1860-Wahnsinn in Dresden, Pokal-Kracher gegen BVB: Münchner Löwen sind bereit!

Dresden/München - Ein "richtig geiles Spiel" haben die Fans in Dresden erlebt. In einem verrückten Sieben-Tore-Spektakel konnte der TSV 1860 München gleich zu Beginn der erneuten Aufstiegsmission in der 3. Liga ein klares Zeichen setzen.

Marcel Bär (30, M.) und der TSV 1860 München haben beim Gastspiel bei Dynamo Dresden die ersten drei Zähler der Saison eingefahren.
Marcel Bär (30, M.) und der TSV 1860 München haben beim Gastspiel bei Dynamo Dresden die ersten drei Zähler der Saison eingefahren.  © Picture Point/Roger Petzsche

Die Löwen fühlten sich nach ihrem irren Auftakt in die neue Spielzeit wie auf Wolken gebettet. "Das war unser Ziel, dass wir aus dieser Hölle einen Himmel machen. So jubeln wir in diesem Stadion", sagte der verschwitzte Münchner Trainer Michael Köllner (52) nach dem Tor-Wahnsinn in Dresden.

Vor 24.046 leidenschaftlichen Fans im hitzigen Rudolf-Harbig-Stadion sendete seine Mannschaft am Samstag zum Start gleich das erste kraftvolle Zeichen im Aufstiegskampf. Mit 4:3 entschieden die Sechzger beim Zweitligaabsteiger Dynamo Dresden einen absolut wilden Schlagabtausch für sich.

Die Truppe sammelte durch den Erfolg wichtiges Selbstvertrauen für den nächsten Widersacher in Schwarz-Gelb: Im ausverkauften Kracher im DFB-Pokal gegen Vizemeister Borussia Dortmund will der Traditionsverein aus Giesing am Freitagabend (20.45 Uhr) direkt die nächste Show abliefern.

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Weiter: "Wir fahren mit drei Punkten nach Hause und hoffen, dass uns der Sieg Rückenwind für die nächsten Aufgaben gibt."

Die ersten 90 Minuten der Saison, in der die Löwen die Rückkehr in die 2. Bundesliga schaffen wollen, hatten es in sich.

TSV 1860 München ist bereit für anstehende Herausforderung in der 3. Liga und dem DFB-Pokal

Löwen-Trainer Michael Köllner (52, M.) und seine Mannschaft planen den nächsten Coup: Im DFB-Pokal geht es gegen Borussia Dortmund rund.
Löwen-Trainer Michael Köllner (52, M.) und seine Mannschaft planen den nächsten Coup: Im DFB-Pokal geht es gegen Borussia Dortmund rund.  © Picture Point/Roger Petzsche

Tore und Emotionen pur machten Lust auf mehr. "Wir haben eine sehr starke erste Halbzeit gespielt, sie gut kontrolliert, die Stimmung gut im Griff gehabt", befand Köllner, der in Marco Hiller (25) einen lange nicht zu überwindenden Torwart hatte.

In der Schlussphase war es aber - doch etwas unnötig - richtig stürmisch geworden. "Das war eins der anstrengendsten Spiele in meiner Karriere", resümierte 1860-Neuzugang Fynn Lakenmacher (22), der in der Spitze rackerte und individuelle Dresdner Fehler immer wieder eiskalt ausnutzte.

"Die Stimmung im Stadion hat gekocht, für einen Außenstehenden war das sicher ein richtig geiles Spiel. Ich bin froh, dass wir bei dem Tor-Festival eins mehr als der Gegner geschossen haben", sagte er.

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Köllner umarmte nach dem erlösenden Schlusspfiff seinen Kapitän Stefan Lex (32) und riss erleichtert die Arme in die Höhe.

Die Münchner sind auf jeden Fall bereit für die nächsten Herausforderungen.

"In Dresden gewinnt nicht jede Mannschaft. Auftaktspiel, fast volles Stadion, Livespiel - da musst du dich zeigen, darfst dich nicht verstecken", sagte Marcel Bär (30) nach dem Auswärtserfolg sichtlich zufrieden. "Wir haben die Prüfung bestanden", erklärte der Doppel-Torschütze. Ob er auch gegen den BVB im Pokal wieder netzen kann? Wichtig wäre es.

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

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