Rückschlag im Kampf um den Aufstieg! TSV 1860 München patzt gegen VfB Lübeck

Lübeck - Nur ein bitteres Remis! Der TSV 1860 München hat im Nachholspiel des 23. Spieltags beim VfB Lübeck Punkte verschenkt. Am Ende stand ein 0:0 gegen den Tabellenletzten im Dietmar-Scholze-Stadion an der Lohmühle zu Buche.

Der TSV 1860 München tat sich beim Gastspiel beim VfB Lübeck schwer. Der Tabellenletzte erkämpfte sich ein Remis.
Der TSV 1860 München tat sich beim Gastspiel beim VfB Lübeck schwer. Der Tabellenletzte erkämpfte sich ein Remis.  © imago images/Nordphoto

Löwen-Trainer Michael Köllner nahm im Vergleich zum deutlichen 4:0-Erfolg beim Halleschen FC keinerlei Veränderungen an seiner ersten Elf vor.

Köllners Gegenüber, VfB-Übungsleiter Rofl Landerl, reagierte nach dem 1:1 beim KFC Uerdingen 05 mit einem Wechsel in der Startelf. Für Elsamed Ramaj durfte Marvin Thiel von Beginn an mitwirken.

Trotz der auf dem Papier klaren Kräfteverhältnisse taten sich die Münchner beim vermeintlich eher einfachen Gastspiel in Schleswig-Holstein zunächst spürbar schwer. So mangelte es in der Nähe des Sechzehners an Gedankenschnelligkeit und Ideen. Im Spielaufbau ging Sechzig die Genauigkeit ab.

Kein Ultimatum: TSV 1860 München vertraut weiter auf Cheftrainer Köllner
TSV 1860 München Kein Ultimatum: TSV 1860 München vertraut weiter auf Cheftrainer Köllner

Erst nach knapp einer Viertelstunde hatte Stefan Lex nach einer Ecke von rechts die erste Chance, traf aber per Kopf nur das Außennetz (14. Minute).

Lübeck agierte ebenfalls nicht sonderlich sicher.

Der VfB versuchte, möglichst kompakt zu stehen, um bei eigenem Ballbesitz schnell nach vorne zu spielen - und das beinahe auch noch mit Erfolg!

In der 19. Minute landete die Kugel am Strafraum der Sechzger bei Yannick Deichmann, der drei Gegenspieler mit einem feinen Trick stehen ließ und aus neun Metern sowie spitzem Winkel abzog. Das Leder zischte jedoch knapp am linken Pfosten vorbei.

Mit zunehmender Dauer erarbeiteten sich die Löwen zwar ein leichtes Übergewicht, gefährlich wurde es aber selten.

Aufstellung des TSV 1860 München gegen den VfB Lübeck in der 3. Liga

Startaufstellung des VfB Lübeck gegen den TSV 1860 München in der 3. Liga

TSV 1860 München lässt beim Gastspiel beim VfB Lübeck gute Chancen liegen - und am Ende auch Punkte

Enttäuschend aus Sicht des TSV 1860 München: Auch Stürmer Sascha Mölders (2.v.r.) konnte am Remis gegen den VfB Lübeck nichts ändern.
Enttäuschend aus Sicht des TSV 1860 München: Auch Stürmer Sascha Mölders (2.v.r.) konnte am Remis gegen den VfB Lübeck nichts ändern.  © Imago Images/Lobeca

Lex verpasste nach einem Querpass von Marveille Biankadi in der Mitte (38.), Richard Neudecker scheiterte mit einem scharf geschossenen Freistoß ins Torwarteck an Lübeck-Keeper Lukas Raeder (41.). Immer wieder brachten die Gäste zudem die Hausherren durch Fehler zurück in die Partie.

Da Cyrill Akono jedoch zentral aus guter Position Marco Hiller im Tor der Köllner-Elf nicht überwinden konnte (43.), blieb es zur Pause in einem letztlich nahezu auf Augenhöhe ablaufenden Spiel torlos.

Für den ersten kleinen Höhepunkt in Durchgang zwei sorgten wie zum Ende der ersten Halbzeit die Gastgeber. Ein Fallrückzieher von Ersin Zehir flog jedoch über die Querlatte der Münchner (46.).

1860 München will trotz zwei Niederlagen "mit breiter Brust auftreten"
TSV 1860 München 1860 München will trotz zwei Niederlagen "mit breiter Brust auftreten"

Die bissige Reaktion der Löwen folgte auf dem Fuße, Lübeck wurde hinten eingeschnürt. Ecke um Ecke segelte in dieser Phase in den Sechzehner, die Führung des Tabellensechsten lag nun in der Luft.

Lex konnte zwar Schlussmann Raeder überwinden, allerdings nicht VfB-Kapitän Tommy Grupe, der auf der Linie gerade noch klären konnte (51.). Kurz zuvor war bereits ein wuchtiger Schussversuch von Dennis Dressel in höchster Not abgelenkt worden (49.). Köllner trieb seine Mannschaft von der Seitenlinie an. Es fehlte lediglich noch etwas Zählbares.

Das konnte jedoch auch Sascha Mölders nicht liefern, der das Tor mit dem rechten Fuß knapp verfehlte (64.) - auch in dieser Szene war aus Sicht des Favoriten mehr drin. Der Ball zappelte jedoch plötzlich am anderen Ende des Feldes in den Maschen!

Nach einer Kerze im Strafraum der Münchner traf Osarenren Okungbowa, stand jedoch zuvor im Abseits (76.). Trotz aller Bemühungen blieb es beim aus 1860-Sicht enttäuschenden Remis. Der Traum vom Aufstieg rückt immer weiter in die Ferne.

Für den TSV 1860 geht es am kommenden Montag im Stadion an der Grünwalder Straße gegen die SG Dynamo Dresden (19 Uhr) wieder zur Sache, Lübeck trifft bereits zwei Tage zuvor am Samstagnachmittag auf den SC Verl (14 Uhr).

Titelfoto: Imago Images/Lobeca

Mehr zum Thema TSV 1860 München: