BVB kontert Rückstand gegen VfB und bewahrt sich Mini-Chance auf die Champions League!

Stuttgart/Dortmund - Ruhrpott-Rache nach Hinspiel-Debakel! Borussia Dortmund hat beim VfB Stuttgart mit 3:2 (0:1) gewonnen und betreibt etwas Wiedergutmachung. Außerdem bewahrt sich der Vizemeister die Mini-Chance auf die Champions-League-Qualifikation.

VfB-Torschütze Sasa Kalajdzic (Mitte) feiert mit Tanguy Coulibaly (l.) und Vorlagengeber Borna Sosa (r.) das 1:0.
VfB-Torschütze Sasa Kalajdzic (Mitte) feiert mit Tanguy Coulibaly (l.) und Vorlagengeber Borna Sosa (r.) das 1:0.  © Tom Weller/dpa

In der leeren Mercedes-Benz Arena brachte Sasa Kalajdzic die Schwaben mit 1:0 in Führung (17. Minute), bevor Jude Bellingham den Ausgleich besorgte (46.). Marco Reus stellte zwischenzeitlich auf 2:1 für Dortmund (52.), doch Daniel Didavi konterte zum 2:2 (78.). Den Schlusspunkt setzte Borussen-Youngster Ansgar Knauff (80.).

Im Vergleich zum 1:0-Sieg gegen den SV Werder Bremen veränderte VfB-Coach Pellegrino Matarazzo seine Startelf auf nur einer Position: Atakan Karazor ersetzte den verletzten Kapitän Gonzalo Castro.

BVB-Trainer Edin Terzic tauschte dagegen nach der 1:2-Pleite bei Manchester City zweimal. Anstelle von Emre Can und Ansgar Knauff begannen Thomas Delaney und Giovanni Reyna.

Nach dem 5:1-Debakel im Hinspiel hatte der BVB etwas gut zu machen. Und so traten die Gäste zu Beginn auch auf: zwar nicht mit einem wütenden Offensiv-Spektakel, aber doch bestimmt.

Dementsprechend häuften sich immer mehr die schwarz-gelben Gelegenheiten.

Mit dieser Aufstellung ging der VfB Stuttgart das Heimspiel gegen Borussia Dortmund an

So startete Borussia Dortmund beim VfB Stuttgart

Sasa Kalajdzic köpft den VfB Stuttgart gegen Borussia Dortmund in Führung

Erling Haaland (l.) wischt sich nach dem 0:1 den Schweiß von der Stirn, daneben steht VfB-Youngster Tanguy Coulibaly.
Erling Haaland (l.) wischt sich nach dem 0:1 den Schweiß von der Stirn, daneben steht VfB-Youngster Tanguy Coulibaly.  © Tom Weller/dpa

Einen Distanzschuss von Mahmoud Dahoud wischte VfB-Keeper Gregor Kobel gerade so noch über die Latte, bei der anschließenden Ecke zischte der Kopfball von Bellingham nur knapp übers Tor (14.).

Doch dann erwischte Stuttgart die Gäste aus dem Ruhrpott eiskalt. Wie schon so oft in dieser Saison flankte Borna Sosa von links und fand im Zentrum seinen kongenialen Partner Kaladzic, der die Kugel zum 1:0 einköpfte (17.).

Ein Treffer, der Dortmund bis ins Mark traf. Die Borussen waren im Anschluss zwar in der Offensive bemüht, doch es fehlte an Präzision.

Für den VfB ergaben sich noch einige Kontergelegenheiten, die man allerdings nicht gut zu Ende spielte, sodass es mit dem 1:0 aus Stuttgarter Sicht in die Kabine ging.

In der zweiten Hälfte begann der BVB hellwach und legte einen Blitzstart hin. Dahoud spielte den Ball scharf in die Tiefe, Reyna legte auf Bellingham ab, der eiskalt ins rechte untere Ecke zum 1:1-Ausgleich verwandelte (46.).

Marco Reus bringt mit seinem Treffer den BVB in Führung, Daniel Didavi gleicht für VfB aus

Giovanni Reyna (l.) feiert den BVB-Schützen zum 1:1: Jude Bellingham (r.).
Giovanni Reyna (l.) feiert den BVB-Schützen zum 1:1: Jude Bellingham (r.).  © Tom Weller/dpa

Doch damit nicht genug. Nur wenige Minuten später rollte die BVB-Maschine über Reyna auf der rechten Seite. Nach einer flachen Hereingabe leitete Mateu Morey auf Reus weiter, der nicht lange fackelte und ins lange Eck zum 2:1 einschoss (52.) - Spiel gedreht!

Und was war mit den Schwaben los in Hälfte zwei? Zunächst nicht viel, doch in der 66. Minute hatten die Matarazzo-Mannen die Riesenchance zum Ausgleich: Der eingewechselte Didavi marschierte über rechts und bediente Coulibaly, der aus kurzer Distanz den Ball verstolperte.

Besser machte es danach Didavi, der nach einem Konter von Coulibaly perfekt in den Lauf bedient wurde, sodass er lässig zum 2:2 einschieben konnte (78.). Doch dieses schwäbische Zwischenhoch dauerte nur kurz an.

Erling Haaland brachte den Ball auf Joker Knauff, der das Leder vom linken Strafraumeck mit ganz viel Gefühl zum 3:2 einnetzte (80.).

BVB-Stars jubeln mit dem am Boden liegenden Ansgar Knauff, der das entscheidende 3:2 erzielte.
BVB-Stars jubeln mit dem am Boden liegenden Ansgar Knauff, der das entscheidende 3:2 erzielte.  © Tom Weller/dpa

In der Schlussphase schmiss Stuttgart nochmal alles in die Waagschale, doch Dortmund hielt den Druck stand, sodass es beim 3:2 blieb. Somit stellte die Terzic-Truppe den Sieben-Punkte-Rückstand auf Eintracht Frankfurt wieder her und bewahrt sich eine Mini-Chance auf die Champions-League-Quali.

Für den BVB geht es nun am Mittwoch (21 Uhr) weiter im Rückspiel des Champions-League-Viertelfinals gegen Manchester City, bevor der VfB samstags (15.30 Uhr) beim 1. FC Union Berlin antritt.

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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