Lucky Punch! TSV 1860 feiert gegen Verl glücklichen Auswärtssieg

Paderborn - Viertes Spiel, vierter Sieg! Der TSV 1860 München hat beim SC Verl am 4. Spieltag der 3. Liga die nächsten wichtigen Zähler eingefahren. Am Ende einer schwachen Partie stand ein denkbar knapper 1:0 (0:0)-Erfolg zu Buche.

Fynn Lakenmacher (M.) und seine Mitspieler vom TSV 1860 München taten sich am 4. Spieltag beim SC Verl über weite Strecken der Partie schwer.
Fynn Lakenmacher (M.) und seine Mitspieler vom TSV 1860 München taten sich am 4. Spieltag beim SC Verl über weite Strecken der Partie schwer.  © IMAGO/PaetzelPress

Den einzigen Treffer des Tages in der Home-Deluxe-Arena in Paderborn erzielte Meris Skenderovic in der Nachspielzeit für die Münchner (90.+2 Minute).

Im Vergleich zum deutlichen 4:0-Erfolg gegen den SV Meppen nahm 1860-Coach Michael Köllner zwei Änderungen an seiner Startelf vor: Stefan Lex und Yannick Deichmann durften für Phillipp Steinhart (Knieverletzung) und Joseph Boyamba (Bank) ran.

Sein Gegenüber, SC-Trainer Michel Kniat, reagierte nach der 0:2-Pleite bei der SG Dynamo Dresden ebenso zweifach: Vinko Sapina (gesperrt) und Cyrill Akono (Bank) wurden gegen die Münchner Löwen durch Tom Baack sowie Joel Grodowski ersetzt.

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Auf dem Rasen übernahm Sechzig zunächst das Kommando gegen tief stehende Gastgeber, die früh einen bitteren Rückschlag hinnehmen mussten.

Nach nicht einmal drei Minuten ging es für Nicolas Sessa verletzt nicht weiter, für ihn kam Leon Bürger.

Trotz der anfänglichen Überlegenheit gelang es den Löwen in der Anfangsviertelstunde nicht ansatzweise, Verl-Torhüter Niclas Thiede ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Mit zunehmender Spieldauer fand die Kniat-Truppe bei strahlendem Sonnenschein und hohen Temperaturen dann besser in die Partie. Wirklich zwingend wurde es im letzten 1860-Drittel jedoch ebenfalls nicht.

Der Favorit aus München agierte über weite Strecken erschreckend kraft- und ideenlos. In einem nahezu ereignislosen Duell spielte sich in Durchgang eins folglich praktisch alles in der ungefährlichen Zone zwischen den jeweiligen Sechzehnern ab.

Verl hatte dabei zwar mehr Ballbesitz, konnte mit diesem aber genauso wenig anfangen wie die Spieler von Köllner, der mit dem Auftritt nicht zufrieden und an der Seitenlinie so ein ums andere Mal wild gestikulierend zu sehen war.

Startaufstellung des TSV 1860 München beim SC Verl am 4. Spieltag der 3. Liga

Fynn Lakenmacher vergibt für den TSV 1860 München - Mitspieler Meris Skenderovic macht es besser!

Fynn Lakenmacher (vorne) hatte einen Treffer für den TSV 1860 München gegen den SC Verl auf dem Fuß, verfehlte den Kasten jedoch knapp.
Fynn Lakenmacher (vorne) hatte einen Treffer für den TSV 1860 München gegen den SC Verl auf dem Fuß, verfehlte den Kasten jedoch knapp.  © IMAGO/PaetzelPress

Die beste Chance der ersten Halbzeit gehörte in der 37. Minute letztlich verdient den Hausherren.

Eduard Probst setzte sich am rechten Fünfereck mit etwas Glück gegen zwei zu passive Löwen durch, seinen Abschluss konnte 1860-Schlussmann Marco Hiller aber entschärfen. Kurz darauf ging es zum Durchschnaufen erst einmal in die Kabinen.

Die Halbzeitansprache von Köllner dürfte es nach der Darbietung seiner Spieler im ersten Abschnitt zwar wohl in sich gehabt haben - Wirkung zeigte eben jene auf dem Feld vorerst allerdings nicht.

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Die Münchner taten sich auch nach Wiederanpfiff sichtlich schwer. Verl hatte mehr vom Spiel, das letzte Quäntchen vor Hiller fehlte aber weiterhin.

Wie aus dem Nichts wären die Löwen in der 67. Minute dann fast in Führung gegangen.

Von Mitspieler Deichmann mustergültig in Szene gesetzt kam Fynn Lakenmacher aus rund zwölf Metern mittig im Strafraum der Gastgeber zum Abschluss, ließ die hundertprozentige Möglichkeit jedoch aus. Der etwas zu unplatzierte Flachschuss des Stürmers zischte am rechten Pfosten haarscharf vorbei. Es schien ein kleiner Weckruf für die Köllner-Truppe gewesen zu sein.

Die Münchner erhöhten den Druck vor allem in der Schlussphase, ohne zunächst aber wirklich nachlegen zu können. Als alles nach einem torlosen Remis aussah, gelang allerdings doch noch der Lucky Punch. Eine Flanke von Christopher Lannert segelte in der Nachspielzeit in den Sechzehner der Hausherren, in dem Skenderovic frei hochstieg und per Kopf vollstreckte (90.+2).

Für den TSV 1860 München steht in der 3. Liga am kommenden Freitag (19 Uhr) das nächste Spiel an, wenn die Löwen vor heimischer Kulisse den Halleschen FC empfangen. Der SC Verl gastiert am Sonntag (13 Uhr) beim VfB Oldenburg.

Titelfoto: IMAGO/PaetzelPress

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