Ex-VfB-Coach Bruno Labbadia stolz: "Ich habe sie gerettet!"

Stuttgart - Es kommt zum großen Wiedersehen. Wenn der VfB Stuttgart am Samstag (15.30 Uhr) bei Hertha BSC antritt, wird ein alter Bekannter an der Seitenlinie des Hauptstadtclubs stehen: Bruno Labbadia (54). 

Mit ihm an der Seitenlinie wurde der VfB Stuttgart 2007 Deutscher Meister: Armin Veh (59).
Mit ihm an der Seitenlinie wurde der VfB Stuttgart 2007 Deutscher Meister: Armin Veh (59).  © Rolf Vennenbernd/dpa

Drei Jahre war der heutige Hertha-Coach bei den Schwaben (2010 bis 2013) und schrieb dort eine Erfolgsgeschichte.

Als er in der Winterpause der Saison 2010/11 an den Neckar kam, steckte der VfB tief im Abstiegskampf. Magere 12 Punkte hatten die Stuttgarter auf dem Konto, ehe Labbadia das Heft des Handelns in die Hand nahm: "Ich habe sie gerettet!", blickte der Hertha-Coach bei der Pressekonferenz am Donnerstag stolz auf die damalige Zeit zurück. 

Am Ende der Spielzeit stand beim VfB immerhin der 12. Rang. Aber damit nicht genug. Im Folgejahr qualifizierte sich Stuttgart als Tabellensechster für den Europapokal und stand in der Saison 2012/13 gegen den FC Bayern München sogar im DFB-Pokalfinale. Dies verloren die Labbadia-Schützlinge zwar, doch weil die Bayern für die Königsklasse schon qualifiziert waren, durfte der VfB erneut nach Europa. In der Bundesliga reichte es in diesem Jahr wieder "nur" für den 12. Platz. 

Nach einem Fehlstart in der darauffolgenden Spielzeit wurde Labbadia schon nach dem dritten Spieltag entlassen. 

Hertha-BSC-Coach Bruno Labbadia denkt gerne an die Zeit als Trainer beim VfB Stuttgart zurück

War beim VfB Stuttgart als Trainer ganz erfolgreich: Bruno Labbadia.
War beim VfB Stuttgart als Trainer ganz erfolgreich: Bruno Labbadia.  © Fabian Sommer/dpa

Absurd aus heutiger Sicht, wären die Schwaben nach zwei Ab- und Wiederaufstiegen mit einem Rang im gesicherten Mittelfeld der Bundesliga doch mehr als zufrieden. 

Von Europa wagen es die aktuellen Verantwortlichen, Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger (38) und Sportdirektor Sven Mislintat (47), jedenfalls nicht mal zu träumen. Ihr Ziel dürfte es dagegen eher sein, neben, sich in der Bundesliga zu etablieren, Kontinuität auf dem Trainerposten zu schaffen. 

Dabei lohnt sich ebenfalls ein Blick zurück auf die Labbadia-Amtszeit in Stuttgart. Mit den drei Jahren, die er durchhielt, blieb er solange wie bisher kein anderer nach der Ära von VfB-Meistercoach Armin Veh (2007). 

Kein Wunder also, dass Labbadia gerne an diese Zeit zurückdenkt: "Ich bin froh, dass ich bei solch einem Club arbeiten durfte. Der VfB hat in der Region eine ganz schöne Wucht und Macht, die man aus der Ferne häufig gar nicht so mitbekommt." 

Titelfoto: Fabian Sommer/dpa

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