Aufsteiger VfB stürzt chaotisches Mainz 05 mit Kantersieg in die Krise

Mainz - Der Aufsteiger triumphiert! Der VfB Stuttgart hat am zweiten Spieltag der Fußball-Bundesliga den 1. FSV Mainz 05 nach einem überzeugenden Auftritt mit 4:1 (1:1) geschlagen. Dabei erzielte Robin Quaison das 1:0 für die 05er (13. Minute), ehe Silas Wamangituka den 1:1-Ausgleich besorgte (45.). Daniel Didavi drehte mit seinem Treffer zum 2:1 (61.) die Partie. Mateo Klimowicz schoss anschließend das 3:1 (80.), ehe Sasa Kalajdzic mit dem 4:1 den Deckel draufmachte (86.). Der Mainzer Moussa Niakhate (77.) und VfB-Verteidiger Pascal Stenzel (90+1) flogen zudem mit einer Gelb-Roten Karte vom Platz. 

Hier fällt das 1:0 für Mainz 05 durch Robin Quaison.
Hier fällt das 1:0 für Mainz 05 durch Robin Quaison.  © Thomas Frey/dpa

Stuttgarts Trainer Pellegrino Matarazzo zog seine Lehren aus der Auftaktpleite gegen den SC Freiburg (2:3) und veränderte seine Startelf auf drei Positionen. Für die schwachen Marcin Kaminski und Klimowicz rückten Pascal Stenzel sowie Kalajdzic in die Mannschaft. Statt Roberto Massimo durfte sich Borna Sosa von Beginn an beweisen. 

Mainz-Coach Achim Beierlorzer tauschte im Vergleich zur Niederlage bei RB Leipzig (1:3) dagegen nur einmal: Jean-Paul Boëtius kam für Jonathan Burkardt. 

Im Vorfeld der Partie war die große Frage, wie die Chaos-05er nach dem Mannschaftsstreik rund um die Degradierung von Adam Szalai (32) auftreten würden. 

Und zu Beginn hatten die Rheinhessen tatsächlich daran zu knabbern. Die Stuttgarter bestimmten das Spiel, waren griffiger und gewannen die Zweikämpfe. 

Doch obwohl der VfB in allen Belangen die bessere Elf war, gelang es den Schützlingen von Matarazzo nicht, die Überlegenheit in Zählbares umzumünzen. 

Die Aufstellung des VfB Stuttgart gegen den 1. FSV Mainz 05

Silas Wamangituka besorgt den Ausgleich für den VfB

Stuttgarts Silas Wamangituka (l.) jubelt nach seinem Treffer zum 1:1 mit Gonzalo Castro.
Stuttgarts Silas Wamangituka (l.) jubelt nach seinem Treffer zum 1:1 mit Gonzalo Castro.  © Thomas Frey/dpa

Im Gegensatz zu den Mainzern. Ein langer Ball von Boëtius in den VfB-Strafraum erreichte Jean-Philippe Mateta, der per Kopf die Kugel querlegte, ehe Quaison ebenfalls mit dem Kopf zum 1:0 für die Mainzer verwandelte (13.). 

Es war ein Treffer aus dem berühmten Nichts, der außerdem das bisherige Spielgeschehen auf den Kopf stellte. Die Mainzer kamen nun besser in die Zweikämpfe, während die schockierten Schwaben ideenlos wirkten. 

Bis zur 45. Minute: Dann leitete der gute Gonazlo Castro die Kugel mit feinem Füßchen auf Wamangituka durch, der über die rechte Seite in den Strafraum drang und den Ball mit der Innenseite im rechten Toreck der Mainzer zum 1:1-Halbzeitstand unterbrachte.

Die zweite Hälfte begann mit viel Lehrlauf, bevor die Stuttgarter nach einem schnellen Gegenstoß in Führung gingen. Wataru Endo spielte einen starken Pass in die Tiefe auf Kalajdzic, der auf Didavi querlegte. Der 30-Jährige hatte anschließend keine Mühe, den Ball zum 2:1 über die Linie zu drücken (61.).

Mit diesem Treffer schien die Heimmannschaft, sich aufzugeben und der VfB setzte alles daran, die drei Punkte mit nach Stuttgart zu nehmen. Um diesbezüglich sicher zu gehen, legte der VfB nochmal eine Schippe drauf. So traf der eingewechselte Klimowicz, der nach einer Balleroberung und einem schnellen Konter von Wamangituka die Kugel lässig zum 3:1 im Tor der 05er versenkte (80.). 

Den 4:1-Schlusspunkt setzte Sasa Kalajdzic (86.) infolge eines schnellen Tempo-Gegenstoßes durch Massimo (86.). Außerdem flogen der Mainzer Moussa Niakhate (77.) und Pascal Stenzel (90+1) mit einer Gelb-Roten Karte vom Platz. 

Nach dieser Pleite gegen den VfB dürfte es bei den unter der Woche noch streikenden Mainzern nun mächtig kriseln.

Titelfoto: Thomas Frey/dpa

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