TSV 1860 München feiert Krimi-Sieg im Toto-Pokal: "Gefehlt hat am Ende nur eines..."

München - Beim Warmspielen für die neue Saison hat sich der TSV 1860 München einen Premierentitel gesichert. In einem Elfmeter-Krimi jubelten die Löwen nach dem Erfolg gegen die Würzburger Kickers über den erstmaligen Gewinn des Toto-Pokals.

Löwen-Dompteur Michael Köllner (50) ist zufrieden mit seiner Mannschaft.
Löwen-Dompteur Michael Köllner (50) ist zufrieden mit seiner Mannschaft.  © Matthias Balk/dpa

"Wir wollten uns belohnen, hatten in dem Spiel immer das Gefühl, dass wir gut unterwegs sind gegen eine gute Mannschaft. Wir hatten hinten raus sogar mehr Körner als der Zweitligist. Das ist wichtig", sagte Trainer Michael Köllner (50) nach fünf Wochen harter Saisonvorbereitung.

Torwart Marco Hiller (23) wuchs im Elfmeterschießen über sich hinaus. Er hielt am Samstag beim 1860-Heimspiel die ersten zwei Strafstöße für die Mannschaft von Köllner. 

Der Zweitliga-Aufsteiger aus Unterfranken war beim 5:2 n.E. (1:1) durch einen feinen Freistoß von Arne Feick (58. Spielminute) in Führung gegangen. Fabian Greilinger glich kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit gegen den Zweitligisten mit einem abgefälschten Schuss aus. 

Im Elfmeterschießen konnten sich die Münchner bei Geisterkulisse gegen den Titelverteidiger aber nicht nur auf Schlussmann Hiller verlassen, sondern auch auf die Schützen. 

Alle, die angetreten waren, trafen. Quirin Moll verwandelte den entscheidenden Strafstoß für 1860.

Elfer-Krimi im Toto-Pokal: "Ohne Fans fehlt dem Fußball etwas"

"Spannung bis zum Ende, ein toller Freistoß-Treffer, ein Last-Minute-Ausgleich, Entscheidung im Elfmeterschießen mit zwei parierten Elfmetern und am Ende ein Premieren-Sieger: Das Finale war der krönende Abschluss einer packenden Pokalsaison", sagte Rainer Koch, Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes. 

"Gefehlt hat am Ende nur eines: die Zuschauer. Ohne Fans fehlt dem Fußball etwas."

Die Löwen, die durch den Finaleinzug der Kickers schon vorab für den DFB-Pokal qualifiziert waren, treffen in der Hauptrunde am 12. September auf Erstligist Eintracht Frankfurt. Für die Würzburger geht es in der ersten Runde gegen einen Zweitligisten. Am 14. September ist Hannover 96 in Unterfranken zu Gast.

"Wir müssen das Spiel abhaken und in Zukunft über 90 Minuten eine bessere Leistung abrufen und das Tor besser verteidigen und vorne die Chancen besser ausspielen", sagte der Würzburger Trainer Michael Schiele.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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