Dritte VfB-Pleite in Folge: Naives Stuttgart ruft Testphase aus!

Stuttgart - Das war nix! Der VfB Stuttgart musste sich in der Englischen Woche am Mittwochabend gegen den VfL Wolfsburg mit 1:3 (0:2) geschlagen geben und kassierte somit die dritte Pleite in Folge.

Roberto Massimo (20, r.) bekommt gegen den VfL Wolfsburg seine Chance. Hier setzt er sich im Zweikampf mit dem Wolfsburger Jerome Roussillon durch.
Roberto Massimo (20, r.) bekommt gegen den VfL Wolfsburg seine Chance. Hier setzt er sich im Zweikampf mit dem Wolfsburger Jerome Roussillon durch.  © Tom Weller/dpa

Dabei kamen die Schwaben trotz fünf Wechsel in der Startformation gut ins Spiel, einzig die Präzision fehlte im letzten Angriffsdrittel.

So vergab 14-Tore-Mann Sasa Kalajdzic (23) die Riesenchance zur Führung, als er allein auf Wolfsburgs Keeper Koen Casteels (28) zulief und diesem die Kugel harmlos in die Arme schob.

"Es ist einfach bitter. Wir hatten sehr gute Chancen. Es fängt bei mir an und hört beim Pfostenschuss von Robbie (Massimo, 20, Anm. d. Red.) auf. Da denkst du dir, ey Alta, heute geht gar nichts", ärgerte sich Kalajdzic.

Doch es war nicht nur Pech. So musste Sportdirektor Sven Mislintat (48) konstatieren: "Uns hat vorne die Konzentration gefehlt."

Im Laufe der Partie wurde immer deutlicher, dass der VfB dem Gegner nicht gewachsen war.

Während die Schwaben immer weiter anliefen und ihre Großchancen versemmelten, schlugen die Wölfe dreimal eiskalt zu.

Leichter wird es für den VfB Stuttgart nicht: Am Sonntag gastieren die Schwaben bei RB Leipzig

Schwaben gucken in die Röhre (v. l.): Wataru Endo (28), Waldemar Anton (24), Marc Oliver Kempf (26) und Atakan Karazor (24).
Schwaben gucken in die Röhre (v. l.): Wataru Endo (28), Waldemar Anton (24), Marc Oliver Kempf (26) und Atakan Karazor (24).  © Tom Weller/dpa

Mislintat: "Wir haben es verdient zu verlieren, was wir aber auch dürfen. Wir hatten eine Mannschaft auf dem Platz, bei der einige Stammspieler gefehlt haben. Das dürfen wir sagen."

Einer der Routiniers war allerdings einsatzbereit, musste aber zunächst auf der Bank Platz nehmen: Kapitän Gonzalo Castro (33).

Eine Maßnahme, die laut VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (43) nichts mit seinem auslaufenden Vertrag zu tun hat: "Ich habe mich für zwei andere Spieler entschieden, weil die ein anderes Profil haben. Wir wollten mit mehr Tempo und Laufstärke auf der Position acht agieren, um den Fokus auf mehr Intensität im Umschaltspiel zu legen."

Eine im Nachhinein fragwürdige Entscheidung, auch weil Castro derjenige war, der nach seiner Einwechslung kurz vor Schluss den Anschlusstreffer erzielte.

Zumindest, wenn das hauptsächliche Ziel der Partie war, die drei Punkte einzufahren.

Beim VfB Stuttgart beginnt spätestens jetzt die Testphase für die neue Saison

VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo (43) verzichtet am Mittwoch gegen den VfL Wolfsburg lange auf seinen Kapitän Gonzalo Castro (33).
VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo (43) verzichtet am Mittwoch gegen den VfL Wolfsburg lange auf seinen Kapitän Gonzalo Castro (33).  © Tom Weller/dpa

Beim VfB scheint in Anbetracht des sicheren Klassenerhalts aber eher eine Testphase für die kommende Saison begonnen zu haben, in der Matarazzo den Profis aus der zweiten Reihe eine Chance gibt.

Dafür spricht eine Aussage des Trainers in Bezug auf die Partie am Sonntag bei RB Leipzig: "Wir freuen uns auf den nächsten Gegner, auf den nächsten Test!"

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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