Hofmann kontert VfB-Traumtor! Gladbach verliert wertvolle Punkte gegen dezimiertes Stuttgart

Mönchengladbach/Stuttgart - Schwaben erkämpfen Punkt gegen Fohlen! Der corona-geschwächte VfB Stuttgart und Borussia Mönchengladbach haben sich durch ein 1:1 (1:1)-Unentschieden die Punkte geteilt.

VfB-Profi Nikolas Nartey (r.) feierte gegen Gladbach sein Bundesliga-Startelfdebüt.
VfB-Profi Nikolas Nartey (r.) feierte gegen Gladbach sein Bundesliga-Startelfdebüt.  © David Inderlied/dpa

Konstantinos Mavropanos brachte die Gäste mit 1:0 in Führung (15. Minute), Jonas Hofmann glich für die Hausherren aus (42.).

Gladbachs Trainer Adi Hütter hielt nach dem 3:1-Sieg beim VfL Wolfsburg an seiner Erfolgself fest. VfB-Coach Pellegrino Matarazzo musste im Vergleich zum 3:1-Triumph gegen die TSG 1899 Hoffenheim gezwungenermaßen dreimal wechseln. Coronabedingt fehlten Stammtorwart Florian Müller, Waldemar Anton und Orel Mangala. Dafür begannen Keeper Fabian Bredlow, Hiroki Ito und Nikolas Nartey.

Nach kurzem Anfangsgeplänkel waren es die Fohlen, die die Kontrolle über die Partie übernahmen und Stuttgart im eigenen Strafraum einschnürten.

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Folgerichtig hatten die Hausherren die erste große Gelegenheit. Nach einer Ecke fiel die Kugel durch eine Kopfballabwehr von Marc Oliver Kempf vor die Füße von Kouadio Kone. Der fackelte nicht lange und zog von der Strafraumgrenze ab - der Schuss ging knapp übers Tor (11.).

Dann war es BMG-Youngster Luca Netz, der nach einem Lupfer vor Bredlow auftauchte, doch den Ball aus spitzem Winkel am Schwaben-Schlussmann nicht vorbeibekam (12.).

Die Startaufstellung von Borussia Mönchengladbach gegen den VfB Stuttgart

So ging der VfB Stuttgart bei Borussia Mönchengladbach ins Spiel

Konstantinos Mavropanos bringt den VfB Stuttgart in Führung

Was für eine Kiste! Konstantinos Mavropanos vom VfB Stuttgart jubelt nach seinem Traumtor zum 1:0.
Was für eine Kiste! Konstantinos Mavropanos vom VfB Stuttgart jubelt nach seinem Traumtor zum 1:0.  © David Inderlied/dpa

Die Hütter-Schützlinge hatten die Partie eigentlich im Griff, dennoch gerieten sie aus dem Nichts in Rückstand. Stuttgarts Mavropanos nahm sich aus mehr als 20 Metern ein Herz und drosch die Kugel von halb rechts flach ins linke Eck zum 1:0 für den VfB (15.) - Traumtor!

Kurze Zeit später zog auf der anderen Seite Matthias Ginter aus ähnlicher Position ab, aber sein Schuss ging links knapp am Stuttgarter Gehäuse vorbei (18.).

Im Anschluss wussten die Schwaben zunächst, ihre glückliche Führung zu verwalten: Sie igelten sich ein und schmissen sich in jeden Ball.

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Allerdings hätten sie einen Treffer nachlegen müssen: Nach einem Ballverlust von Kone lief nämlich Tanguy Coulibaly mutterseelenallein aufs gegnerische Tor zu, lupfte das Leder jedoch kläglich drüber (31.).

Die Heimelf tat sich dagegen extrem schwer, gefährlich vors Tor zu gelangen.

Bis zur 42. Minute: Nach einer Ecke kam die Murmel über Umwege zu Hofmann, der aus halblinker Position von außerhalb des Strafraums ins lange Eck zum 1:1-Ausgleich für die Borussia einschoss.

VfB Stuttgart hält nach Ausgleich von Jonas Hofmann für Borussia Mönchengladbach stand

Jonas Hofmann (l.) feiert seinen 1:1-Ausgleichstreffer.
Jonas Hofmann (l.) feiert seinen 1:1-Ausgleichstreffer.  © David Inderlied/dpa

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte setzte die Borussia den VfB wieder unter Druck. Zwingende Chancen sprangen jedoch trotz großer Mühe nicht heraus.

Die Schwaben lauerten derweil auf Konter, bekamen im Vorwärtsgang allerdings kein Tempo ins Spiel, sodass die Partie eine halbe Stunde vor Schluss etwas vor sich hin plätscherte.

In der 69. Minute setzten die Fohlen nochmal ein Zeichen: Alassane Plea tankte sich durch die VfB-Defensive, doch Stuttgarts Abwehrrecke Mavropanos schmiss sich in die Schusslinie.

Auch die Matarazzo-Mannen lebten noch. So stürmte Chris Führich über die rechte Seite, zog ins Zentrum und peilte das kurze Eck an. Aber BMG-Keeper Yann Sommer war zur Stelle und parierte gekonnt (84.).

Viel mehr passierte nicht mehr, weshalb es beim 1:1 blieb. Zu wenig für die Borussia, die sich an starken Stuttgartern die Zähne ausbiss. Der VfB hatte sich den einen Zähler dagegen redlich verdient.

Für Gladbach geht es am kommenden Samstag (18.30 Uhr/Sky) bei Hertha BSC weiter. Stuttgart empfängt einen Tag später (17.30 Uhr/DAZN) den 1. FC Union Berlin.

Zu wenig für die Borussia: Gegen das coronagebeutelte Stuttgart hatten sich Jonas Hofmann (l.) und Lars Stindl (r.) mehr ausgerechnet.
Zu wenig für die Borussia: Gegen das coronagebeutelte Stuttgart hatten sich Jonas Hofmann (l.) und Lars Stindl (r.) mehr ausgerechnet.  © David Inderlied/dpa

Titelfoto: David Inderlied/dpa

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