Der Angstgegner ist zu Gast: Bricht der VfB heute den Leverkusen-Fluch?

Stuttgart - Offensivspektakel garantiert! Wenn der VfB Stuttgart und Bayer 04 Leverkusen am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) in der Mercedes-Benz Arena aufeinander treffen, dürften Fans des gepflegten Toreschießens auf ihre Kosten kommen.

VfB-Chefcoach Pellegrino Matarazzo (43) fürchtet die Konter- und Offensivstärke von Bayer 04 Leverkusen.
VfB-Chefcoach Pellegrino Matarazzo (43) fürchtet die Konter- und Offensivstärke von Bayer 04 Leverkusen.  © Tom Weller/dpa

Die Werkself hat in den bisherigen vier Bundesligapartien bereits zwölf Mal (!) geknipst und gilt als konterstärkste Mannschaft im deutschen Fußball-Oberhaus.

Gründe, die bei der schwäbischen Mannschaft von Cheftrainer Pellegrino Matarazzo (43) alle Alarmglocken läuten.

"Wenn Leverkusen Raum hat, sind sie brandgefährlich", warnte der VfB-Übungsleiter. Um Herr der Lage zu werden, braucht es einen bedingungslosen Einsatz eines jedes einzelnen Brustringträgers in der Defensive.

Frau soll jungem VfB-Fan das Coulibaly-Trikot geklaut haben!
VfB Stuttgart Frau soll jungem VfB-Fan das Coulibaly-Trikot geklaut haben!

Dabei komme es Matarazzo zufolge vor allem auf das "Erkennen der richtigen Momente" an: "Wenn wir höher pressen wollen, gibt es keine Handbremse, sonst spielen sie uns aus. Und wenn wir tiefer stehen, müssen wir ebenfalls aktiv sein."

Im Gegenzug müssen die Stuttgarter beim eigenen Offensivspiel wieder die Stärken finden, die sie vor allem in vergangenen Saison ausgezeichnet haben: Fluss und Lockerheit im Ballbesitz, Vermeidung einfacher Fehler, viel Bewegung im letzten Drittel und clevere Besetzung der Halbräume.

Pellegrino Matarazzo: Startelf-Einsatz für Orel Mangala im Rahmen des Möglichen

Der letzte Heimsieg des VfB Stuttgart gegen Bayer 04 Leverkusen liegt bereits mehr als elf Jahre zurück. Meistens schaute man nur bedröppelt aus der Wäsche.
Der letzte Heimsieg des VfB Stuttgart gegen Bayer 04 Leverkusen liegt bereits mehr als elf Jahre zurück. Meistens schaute man nur bedröppelt aus der Wäsche.  © Tom Weller/dpa

Dass am Sonntagnachmittag im Fußballtempel zu Bad Cannstatt für den VfB alles perfekt laufen muss, um drei Punkte einzusacken, hat auch historische bzw. statistische Gründe.

Der letzte Heimsieg gegen Leverkusen liegt bereits mehr als elf (!) Jahre zurück (2:1 am 17. April 2010). Bis auf einen Auswärtssieg im April 2018 setzte es vor allem Niederlagen - man darf also durchaus von einem Angstgegner sprechen.

Welches Personal den Fluch endlich brechen soll, ließ VfB-Coach Matarazzo natürlich offen. Fakt ist, dass Mittelfeldarbeiter Philipp Förster (26) mit einem Infekt ausfällt, genau wie Abwehrkante Waldemar Anton (25), der aber sowieso seine Rotsperre absitzen muss.

VfB-Profi Mangala falsch positiv? Mislintat mit Impfquote zufrieden
VfB Stuttgart VfB-Profi Mangala falsch positiv? Mislintat mit Impfquote zufrieden

Rückkehrer Orel Mangala (23) wird aller Voraussicht nach noch nicht über volle 90 Minuten gehen können.

Packt er jedoch eine Stunde unter Vollbelastung, hält Matarazzo zumindest einen Startelf-Einsatz im Rahmen des Möglichen.

Titelfoto: Tom Weller/dpa

Mehr zum Thema VfB Stuttgart: