Stadt München macht Rolle rückwärts: TSV 1860 und Türkgücü doch ohne Fans!

Update 9. Oktober, 12.20 Uhr: Doch keine Zuschauer bei TSV 1860 und Türkgücü München zugelassen

München - Bitter! Die Stadt München lässt aufgrund des Infektionsgeschehens in der bayerischen Landeshauptstadt nun doch keine Zuschauer für die Partien der Drittligisten Türkgücü München und TSV 1860 München zu. Mindestens bis zum 25. Oktober gibt es keine Fans in Münchner Stadien.

"Aufgrund eines Anordnungsbescheides der Stadt München sind für die kommenden beiden Heimspiele des TSV 1860 München gegen den VfB Lübeck und den 1. FC Saarbrücken keine Zuschauer zugelassen", teilte die Löwen mit. 

Auch Türkgücü wird am Samstag gegen den SV Wehen Wiesbaden wieder vor leeren Rängen spielen müssen.

Natürlich ist auch der FC Bayern München davon betroffen.

Nachdem die Sieben-Tage-Inzidenz laut Robert Koch-Institut von 32,5 am Dienstag wieder auf 42,4 gestiegen ist, sprachen sich die Behörden gegen die Zulassung von Fans aus. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen an.

Ursprüngliche Meldung vom 7. Oktober: Fans bei TSV 1860 und Türkgücü München zugelassen

München - Gute Nachrichten für Löwen-Fans! Der TSV 1860 München darf als erster Club aus der bayerischen Landeshauptstadt in dieser Saison vor Zuschauern spielen. Auch Ligakonkurrent Türkgücü München darf Fans empfangen.

Vor Corona: Löwen-Fans stehen im Grünwalder Stadion im Block. (Archiv)
Vor Corona: Löwen-Fans stehen im Grünwalder Stadion im Block. (Archiv)  © Andreas Gebert/dpa

Nachdem sowohl das Robert Koch-Institut mit 34,7 als auch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit 34,66 für München eine Sieben-Tage-Inzidenz knapp unter dem Signalwert von 35 vermeldet hatten, wurde von den Behörden Grünes Licht für Begegnungen vor Zuschauern gegeben. 

Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen an.

Die Löwen dürfen am Samstag gegen den VfB Lübeck ebenso Fans im Grünwalder Stadion empfangen wie Türkgücü im Olympiastadion bei der Partie gegen den SV Wehen Wiesbaden (Anpfiff jeweils 14 Uhr). 

Allerdings dürften die Spiele nur mit maximal zehn Prozent der jeweiligen Stadionkapazität stattfinden, teilte die Stadt München am Mittwoch mit. 

Die bisherigen Heimspiele der Münchner Drittligisten und des FC Bayern München in der Bundesliga hatten wegen der Coronavirus-Pandemie als Geisterspiele stattgefunden.

Olympiastadion und Grünwalder Stadion erstmals in dieser Saison mit Fans

Nach dem Aufstieg von Türkgücü soll es in dieser Saison erstmals nach 15 Jahren wieder regelmäßigen Profi-Fußball im Olympiastadion geben. Maximal acht Partien kann der Aufsteiger in der Arena im Olympiapark auszutragen. 

Die anderen Heimspiele will das Team im Stadion an der Grünwalder Straße bestreiten. Dort tragen weiterhin auch der TSV 1860 München und die zweite Mannschaft des FC Bayern ihre Matches aus.

Der FC Bayern hatte in der Saison 2004/05 letztmals Partien im Olympiastadion mit dem markanten Dach bestritten. Danach zogen der Rekordmeister und Stadtrivale 1860 in die neu gebaute Allianz Arena. Der TSV ist inzwischen in das Grünwalder Stadion zurückgekehrt.

Update 17.10 Uhr: Unverständnis beim TSV 1860 München

Die Entscheidung einer Zulassung von maximal zehn Prozent stieß beim TSV 1860 "auf Unverständnis und wirft sämtliche Planungen der vergangenen Wochen über den Haufen".

Der Club hatte mit einer 20-prozentigen Auslastung geplant. "Von einer Zulassung von zehn Prozent war in geführten Gesprächen der letzten Wochen keine Rede".

"Es gab eine klare Regelung: Liegt der Inzidenzwert über 35, wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit gespielt, liegt der Wert darunter, können 3000 Zuschauer zugelassen werden", hieß es in der Mitteilung.

Titelfoto: Andreas Gebert/dpa

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