Beim VfB reagiert man bestürzt auf den Tod Diego Maradonas (†60), der einst in Stuttgart einen Titel gewann

Stuttgart - Die Nachricht vom Tod Diego Maradonas (†60) erschüttert die Fußball-Welt. Auch rund um den VfB Stuttgart herrscht Bestürzung.

VfB-Präsident Claus Vogt (51) postete dieses Foto auf Instagram.
VfB-Präsident Claus Vogt (51) postete dieses Foto auf Instagram.  © Screenshot Claus Vogt/Instagram

"Der VfB trauert um Diego Armando Maradona. Ruhe in Frieden", twitterte der Verein für Bewegungsspiele am Mittwochabend.

VfB-Präsident Claus Vogt (51) schrieb auf Instagram: "Ruhe in Frieden, Diego! Nicht nur für mich warst Du einer der besten Spieler, den die Welt je gesehen hat. Einer, der mir die Liebe zum Fußball gezeigt hat, die bis heute anhält."

Dabei hatte Vogt besonders an einen Abend große Erinnerungen: "Dich live bei meinem VfB gesehen zu haben, werde ich nie vergessen. Danke Dir!", richtete er emotionale Worte an den verstorbenen Argentinier.

Ein Bild eines Wimpels verriet dann, von welcher Begegnung der Stuttgarter Präsident sprach.

Es ging um das UEFA-Cup-Finale zwischen dem VfB und dem SSC Neapel 1988/89, das damals mit Hin- und Rückspiel ausgetragen wurde.

So kam es, dass die Legende Diego Maradona im Stuttgarter Neckar-Stadion auflief.

Hier trägt Diego Maradona ein Trikot des VfB Stuttgart

1989 traf der VfB Stuttgart im UEFA-Cup-Finale auf Diego Maradonas SSC Neapel

Als VfB-Legende Guido Buchwald im Finale Deutschland gegen Argentinien Diego Maradona ausschaltete

Beim WM-Finale 1990 in Rom hatte Diego Maradona (vorne) keine Chance gegen den deutschen Nationalspieler und VfB-Legende Guido Buchwald.
Beim WM-Finale 1990 in Rom hatte Diego Maradona (vorne) keine Chance gegen den deutschen Nationalspieler und VfB-Legende Guido Buchwald.  © picture alliance / dpa

Während der Argentinier beim 2:1 in Neapel noch nach einem umstrittenen Handelfmeter traf, blieb er im Rückspiel beim 3:3 immerhin torlos.

Trotzdem musste sich der VfB geschlagen geben und Maradona durfte als Kapitän die Trophäe in den Stuttgarter Nachthimmel heben.

Einer, der bei diesem Finale dabei war, ist die Stuttgarter Legende Guido Buchwald (59). Zog er mit dem VfB 1989 noch den Kürzeren, revanchierte sich der Abwehrspieler bei der WM 1990 in Italien.

Im Finale gegen Maradonas Argentinien stand Buchwald der Stürmerlegende so auf den Füßen, dass dieser irgendwann genervt "Du schon wieder" gestöhnt haben soll. Zudem bekam der deutsche Nationalspieler den Spitznamen Diego verpasst.

Deutschland wurde Weltmeister. Nach dem 1:0-Finalsieg in Rom hatte Buchwald dann nochmal eine außergewöhnliche Begegnung mit Maradona, wie er nun gegenüber den Stuttgarter Nachrichten erzählte: "Wir saßen gemeinsam bei der Doping-Kontrolle. Er hatte Tränen in den Augen, geredet haben wir nichts. Ich wollte schnell weg zum Feiern."

Update, 13:09 Uhr: VfB-Coach Pellegrino Matarazzo spricht bei PK über Maradona

Trainer Pellegrino Matarazzo vom VfB Stuttgart hat mit großer Bestürzung auf den Tod des argentinischen Fußball-Stars Diego Maradona reagiert. "Ich habe direkt meinen Papa angerufen und mich mit ihm ausgetauscht", sagte der Italo-Amerikaner am Donnerstag. Matarazzos Eltern stammen aus der Nähe von Neapel, sein Vater ist bekennender Fan der SSC Neapel, bei der Maradona seine sportlich größte Zeit verbrachte. Er habe mit seinem Bruder im Garten früher Lieder über den Weltmeister von 1986 gesungen und dessen Tore bejubelt, erzählte der Coach des schwäbischen Bundesligisten.

"Er war ein Weltmensch, der durch seine Kunst eine Welt geprägt und bezaubert und durch sein Leben und seine Geschichte berührt hat", sagte der VfB-Coach. "Es ist schwierig zu fassen. Ich werde ihn nie vergessen."

Maradona war am Mittwoch im Alter von 60 Jahren in seinem Haus in Tigre nördlich von Buenos Aires gestorben.

Titelfoto: picture alliance / dpa

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