Die neue VfB-Generation kämpft um die Vorherrschaft im Südwesten

Stuttgart/Sinsheim - Der VfB Stuttgart schreibt wieder positive Schlagzeilen! Seit der Bundesliga-Rückkehr spielen die Schwaben streckenweise groß auf, sodass sie sich gegenüber der Konkurrenz Respekt verschafft haben.

Er hat den neuen Weg mit dem VfB Stuttgart eingeschlagen: Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger (38).
Er hat den neuen Weg mit dem VfB Stuttgart eingeschlagen: Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger (38).  © Tom Weller/dpa

Auch bei der TSG 1899 Hoffenheim, wo der VfB am Samstag (15.30 Uhr/Sky) zum "Derby" zu Gast ist, wie TSG-Trainer Sebastian Hoeneß (38) im Vorfeld der Partie auf der Pressekonferenz sagte.

Ein Begriff, den man beim VfB im Zusammenhang mit dieser Partie nie hören würde, da er dem Traditionsduell gegen den Rivalen aus Karlsruhe vorbehalten ist. Doch der größere Konkurrent ist für die Stuttgarter derzeit dennoch Hoffenheim.

Nicht nur, weil die TSG tabellarisch seit sieben Jahren die Nummer eins in Baden-Württemberg ist, sondern auch, weil die Kraichgauer seit dem Einstieg von Mäzen Dietmar Hopp dem VfB das ein oder andere Talent vor der Nase wegschnappten.

Hoffenheim lockte eben mit viel Geld und modernem Nachwuchsleistungszentrum, sodass Stuttgart für junge Fußballer plötzlich nicht mehr unangefochten die erste Adresse im Südwesten war.

Schon beim Hoffenheimer Bundesliga-Debüt (2008/09) standen mit Matthias Jaissle, Marvin Compper, Andreas Beck und Tobias Weis vier Profis im TSG-Kader, die aus der Jugend des VfB stammten.

Zaubern die vermeintlich Jungen Wilden 2.0 des VfB Stuttgart auch gegen die TSG Hoffenheim?

Stuttgarts Orel Mangala (22, M.) und Youngster Silas Wamangituka (21, l.) gehören zu den großen Talenten beim VfB. Sie werden umarmt vom Oldie Gonzalo Castro (33).
Stuttgarts Orel Mangala (22, M.) und Youngster Silas Wamangituka (21, l.) gehören zu den großen Talenten beim VfB. Sie werden umarmt vom Oldie Gonzalo Castro (33).  © Tom Weller/dpa

Zwar hatten die Schwaben in den kommenden Jahren noch ab und an die Nase vorn, doch der VfB verlor immer mehr das Image der Jungen Wilden, das unter anderem die damals aufstrebenden Andreas Hinkel, Timo Hildebrand und Kevin Kuranyi prägten.

Eines der emotionalen Highlights dieser Generation war der berauschende 2:1-Sieg in der Champions League gegen Manchester United.

Zeiten, die man bei den Schwaben lange misste. Doch als der VfB 2018 zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren abstieg, forderte der damalige Sportvorstand und heutige Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger (38) unter dem Motto "jung und wild" eine neue alte Identität.

Und nun, nach dem Aufstieg des VfB, erinnern die starken Auftritte der Youngsters Silas Wamangituka (21), Mateo Klimowicz (20) und Tanguy Coulibaly (19) tatsächlich etwas an die erfolgreichen Jahre der Stuttgarter.

Im Vorfeld der Partie gegen Hoffenheim sagte VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (42) darauf angesprochen: "Ich habe Verständnis, dass man Vergleiche mit der Vergangenheit zieht" und es sei "wichtig, einen Fußball zu spielen, mit dem sich die Fans identifizieren können."

Matarazzo also als Dompteur der Jungen Wilden 2.0? Die bescheidene Antwort des Trainers: "Ich glaube, man kann kein Meisterwerk duplizieren."

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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