Manipulationsgerüchte um VfB-Ausgliederung: Was wusste Daimler?

Stuttgart - Schwere Vorwürfe stehen im Raum! Zuletzt wurde immer wieder darüber spekuliert, dass die Entscheidung zur Ausgliederung beim VfB Stuttgart nicht rechtens gewesen war.

Was wusste Daimler-Vorstand Wilfried Porth (62) wirklich?
Was wusste Daimler-Vorstand Wilfried Porth (62) wirklich?  © Tom Weller/dpa

So soll es bei der Abstimmung massive technische Probleme gegeben haben, was der Klub jedoch mit Vehemenz bestreitet.

Ein Bericht der Stuttgarter Zeitung vom Donnerstag gab den Spekulationen allerdings neues Futter. So soll sich VfB-Aufsichtsrat und Daimler-Vorstand Wilfried Porth (62) verplappert haben.

Augenzeugen berichteten demnach, er habe sich bei der wegen technischen Problemen abgebrochenen Mitgliederversammlung 2019 lauthals darüber geärgert, wie dies nach 2017 erneut passieren konnte.

Nun ließ dies die Interpretation zu, Porth hätte somit eine inkorrekte Abstimmung zur Ausgliederung zugegeben, nach der Daimler als Anker-Investor 41,5 Millionen Euro in den VfB pumpen konnte.

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Manipulierte VfB-Ausgliederung? Das sagt Daimler zu den schweren Vorwürfen

Kam es bei der Abstimmung im Jahr 2017 zu massiven technischen Problemen?
Kam es bei der Abstimmung im Jahr 2017 zu massiven technischen Problemen?  © Christoph Schmidt/dpa

Der fühlte sich am Freitag dazu genötigt, eine Stellungnahme an die Medien zu verschicken.

Darin hieß es: "Die Daimler AG oder ihre Vertreter in den Gremien des VfB Stuttgart hatten zu keinem Zeitpunkt Kenntnis von angeblichen Unregelmäßigkeiten oder Manipulationen in Zusammenhang mit der Abstimmung zur Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung des VfB Stuttgart."

Somit steht Daimler also voll und ganz hinter ihrem VfB-Mann Porth.

Doch die Zweifel bleiben. Immerhin berichtete der Spiegel im Februar darüber, dass die Technik laut Augenzeugen ausgerechnet in dem Bereich des Stadions gestreikt haben soll, in dem ausgliederungskritische Mitglieder saßen. Und dementsprechend kochte die Gerüchteküche um eine mögliche Manipulation hoch.

Wie die Abstimmung am 1. Juni aber tatsächlich abgelaufen ist, wird wohl ungeklärt bleiben.

Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa

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