Kampf um Struktur! Den VfB Stuttgart holt jetzt die Vergangenheit ein

Stuttgart - Beim VfB Stuttgart rumort es schon wieder!

Sportdirektor Sven Mislintat (49) hat den Aufsichtsrat ordentlich unter Druck gesetzt.
Sportdirektor Sven Mislintat (49) hat den Aufsichtsrat ordentlich unter Druck gesetzt.  © Tom Weller/dpa

Der Grund: Mit Thomas Hitzlsperger (39) geht der starke Mann bei den Schwaben spätestens im Herbst nächsten Jahres von Bord und hinterlässt ein gewaltiges Machtvakuum.

Somit steht der Aufsichtsrat um Präsident Claus Vogt (52) vor einer entscheidenden Frage: Wie werden Hitzlspergers Ämter neu besetzt?

Wird ein neuer Vorstandsvorsitzender erneut auch die Rolle des Sportvorstands übernehmen?

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Braucht es überhaupt letzteres, beziehungsweise könnte man für diese Rolle nicht eine interne Lösung finden? Dies würde zumindest Sven Mislintat (49) bevorzugen.

Der Sportdirektor hatte zuletzt in einem Interview mit der Stuttgarter Zeitung das Vorgehen des Aufsichtsrats kritisiert und damit den Kampf um die Struktur im Verein nach außen getragen.

VfB-Boss Thomas Hitzlsperger mit zu viel Macht ausgestattet?

VfB-Boss Thomas Hitzlsperger (39) hinterlässt mit seinem Abgang ein Machtvakuum.
VfB-Boss Thomas Hitzlsperger (39) hinterlässt mit seinem Abgang ein Machtvakuum.  © dpa/Marijan Murat

Er sagte: "Intern irritiert es mich, dass ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem es sportlich nicht so läuft, letzte Woche nicht nur Namen von möglichen Vorstandsvorsitzenden in der Öffentlichkeit auftauchen (...), sondern auch Kandidaten für einen alleinstehenden Sportvorstand."

Mislintat machte außerdem deutlich, dass er eine interne Lösung bevorzugen würde. Heißt, einer der drei Direktoren solle seiner Meinung nach die Hitzlsperger-Lücke auf dem Sportvorstands-Posten füllen. Neben ihm selbst kämen demnach Markus Rüdt (Organisation) und Thomas Krücken (Nachwuchs) infrage.

Der Aufsichtsrat soll dagegen mit Joti Chatzialexiou (45) einen sportlichen Leiter des DFB als neuen Sportvorstand auf dem Zettel haben. Eine Option, mit der Mislintat offenbar nichts anfangen kann.

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Dementsprechend herrscht Uneinigkeit beim VfB und es kommen hausgemachte Probleme auf den Tisch. Aus der Not heraus hatte man Hitzlsperger 2019 zum Vorstandsboss sowie Sportvorstand berufen. Damit hatte der Klub den Sympathieträger mit viel Macht ausgestattet und auf klare Hierarchien verzichtet.

Zu solchen Unruhen wie aktuell wäre es vermutlich jedenfalls nicht gekommen, wäre derzeit nur einer der vakanten Posten neu zu besetzen.

Titelfoto: dpa/Marijan Murat

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