Ekliger Krimi! VfB blamiert sich trotz Kalajdzic-Powerplay kurz vor Ende bei Schlusslicht Fürth

Fürth/Stuttgart - Nur ein magerer Punkt für die Schwaben! Der VfB Stuttgart und die SpVgg Greuther Fürth haben sich zum Rückrundenauftakt der 1. Bundesliga 0:0 getrennt. Somit ließen die Gäste die große Chance auf einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf liegen.

Kämpferisches Kleeblatt! Hier schirmt der Fürther Jamie Leweling (l.) im Zweikampf mit Hiroki Ito (r.) den Ball ab.
Kämpferisches Kleeblatt! Hier schirmt der Fürther Jamie Leweling (l.) im Zweikampf mit Hiroki Ito (r.) den Ball ab.  © Daniel Karmann/dpa

Nach dem 0:0 gegen den FC Augsburg veränderte Fürth-Trainer Stefan Leitl seine Startaufstellung auf drei Positionen.

Er nahm Maximilian Bauer, Jetro Willems und Havard Nielsen raus und brachte Nick Viergever, Luca Itter und Jeremy Dudziak.

VfB-Coach Pellegrino Matarazzo schmiss nach der 0:1-Pleite beim 1. FC Köln gezwungenermaßen die Rotationsmaschine an und tauschte viermal.

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So musste er coronabedingt auf Mateo Klimowicz und Konstantinos Mavropanos verzichten sowie auf Omar Marmoush, der beim Afrika-Cup weilt. Außerdem nahm er Tanguy Coulibaly raus.

Dafür feierte Sasa Kalajdzic nach mehrmonatiger Verletzungspause sein Comeback und Borna Sosa, Pascal Stenzel sowie Roberto Massimo rückten in die Startelf.

Wenig überraschend kontrollierte der VfB die Partie von Beginn an. Allerdings taten sich die Schwaben gegen konsequent verteidigende Franken schwer, sodass sie der gefährlichen Zone zunächst fernblieben.

Die Aufstellung der SpVgg Greuther Fürth gegen den VfB Stuttgart

So ging der VfB Stuttgart bei der SpVgg Greuther Fürth ins Spiel

Branimir Hrgota vergeigt die Riesenmöglichkeit zur Fürther Führung gegen den VfB Stuttgart

Branimir Hrgota (l.) zeigt sich brandgefährlich gegen den VfB, hier wird er von Stuttgarts Chris Führich (r.) bedrängt.
Branimir Hrgota (l.) zeigt sich brandgefährlich gegen den VfB, hier wird er von Stuttgarts Chris Führich (r.) bedrängt.  © Daniel Karmann/dpa

Anders der Gastgeber, der bis zum Strafraum mutig agierte und streckenweise agil nach vorne spielte. Vor dem Tor blieben aber auch die Fürther harmlos.

Zunächst schloss Branimir Hrgota vom rechten Strafraumeck zu lasch ab, sodass VfB-Keeper Florian Müller die Kugel ohne Probleme aufnehmen konnte (6.). Dann marschierte Itter unbedrängt durchs Stuttgarter Mittelfeld, schoss aber kläglich links vorbei (16.).

Richtig gefährlich wurde es wenige Minuten später. Nach einem langen Ball legte Viergever die Murmel im Strafraum per Kopf auf Hrgota ab, doch der Angreifer köpfte zu mittig auf Schlussmann Müller, der gekonnt zur Seite abwehrte (22.). Das hätte die Führung sein müssen.

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Jetzt meldete sich auch der VfB. Sosa bediente mit einem langen Schlag Kalajdzic, der mit dem Rücken zum Tor stand.

Deshalb probierte es der Österreicher mit einem Fallrückzieher, schoss jedoch die Kugel in die Arme von SGF-Schlussmann Sascha Burchert (26.).

VfB Stuttgart bei der SpVgg Greuther Fürth mit Chancenwucher!

Sasa Kalajdzic (v.) hat kurz vor dem Ende einige Chancen.
Sasa Kalajdzic (v.) hat kurz vor dem Ende einige Chancen.  © Daniel Karmann/dpa

Im Anschluss plätscherte die Partie dem Halbzeitpfiff entgegen, die Leistung der Schwaben war bislang enttäuschend.

Auch im zweiten Durchgang blieb die Stuttgarter Vorstellung erschreckend schwach. Dazu passte, dass Orel Mangala in der 54. Minute beim Versuch eines Befreiungsschlags am Ball vorbeitrat. Glück für Stuttgart: Hrgota konnte keinen Nutzen aus der plötzlichen Chance ziehen.

Eine halbe Stunde vor dem Ende investierten die Matarazzo-Mannen wieder mehr und schnürten die Hausherren in ihrer Hälfte ein. So kam Kalajdzic zu mehreren Chancen.

Erst köpfte der Angreifer nach einer Ecke nur knapp rechts am Pfosten vorbei (77.), dann bediente ihn Joker Alexis Tibidi von links. Doch der Sturmriese setzte die Kugel aus kurzer Distanz per Direktabnahme übers Tor (83.). Der Druck der Schwaben war jetzt gewaltig, doch am Ende bekamen sie die Kugel nicht über die Linie, sodass es beim 0:0 blieb.

Für den VfB geht es am kommenden Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen RB Leipzig weiter, Greuther Fürth gastiert am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) bei Arminia Bielefeld.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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