Kein eingeschworener Haufen! Der VfB ist vor dem Duell gegen RB Leipzig zu viel mit sich selbst beschäftigt

Stuttgart - Beim VfB Stuttgart hängt vor dem Heimspiel gegen RB Leipzig (Samstag, 15.30 Uhr/Sky) der Haussegen schief!

Auf ihm liegt die ganze Hoffnung des VfB Stuttgart: Angreifer Sasa Kalajdzic (24).
Auf ihm liegt die ganze Hoffnung des VfB Stuttgart: Angreifer Sasa Kalajdzic (24).  © Daniel Karmann/dpa

Zumindest ein Stück weit, denn Coach Pellegrino Matarazzo (44) war nach dem schwachen Auftritt bei der abgeschlagenen SpVgg Greuther Fürth (0:0) mächtig sauer.

"Man braucht elf auf dem Platz, die marschieren. Fakt ist: Gegen Fürth sind nicht alle marschiert", wütete der Trainer bei der Pressekonferenz.

Weiter ordnete Matarazzo, ohne Namen zu nennen, seine Spieler in Gruppen ein. So gebe es neben den Profis, die ihre Leistung abgerufen haben, auch die, die zwar wissen, in welcher schwierigen Situation sich der Tabellenfünfzehnte befinde, aber ihr Potenzial aus "unterschiedlichen Gründen" nicht abrufen können.

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Besonders hart ins Gericht ging Matarazzo aber mit den übrigen Schützlingen: Es gebe auch "die Kategorie von Spielern, wo man es einfach nicht akzeptieren kann in der Phase, in der wir aktuell sind".

Ungewohnt deutliche Worte, die allerdings notwendig scheinen.

Die Bilanz des VfB Stuttgart gegen RB Leipzig ist der blanke Horror

VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (44) glaubt daran, dass der VfB Stuttgart gegen RB Leipzig ein anderes Gesicht zeigt.
VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (44) glaubt daran, dass der VfB Stuttgart gegen RB Leipzig ein anderes Gesicht zeigt.  © Daniel Karmann/dpa

Denn zuletzt ließ der Trainer immer mal wieder durchblicken, dass bei einigen seiner Profis ein Einstellungsproblem vorherrscht.

Jedenfalls spielte der VfB auch beim Tabellenschlusslicht Fürth nicht wie ein eingeschworener Haufen, der sich mit aller Macht gegen den drohenden Abstieg stemmt.

Kein Wunder also, dass Matarazzo anschließend den Finger in die Wunde legte. Dass die harten Worte bei seiner Mannschaft angekommen sind, davon ist der Coach jetzt überzeugt. Denn er habe bereits im Training eine "andere Haltung" beobachten können.

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Ob die Profis ihr neues Gesicht gegen Leipzig schon zeigen, bleibt allerdings abzuwarten.

Immerhin kommt mit den Sachsen ein Top-Team der Bundesliga ins ehemalige Neckarstadion und die Stuttgarter Bilanz ist der blanke Horror.

Sechs von sieben Partien verloren die Schwaben, nur 2018, damals noch unter Trainer Tayfun Korkut (47), erkämpfte sich der VfB beim 0:0 einen Punkt.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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