Gegen Union Berlin: VfB mit Last-Minute-Punkt bei Pyro-Party!

Stuttgart/Berlin - Wahnsinns Schlusspunkt! Nach einem Last-Minute-Treffer zum 1:1 (1:0) hat der VfB Stuttgart gegen den 1. FC Union Berlin einen Zähler gerettet. Fans fackelten außerdem mächtig Pyrotechnik ab.

Wataru Endo (r.) kam in der 17. Minute artistisch zum Abschluss, doch der Ball ging schließlich drüber.
Wataru Endo (r.) kam in der 17. Minute artistisch zum Abschluss, doch der Ball ging schließlich drüber.  © Silas Stein/dpa

Vor 32.595 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena erzielte Taiwo Awoniyi das 1:0 für den FCU (31. Minute). Wahid Faghir traf zum Stuttgarter 1:1-Ausgleich (90.+2). VfB-Mittelfeldmann Atakan Karazor flog außerdem mit Gelb-Rot vom Platz (57.).

Nach dem 1:1-Remis bei Borussia Mönchengladbach veränderte VfB-Coach Pellegrino Matarazzo seine Startaufstellung auf nur einer Position: Anstelle des verletzten Omar Marmoush stürmte Hamadi Al Ghaddioui von Beginn an.

Union-Trainer Urs Fischer tauschte im Vergleich zum 2:0-Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg dreimal. So starteten Timo Baumgartl, Sheraldo Becker und Christopher Trimmel für Marvin Friedrich, Julian Ryerson sowie Max Kruse.

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In einer zu Beginn ereignislosen Partie übernahm der VfB die Kontrolle, während sich die Gäste aus Berlin weitestgehend einigelten und den Gegner erst spät anliefen.

So dauerte es sage und schreibe 16 Minuten bis zur ersten Gelegenheit: FCU-Angreifer Becker stürmte über die linke Seite und brachte das Leder flach und scharf in den Strafraum, doch Trimmel grätschte die Kugel deutlich am rechten Pfosten vorbei.

Die Aufstellung des VfB Stuttgart gegen den 1. FC Union Berlin

So startete der 1. FC Union Berlin beim VfB Stuttgart

Taiwo Awoniyi bringt Union Berlin beim VfB Stuttgart in Führung

Union feiert nach dem Treffer zum 1:0 durch Taiwo Awoniyi.
Union feiert nach dem Treffer zum 1:0 durch Taiwo Awoniyi.  © Silas Stein/dpa

Dann wurde es auf der anderen Seite gefährlich. Konstantinos Mavropanos bediente mit einem langen Ball den zentral freistehenden Wataru Endo, aber der Abschluss des Japaners ging übers Tor (17.).

Die Teams neutralisierten sich über weite Strecken und lauerten auf Konter. Wie in der 31. Minute, als es erneut der Unioner Becker war, der über die linke Seite angriff und diesmal die Kugel in den Rückraum ablegte. Von dort versenkte Awoniyi eiskalt ins rechte Eck zum 1:0 für die Köpenicker.

Im Anschluss wurde die Partie offener. Stuttgarts Endo probierte es aus der Distanz, doch FCU-Keeper Andreas Luthe wehrte zur Seite ab (33.). Bei der daraus resultierenden Ecke kam Marc Oliver Kempf zum Kopfball, aber die Murmel ging links vorbei (34.).

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Die Berliner hatten im Vergleich zum VfB etwas mehr Zug zum Tor. So war es Genki Haraguchi, der mit einem Steckpass Awoniyi in Szene setzte. Der Nigerianer schoss die Pille allerdings knapp rechts am Pfosten vorbei (38.).

VfB-Defensivmann Atakan Karazor fliegt mit Gelb-Rot vom Platz, Wahid Faghir mit dem Last-Minute-Treffer

Zum ersten Mal seit Pandemie-Beginn waren die Ultras des VfB wieder im Stadion und fackelten Pyro-Technik ab.
Zum ersten Mal seit Pandemie-Beginn waren die Ultras des VfB wieder im Stadion und fackelten Pyro-Technik ab.  © Silas Stein/dpa

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte waren die Berliner den Schwaben überlegen, ohne aber im Vorwärtsgang besonders zwingend zu agieren.

Dies war zunächst auch nicht nötig, weil der VfB sich selbst schwächte. Der schon Gelb-verwarnte Karazor sprang Rani Khedira von hinten in die Beine, sodass Schiedsrichter Florian Badstübner keine andere Wahl blieb, als den Stuttgarter Defensivmann mit Gelb-Rot vom Platz zu schicken (57.).

Nun hatte der FCU leichtes Spiel und ließ Ball und Gegner laufen. Dem VfB fiel dagegen lange nichts ein, um sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen.

Bis zur Nachspielzeit: Dann kam Faghir im Strafraum zum Schuss. Der dänische Youngster fackelte nicht lange und drosch die Kugel zum 1:1 ins rechte Eck (90.+2) - ein wahnsinniger Schlusspunkt in einem über weite Strecken langweiligem Spiel.

Neben dem Geschehen auf dem Platz dürften die Fans für Gesprächsstoff sorgen. Zum ersten Mal seit Pandemie-Beginn sorgten die Stuttgarter Ultras nämlich wieder für mächtig Stimmung aus der Cannstatter Kurve. Dabei fackelten die Anhänger mehrfach Pyrotechnik ab.

Sportlich geht es für beide Teams am Mittwoch im DFB-Pokal weiter. Der FCU gastiert dann beim SV Waldhof Mannheim 07 (18.30 Uhr/Sky), der VfB empfängt den 1. FC Köln (20:45 Uhr/Sky).

Titelfoto: Silas Stein/dpa/dpa-tmn

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