Dänisches Wunderkind? So viel Potenzial steckt in VfB-Juwel Wahid Faghir!

Stuttgart - Diesen Sonntagabend hätte sich Wahid Faghir (18) vom VfB Stuttgart kaum besser ausmalen können.

Nach dem Last-Minute-Treffer zum 1:1 gab es in der Stuttgarter Mercedes-Benz Arena kein Halten mehr.
Nach dem Last-Minute-Treffer zum 1:1 gab es in der Stuttgarter Mercedes-Benz Arena kein Halten mehr.  © Silas Stein/dpa

Gegen den 1. FC Union Berlin kam das dänische Supertalent beim Stand von 0:1 für Hamadi Al Ghaddioui (31) in die Partie (56. Minute) und wurde in der Nachspielzeit zum Helden.

Über Umwege gelang der Ball zum 18-Jährigen in den Strafraum, der nach innen zog, ehe sein eigentlich zu lascher Linksschuss abgefälscht im Berliner Netz zappelte.

Wie glücklich dieser 1:1-Ausgleich gefallen war, interessierte niemanden mehr - das ehemalige Neckarstadion explodierte vor Freude.

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Und mittendrin Faghir, der bei seinem erst zweiten Bundesliga-Einsatz abgeklärt zum Jubelsprung ansetzte und sich von seinen Teamkollegen sowie der Cannstatter Kurve gebührend feiern ließ.

Dennoch bemühte sich der Youngster nach Abpfiff schnell wieder um Bescheidenheit.

"Es war nicht mein bestes Spiel", schrieb Faghir auf Instagram.

VfB-Youngster Wahid Faghir gibt sich bei Instagram bescheiden

Ansätze sind da! Dennoch hat Wahid Faghir vom VfB Stuttgart noch Luft nach oben

Großer Jubel: Bei seinem zweiten Bundesliga-Einsatz erzielt Wahid Faghir (18) seinen ersten Treffer.
Großer Jubel: Bei seinem zweiten Bundesliga-Einsatz erzielt Wahid Faghir (18) seinen ersten Treffer.  © Silas Stein/dpa

Worte, die seinem Trainer Pellegrino Matarazzo (43) gefallen dürften. Der sagte im Anschluss an die Partie, dass er Faghir in Zukunft zwar viel zutraue, aber: "Es ist wichtig, dass er jetzt weiter arbeitet und auf dem Boden bleibt."

Die Stärken seines Stürmers sieht der VfB-Coach wenig überraschend im Strafraum: "Wenn er im Sechzehner auftaucht, strahlt er Torgefahr aus. Er hat einen guten Schuss - mit links und mit rechts."

Auch mit dem Kopf sei Faghir talentiert, was er gegen Union in Ansätzen zeigte. Luft nach oben habe er laut Matarazzo noch im Spiel "um den Strafraum" herum und "im Aufbau".

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Sven Mislintat (48), der Faghir im Sommer als Last-Minute-Transfer vom dänischen Erstligisten Velje BK an den Neckar lotste, war mit der Leistung des 18-Jährigen ebenfalls nicht rundum zufrieden.

"Er hat sich schon schwergetan, in diese Intensität zu kommen", so der Stuttgarter Sportdirektor kritisch. Lobte seinen Schützling jedoch dafür, wie er sich "reingekämpft" und das 1:1 gemacht habe. "Das hatte vor allem die Cannstatter Kurve verdient."

Titelfoto: Silas Stein/dpa

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