Kontinuität statt Chaos! Der VfB bleibt trotz Krise komplett bei sich und erinnert an "Klopp-Zeit"

Stuttgart - Drei Niederlagen in Folge, zwei davon gegen die unmittelbare Konkurrenz im Abstiegskampf: Die Situation beim VfB Stuttgart wird immer ungemütlicher.

Der VfB Stuttgart muss sich nach drei Niederlagen in Folge erstmal wieder aufrichten.
Der VfB Stuttgart muss sich nach drei Niederlagen in Folge erstmal wieder aufrichten.  © Bernd Thissen/dpa

Zudem sind die Schwaben durch die knappe 1:2-Pleite bei Borussia Dortmund auf den Relegationsplatz abgerutscht, weshalb der eine oder andere Anhänger bereits zu bibbern beginnt.

Bei den Verantwortlichen des VfB Stuttgart ist von Nervosität dagegen nichts zu spüren, worin sich die derzeitige Krise deutlich von den vergangenen Abstiegsjahren der Schwaben unterscheidet.

Mit Alexander Zorniger (54) und Jürgen Kramny (50) verschliss der VfB 2016 zwei Trainer, 2019 waren es mit Tayfun Korkut (47), Markus Weinzierl (46) und Nico Willig (40) sogar drei. Zusätzlich musste damals Sportvorstand Michael Reschke (64) seinen Hut nehmen.

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Chaotische Zeiten, die längst der Vergangenheit angehören. Denn Stuttgarts Sportdirektor Sven Mislintat (49) spricht nicht nur von Kontinuität, sondern setzt diese auch um.

"Wir brauchen kein einziges Mal in dieser Saison, egal wo wir stehen, über den Trainer zu reden", sagte er bereits vor der laufenden Spielzeit und sprach seinem Coach Pellegrino Matarazzo (43) eine Jobgarantie aus.

Sven Mislintat fühlt sich an BVB-Zeiten erinnert

Sportdirektor Sven Mislintat (49) bleibt die Ruhe selbst.
Sportdirektor Sven Mislintat (49) bleibt die Ruhe selbst.  © Tom Weller/dpa

Mislintat wäre zwar nicht der Erste im Fußballgeschäft, der sich an solch ein Versprechen nicht halten würde, doch ihm nimmt man die Worte ab.

Nach der Pleite in Dortmund sagte der Sportchef außerdem: "Wir können die Tabelle lesen, ja." Aber: "Wir werden komplett bei uns bleiben und komplett auf dem aufbauen, was wir tun."

Sowieso war der 49-Jährige regelrecht begeistert vom Auftritt seiner Elf gegen den BVB und lobte den "Teamspirit" sowie die "Arbeitsethik", die ihn an die Dortmunder "Klopp-Zeit" erinnerten.

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Mislintat, der damals als Chefscout beim BVB arbeitete, fühlte sich in die erfolgreichen Jahre zurückversetzt: "Mit dem Spirit der Meisterjahre von Borussia Dortmund" habe der VfB gespielt, schwärmte er.

Sein Stolz auf die Truppe war dabei unüberhörbar. Dennoch braucht der VfB jetzt dringend drei Punkte, am besten schon aus dem Heimspiel am kommenden Freitag (20.30 Uhr/DAZN) gegen den 1. FSV Mainz 05. Dann könnten auch die Stuttgarter Fans wieder etwas ruhiger schlafen.

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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