1860-Pleite gegen Bayern II: "Haben uns Niederlage heute selbst zuzuschreiben"

München - Der Traum vom Aufstieg in die 2. Bundesliga ist für den TSV 1860 München in der laufenden Spielzeit nahezu ausgeträumt. Die Chancen sind verschwindet gering, woran ausgerechnet der FC Bayern München II mitschuldig ist.

Der Treffer von Löwen-Stürmer Sascha Mölders (l.) war am Ende für den TSV 1860 München gegen den FC Bayern II zu wenig.
Der Treffer von Löwen-Stürmer Sascha Mölders (l.) war am Ende für den TSV 1860 München gegen den FC Bayern II zu wenig.  © Matthias Balk/dpa

Verloren die Löwen am Mittwochabend im Rahmen des 35. Spieltags der 3. Liga in einem echten "Do-or-Die-Spiel" nach einem harten Kampf denkbar knapp mit 1:2 doch ausgerechnet gegen den Lokalrivalen, der trotz derzeitiger Tabellenführung aufgrund der DFL-Regularien vom Aufstieg ausgeschlossen ist.

"Gratulation an den FC Bayern. Wir haben uns die Niederlage heute selbst zuzuschreiben", erklärte 1860-Trainer Michael Köllner (50) im Anschluss an das Duell im Stadion an der Grünwalder Straße. Vor allem in der ersten Halbzeit habe sein Team aus den eigenen Möglichkeiten zu wenig gemacht, hätte klarer in Führung liegen müssen, so der 50-Jährige.

"Wir haben viele Möglichkeiten weggeworfen. So war das 1:1 kurz vor der Halbzeit ungünstig und unglücklich, als wir in eine Kontersituation gelaufen sind", analysierte Köllner, der im Anschluss selbst eine "sehr ausgeglichene" zweite Hälfte sah, ohne dabei das Gefühl zu haben, dass seine Truppe vom Ausgleich allzu sehr beeinträchtigt gewesen sei. 

Generell monierte der Übungsleiter aber zahlreiche Nachlässigkeiten in mehreren Überzahlsituationen, welche weitere Torerfolge verhindert hätten - und bei lediglich noch drei zu absolvierenden Spielen wohl das Ende aller so sehnlichst erhofften Aufstiegschancen des Klubs aus Giesing darstellen dürften.

"Meine Mannschaft hat alles gegeben auf der einen Seite, auf der anderen waren wir in manchen Situationen zu nachlässig. Und dann müssen wir die Niederlage einzig und allein uns selbst zuschreiben", fasste Köllner zusammen.

TSV 1860 München: Trainer Michael Köllner blickt auf letzte Saisonspiele

1860-Trainer Michael Köllner war trotz der Niederlage mit der Leistung seiner Spieler gegen den FC Bayern II nicht gänzlich unzufrieden.
1860-Trainer Michael Köllner war trotz der Niederlage mit der Leistung seiner Spieler gegen den FC Bayern II nicht gänzlich unzufrieden.  © Matthias Balk/dpa

Mit nunmehr fünf Punkten Rückstand auf den FC Ingolstadt (57 Zähler) und den MSV Duisburg (57) auf den Rängen vier und fünf sowie vier auf Hansa Rostock (56) auf Platz sechs wird es für die Sechzger schwer bis unmöglich, die Relegation doch noch irgendwie zu erreichen. Vor allem da auch der SV Waldhof Mannheim (54) und der SV Meppen (52) vor den neuntplatzierten Löwen (52) liegen.

Auf den direkten Aufstiegsplätzen in die 2. Bundesliga befinden sich aktuell zudem Eintracht Braunschweig (61) und die Würzburger Kickers (60).

Der FC Bayern II (61) thront zwar nach dem Spieltag weiterhin an der Tabellenspitze, ist jedoch aufgrund der ersten Mannschaft des amtierenden Meisters und Pokalsiegers aus der Landeshauptstadt nicht aufstiegsberechtigt, weshalb die dahinter liegenden Klubs am Ende der Saison auf die Aufstiegsränge sowie den Relegationsrang aufrücken werden.

Trotz der bitteren Niederlage im Derby und deren Folgen war Köllner, den die Tatsache, dass es ausgerechnet gegen Rivalen eine Pleite gab, laut eigener Aussage nicht noch zusätzlich wurmte, nicht unzufrieden mit der Leistung in einem "hochintensiven Spiel". 

"Wir waren präsent in dem Match und haben die aktuell beste Mannschaft in der Liga an ihre Grenze gebracht", erklärte der Trainer. Seine Mannschaft habe alles gegeben, aber man habe es letztlich nicht geschafft, sie über jene "Grenze" zu bringen.

Eine Rolle habe dabei auch das enorme Pensum der englischen Wochen gespielt, weshalb gegen Ende mitunter die Kraft gefehlt habe. Im Hinblick auf die restlichen Partien machte sich Köllner indes keine Sorgen: "Die Mannschaft wird jetzt nicht zerfallen. Wir haben unser Saisonziel relativ früh erreicht. Jetzt geht es am Ende um DFB-Pokal-Plätze und eine grundsätzlich gute Platzierung. Wir werden die Saison so zu Ende spielen, dass wir noch das maximal beste Ergebnis herausholen."

Für Köllner und den TSV 1860 München geht es bereits am Samstag (27.6, 14 Uhr) mit dem Heimspiel gegen die SpVgg Unterhaching weiter. Es folgt wenige Tage später das Duell gegen die SG Sonnenhof Großaspach (1.7, 19 Uhr), ehe die Löwen zum Abschluss der Saison 2019/20 im Grünwalder Stadion den FC Ingolstadt (14 Uhr) erwarten werden.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

Mehr zum Thema TSV 1860 München:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0