VfB-Fans haben nach Gerüchten um Insolvenz Mitleid: "Das gönne ich nicht mal dem KSC!"

Stuttgart/Karlsruhe - Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: Nach Informationen des "SWR" soll der Karlsruher SC kurz vor einer Insolvenz stehen. 

KSC-Coach Christian Eichner (links im Bild) und Abwehrspieler Damian Rosbach fassen sich nach der 1:3-Niederlage gegen den 1. FC Heidenheim an den Kopf. (Fotomontage)
KSC-Coach Christian Eichner (links im Bild) und Abwehrspieler Damian Rosbach fassen sich nach der 1:3-Niederlage gegen den 1. FC Heidenheim an den Kopf. (Fotomontage)  © Montage: Stefan Puchner/dpa

Inzwischen dementierte der KSC zumindest teilweise und verwies darauf, man sei, "vorausgesetzt die TV-Gelder kommen", nach aktuellem Stand "bis zum 30. Juni 2020 gut aufgestellt". So wurde jedenfalls KSC-Geschäftsführer Michael Becker in einem Vereinsstatement zitiert. 

Wie alle Vereine sind auch die Karlsruher von der Corona-Krise stark betroffen, sodass die Verantwortlichen nicht wissen, wie es weitergehen wird. 

Die ersten Gerüchte um eine drohende Insolvenz kamen dann Mittwochmorgen ans Tageslicht.

Sofort folgten bundesweit Mitleidsbekundungen. 

Sogar vonseiten großer Rivalen wie dem 1. FC Kaiserslautern, aber auch von Fans des Erzfeinds VfB Stuttgart

So schrieb ein bekennender Anhänger der Stuttgarter und der Tottenham Hotspur auf Twitter: "Ich kann den KSC zwar überhaupt nicht leiden, aber eine Insolvenz wünsche ich keinem Verein."

Außerdem äußerte er sich zu der Bedeutung von Geisterspielen. Diese seien "zwar total langweilig, aber eben leider für einige Vereine notwendig, um überhaupt überleben zu können."

Eine Lösung wäre, dass der VfB den Karlsruher SC rettet

VfB Fans feiern mit der Mannschaft den 3:0 Sieg über den Karlsruher SC. "Derby Sieger"“ steht dabei auf einem großen Banner geschrieben. 
VfB Fans feiern mit der Mannschaft den 3:0 Sieg über den Karlsruher SC. "Derby Sieger"“ steht dabei auf einem großen Banner geschrieben.  © DPA/Christoph Schmidt

Unter dem Twitter-Namen "Hauptsache Stuttgart" schrieb ein anderer User über eine drohende Insolvenz des Karlsruher SC: "Bei aller Rivalität, aber das möchte ich dann auch nicht!"

Twitter-Nutzer "WebKaese" will ebenfalls nicht, dass der KSC Pleite geht: "Das gönne ich nicht mal dem KSC", schrieb dieser und dachte des Weiteren an dessen Angestellte, von denen die meisten vermutlich ihren Job verlieren würden. 

Fritz Freile schrieb zudem, dass eine Insolvenz des KSC "fatal" wäre und, dass er diese "dem KSC selbst als VfB Anhänger nicht wünscht." 

VfB-Fan "Knallgöwer1893" hörte von der drohenden Pleite des Erzfeinds im Radio und wünschte dem KSC viel Glück: "Bei aller Rivalität, ich hoffe, dass das abgewendet werden kann."

Maurizio geht sogar noch einen Schritt weiter: "Vielleicht kann ja der VfB den KSC retten!"

Alle waren sie sich dann aber doch nicht einig.

"CryptoFritzle" kommentierte einen Text zur drohenden Insolvenz mit den Worten "Endlich mal gute Nachrichten".

Die VfB-Fans zeigten sich beim Kurznachrichtendienst Twitter wirklich solidarisch mit dem Erzrivalen Karlsruher SC.

Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa

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