Doppelpacker Stevan Jovetic rettet Tayfun Korkuts Hertha-Debüt beim VfB Stuttgart!

Stuttgart - Was ein wilder Ritt! In einem hitzigen Kellerduell haben sich der VfB Stuttgart und Hertha BSC 2:2-Unentschieden getrennt.

Wild gestikulierend: Ex-VfB-Coach Tayfun Korkut bei seiner Rückkehr als Hertha-Trainer in Stuttgart.
Wild gestikulierend: Ex-VfB-Coach Tayfun Korkut bei seiner Rückkehr als Hertha-Trainer in Stuttgart.  © Tom Weller/dpa

Omar Marmoush erzielte das 1:0 für die Schwaben (15. Minute), bevor Philipp Förster auf 2:0 stellte (19.). Gäste-Stürmer Stevan Jovetic traf erst zum 2:1-Anschluss (40.), dann erzielte er den 2:2-Ausgleich (76.).

Nach dem 2:1-Sieg gegen den 1. FSV Mainz 05 veränderte Coach Pellegrino Matarazzo seine Startelf auf lediglich einer Position. So begann Hamadi Al Ghaddioui anstelle von Atakan Karazor.

Ganz anders Hertha-Trainer Tayfun Korkut, der bei seinem Debüt die Rotationsmaschine anschmiss und im Vergleich zum 1:1-Remis gegen den FC Augsburg vier Änderungen vornahm. Suat Serdar, Niklas Stark, Jurgen Ekkelenkamp und Maximilian Mittelstädt blieben draußen, dafür starteten Dedryck Boyata, Vladimir Darida, Myziane Maolida sowie Ishak Belfodil.

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Zu Beginn war die Partie einem Kellerduell würdig. Die Teams tasteten sich gegenseitig ab und Vorsicht war das oberste Gebot.

Zum ersten Mal gefährlich wurde dann die Hertha durch einen Schuss von Marco Richter aus halbrechter Position, doch VfB-Keeper Florian Müller blieb am kurzen Pfosten standhaft und parierte souverän (5.).

So ging der VfB Stuttgart gegen Hertha BSC ins Spiel

Die Aufstellung von Hertha BSC beim VfB Stuttgart

Feuriger VfB spielt Hertha BSC in Grund und Boden! Erst trifft Omar Marmoush, dann Philipp Förster

Verdiente Führung! VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (l.) gratuliert Omar Marmoush (2.v.l.) zu seinem 1:0.
Verdiente Führung! VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (l.) gratuliert Omar Marmoush (2.v.l.) zu seinem 1:0.  © Tom Weller/dpa

Mehr kam von den Berlinern zunächst nicht. Stattdessen übernahmen die Schwaben das Kommando und zeigten sich vor dem Tor eiskalt.

Waldemar Anton eroberte die Kugel am eigenen Strafraum und schickte mit einem wunderschönen langen Pass Marmoush auf die Reise. Der Ägypter stürmte nach vorne und netzte die Kugel rechts am BSC-Schlussmann Alexander Schwolow vorbei zum 1:0 ein (15.).

Der VfB war jetzt am Drücker und wollte mehr. So war es kurze Zeit später Förster, der ungestört durch das gesamte Mittelfeld bis zum gegnerischen Strafraum marschierte. Dort angekommen störte ihn weiterhin kein Berliner, sodass sich der Offensivmann ein Herz nahm und das Leder aus 17 Metern halbhoch rechts zum 2:0 einschoss (19.). Was ein Solo!

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Hertha war zu diesem Zeitpunkt mausetot. Doch nach den feurigen Minuten gönnte sich Stuttgart eine Pause und die Gäste kämpften sich zurück, wofür sie sich beinahe umgehend belohnten.

Belfodil setzte sich links gegen Hiroki Ito durch und legte die Kugel gefühlvoll mit rechts ins lange Eck. Allerdings stand Darida in dieser Situation aktiv im Abseits. Er hatte das Sichtfeld des Stuttgarter Keepers eingeschränkt, sodass der Treffer nach VAR-Einsatz zu Recht nicht zählte (33.).

Nachgelegt: VfB-Mann Philipp Förster (r.) feiert sein Tor zum 2:0.
Nachgelegt: VfB-Mann Philipp Förster (r.) feiert sein Tor zum 2:0.  © Tom Weller/dpa

Stevan Jovetic gleicht durch Doppelpack für Hertha BSC aus und sorgt für Frust beim VfB Stuttgart

Gruß an den Fußballgott? Berlins Stevan Jovetic (M.) hält die Hertha mit seinem Treffer am Leben.
Gruß an den Fußballgott? Berlins Stevan Jovetic (M.) hält die Hertha mit seinem Treffer am Leben.  © Tom Weller/dpa

Die Korkut-Schützlinge blieben aber dran. In der 40. Minute trieb Jovetic den Ball nach vorne und schlenzte die Murmel aus dem linken Strafraumeck rechts in den Knick zum verdienten 1:2-Anschlusstreffer.

In der zweiten Hälfte entwickelte sich eine umkämpfte Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Zunächst setzte sich Stuttgart auf links durch und der starke Marmoush bediente den eingewechselten Alexis Tibidi. Der 18-Jährige kam zentral aus elf Metern zum Schuss, doch die Pille zischte links knapp vorbei (52.).

Für Hertha hatte Maolida eine Gelegenheit aus kurzer Distanz, allerdings parierte VfB-Keeper Müller links am kurzen Pfosten per Fußabwehr (56.).

Die Partie flachte nun etwas ab und Hertha machte zunächst viel zu wenig, um die Wende herbeizuführen. Bis zur 76. Minute: Nach einer Flanke von links legte Belfodil ab, bevor erneut Jovetic die Kugel über die Linie zum 2:2-Ausgleich drückte. In der Schlussphase war es dann die Alte Dame, die dem Siegtreffer näher war, schlussendlich agierten die Berliner aber zu harmlos. So blieb es beim Remis.

Weiter geht es für Hertha am kommenden Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Arminia Bielefeld. Am selben Tag (18.30 Uhr/Sky) gastiert der VfB beim VfL Wolfsburg.

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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