1860 zu stark für Kaiserslautern! Löwen nach Sieg mitten im engen Aufstiegsrennen

München - Der Traum vom Aufstieg geht weiter! Der TSV 1860 München hat am 35. Spieltag der 3. Liga gegen den 1. FC Kaiserslautern einen klaren und vor allem extrem wichtigen Sieg eingefahren. Am Ende stand ein 3:0 (1:0) zu Buche.

Der Traum vom Aufstieg geht weiter! Der TSV 1860 München hat am 35. Spieltag der 3. Liga gegen den 1. FC Kaiserslautern einen Sieg eingefahren.
Der Traum vom Aufstieg geht weiter! Der TSV 1860 München hat am 35. Spieltag der 3. Liga gegen den 1. FC Kaiserslautern einen Sieg eingefahren.  © imago images/foto2press

Die Tore im Stadion an der Grünwalder Straße erzielten Richard Neudecker zum 1:0 (31. Minute) und Phillipp Steinhart per Foulelfmeter zum 2:0 (52.) sowie aus dem Spiel zum 3:0-Endstand (69.).

Löwen-Trainer Michael Köllner nahm im Vergleich zum 2:0-Erfolg beim SV Waldhof Mannheim nur eine Veränderungen an der ersten Elf vor: Fabian Greilinger durfte für Daniel Wein (Bank) mitwirken.

Köllners Gegenüber, FCK-Trainer Marco Antwerpen, rotierte nach dem so wichtigen 3:2-Sieg gegen die SpVgg Unterhaching zweifach: Matheo Raab stand anstelle des erkrankten Avdo Spahic zwischen Pfosten, zusätzlich rückte Anas Bakhat für Kenny Prince Redondo (nicht im Kader) in die Startelf.

Auf dem Rasen legten die Münchner, die unbedingt in die 2. Bundesliga aufsteigen wollen, dominant los. Die Sechzger hatten den Ball und damit ebenso das Sagen, bauten Druck auf. Kaiserslautern hatte klar sichtbare Probleme. Ein Versuch von Sascha Mölders verfehlte den Kasten von Raab jedoch (4.).

Die Hausherren hielten in der Folge den immensen Druck zunächst aufrecht, hatten wenige Minuten später aber Pech, dass Schiedsrichter Christof Günsch einen klaren Trikotzupfer von Adam Hlousek an Stephan Salger am linken Fünfereck nicht als solchen erkannte und 1860 deshalb einen Elfmeter sowie die mögliche Führung in der Anfangsviertelstunde verwehrte (9.).

Nach der ersten Drangphase kamen die Gäste etwas besser in die Partie - und in der 22. Minute sogar zu einem Abschluss. Bei einem Konter der Roten Teufel landete das Leder bei Bakhat, der aus 16 Metern einfach Maß nahm. 1860-Schlussmann Hiller hatte mit dem komplett zentral geschossenen Aufsetzer zwar kleine Probleme, wirklich gefährlich wurde es allerdings nicht.

Den Löwen fehlte derweil im letzten Drittel trotz der Überlegenheit die Genauigkeit, weshalb es mit der Führung nicht so richtig klappen wollte. Dies änderte sich erst nach einer Schrecksekunde im eigenen Sechzehner, als Semi Belkahia einen scharfen Querpass von links von Marvin Pourié denkbar knapp am eigenen Tor vorbei zu einem Eckball klären konnte. Dieser sollte dann Folgen haben - allerdings nicht für die Köllner-Truppe, sondern für die ausführenden Gäste.

Aufstellung des TSV 1860 München gegen den 1. FC Kaiserslautern in der 3. Liga

Startelf des 1. FC Kaiserslautern im Spiel gegen den TSV 1860 München in der 3. Liga

Richard Neudecker und Phillipp Steinhart schießen TSV 1860 München zum Sieg gegen Kaiserslautern

Phillipp Steinhart hat allen Grund zum Jubeln: Der Löwen-Akteur traf für den TSV 1860 München gegen den 1. FC Kaiserslautern doppelt.
Phillipp Steinhart hat allen Grund zum Jubeln: Der Löwen-Akteur traf für den TSV 1860 München gegen den 1. FC Kaiserslautern doppelt.  © imago images/foto2press

Denn auf den Eckstoß von der linken Seite folgte direkt einer von der anderen - und der wurde für Lautern zum Bumerang. Merveille Biankadi hatte nach dem Ballgewinn und während des Konters das Auge für Neudecker, der sich mit einem schlauen Laufweg etwas Luft verschaffte und aus 14 Metern mit einem sehenswerten Lupfer über Raab hinweg die Hausherren mit 1:0 in Front brachte (31.). Stark!

Eine Antwort der Gäste blieb aus, weshalb es mit der Führung in der Folge auch in die Kabinen ging.

Lange sollte es in Durchgang zwei aber nicht bei dem knappen Vorsprung bleiben. Nach einem Zuspiel und einer Ballmitnahme war Mölders den entscheidenden Schritt vor dem herausgeeilten Raab am Ball, der den bulligen Top-Stürmer nur noch am Fuß erwischte. Klares Foul, klarer Elfer!

Es war eine Chance, die sich Steinhart nicht nehmen ließ. Zwar hatte Raab die richtige Ecke, kam an den perfekt ins linke untere Eck geschossenen Versuch des Münchner Akteurs nicht mehr heran - 2:0 (52.). Die Münchner blieben bissig, wollten nachlegen!

Sowohl Salger, dessen Kopfball das Tor knapp verfehlte (55.), als auch Mölders, der nach einem Fehler von Felix Götze links in Szene gesetzt wurde, allerdings rechts unten hauchzart verzog (62.), verpassten jeweils die Vorentscheidung. Es war einiges los in Giesing - allerdings nahezu ausschließlich aus Löwen-Sicht. Kaiserslautern fehlten an diesem Abend schlicht die Mittel.

Und in der 69. Minute war es dann endlich soweit: Steinhart kam im Strafraum halblinks zum Schuss, noch abgefälscht landete der Ball in der linken unteren Ecke. Nichts zu machen für Raab, 3:0, die Entscheidung in einer gänzlich einseitigen Partie.

Durch den klaren Sieg sind die Löwen mit 64 Zählern aus 35 Partien mitten im Aufstiegsrennen. Dynamo Dresden kam gegen den SC Verl nicht über ein 0:0-Remis hinaus, auch Hansa Rostock und der FC Ingolstadt trennten sich nur unentschieden (1:1). Dresden bleibt punktgleich mit Rostock an der Tabellenspitze (66 Punkte). Auch 1860 (Rang 3) und Ingolstadt (4) sind gleichauf.

Nach dem Kräftemessen im heimischen Grünwalder gegen die Roten Teufel geht es für den TSV 1860 München bereits am Samstagnachmittag wieder zur Sache, wenn die Löwen auswärts beim SV Wehen Wiesbaden (14 Uhr) zu Gast sind. Kaiserslautern muss im Kampf um den so erhofften Klassenerhalt in der 3. Liga zeitgleich gegen KFC Uerdingen ran.

Titelfoto: imago images/foto2press

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