Langsam nervt's! Wie will der VfB Stuttgart jetzt die Schützen-Blockade lösen?

Stuttgart - Die Situation beim VfB Stuttgart bleibt vor dem Auswärtsspiel beim SC Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr/Sky) angespannt!

Coach Pellegrino Matarazzo (44) macht sich derzeit viele Gedanken über seine Teamansprache.
Coach Pellegrino Matarazzo (44) macht sich derzeit viele Gedanken über seine Teamansprache.  © Picture Point/Roger Petzsche

Neben der sportlichen Talfahrt beschäftigt die Schwaben weiterhin die Rückkehr der Verletzten und Corona-Infizierten, die länger dauert, als sich wohl so mancher erhoffte.

Dies betrifft unter anderem Schlüsselspieler Silas Katompa Mvumpa (23). Der Kongolese fehlte im letzten Jahr zunächst von März bis November aufgrund eines Kreuzbandrisses, dann warf ihn eine Covid-Erkrankung erneut aus der Bahn.

Wenn es gut läuft, reicht es für ihn in Freiburg lediglich für zehn bis 15 Minuten. Eigentlich zum Haareraufen! Dennoch "nervt" es VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (44) nicht, dass sich Silas' Rückkehr zur alten Stärke so in die Länge zieht.

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Vielmehr bringt den Trainer was ganz anderes auf die Palme, wie er auf der Pressekonferenz am Donnerstag deutlich machte.

Die schlechte Chancenverwertung! Immerhin hat der VfB seit vier Partien nicht getroffen. Gegen RB Leipzig (0:2) schossen die Schwaben satte 16 Mal aufs Tor, während der Gewinner aus Sachsen nur zu sieben Abschlüssen kam.

VfB-Coach Pellegrino Matarazzo ist als Psychologe gefragt

Beim VfB Stuttgart für Tore zuständig: Stürmer Sasa Kalajdzic (24).
Beim VfB Stuttgart für Tore zuständig: Stürmer Sasa Kalajdzic (24).  © Tom Weller/dpa

Matarazzos Beispiel: "Mich nervt, dass wir das Tor nicht getroffen haben, als Robbie (Roberto Massimo, 21, Anm. d. Red.) frei zum Schuss kommt. Warum trifft er nicht ins lange Eck, wenn er im Training sieben von zehn Mal trifft? Das nervt mich."

Doch trotz großem Frust ist Geduld gefragt. So erklärte der Trainer, man müsse ruhig bleiben, die Anzahl der Chancen erhöhen und die mangelhafte Verwertung der Möglichkeiten bloß nicht zu oft thematisieren.

Mehr denn je ist Matarazzo jetzt als Psychologe gefragt: "Man sagt immer, was braucht die Mannschaft. Aber sehr oft geht es auch darum, was braucht der individuelle Spieler, um seine Leistung abzurufen? Ich kann nicht bei Spieler X und Spieler Y genau die gleiche Ansprache haben. Ich muss jeden Spieler einzeln anpacken."

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Dann gehe es laut Matarazzo darum, warum der Spieler blockiert sei und wie man diese Blockade lösen könne.

Gegen Freiburg wäre jedenfalls ein guter Zeitpunkt, um die Hemmung vor dem Tor zu verlieren. Denn mit drei Punkten im Gepäck sehe die Welt des abstiegsbedrohten VfB schon wieder viel rosiger aus.

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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